Gold: Der Kajak-Vierer triumphiert in Tokio

Im letzten Rennen das erste Gold: Der Kajak-Vierer mit Routinier Ronald Rauhe triumphiert in Tokio.

Max Rendschmidt, Ronald Rauhe, Tom Liebscher und Max Lemke (v.re.) jubeln über Gold mit dem Kajak-Vierer. Foto: picture-alliance
Max Rendschmidt, Ronald Rauhe, Tom Liebscher und Max Lemke (v.re.) jubeln über Gold mit dem Kajak-Vierer. Foto: picture-alliance

Ronald Rauhe sprang als erster aus dem Gold-Boot auf den Steg, dann drückte er jeden seiner Teamkollegen ganz fest an sich und fiel schließlich übermannt von seinen Emotionen auf die Knie. Der Kajak-Vierer der Männer hat im letzten Wettkampf der Olympischen Spiele doch noch das ersehnte erste Gold der deutschen Rennsport-Kanuten geholt. Für Rauhe (39) war es im letzten Rennen seiner Karriere seine fünfte Olympiamedaille.

"Das ist schwer in Worte zu fassen", sagte Rauhe im ZDF, seine Stimme brach immer wieder weg: "Ich wusste ja, was auf dem Spiel steht, ich wollte unbedingt den krönenden Abschluss."

Und für den sorgt er. In einem Kopf-an-Kopf-Rennen verwies der Routinier gemeinsam mit Schlagmann Max Rendschmidt, Tom Liebscher und Max Lemke (Bonn/Potsdam/Dresden/Potsdam) den Rivalen Spanien knapp auf Rang zwei. Bronze ging an die Slowakei. Rendschmidt und Liebscher hatten schon 2016 in Rio mit dem Vierer Gold geholt.

Weil die übrigen DKV-Boote am Samstag jedoch komplett leer ausgingen und der dreimalige Canadier-Olympiasieger Sebastian Brendel sogar im Halbfinale scheiterte, fällt die Bilanz mit drei Medaillen (1-1-1) insgesamt mäßig aus. 2016 in Rio hatten die Rennkanuten noch viermal Gold geholt.

Zumindest der Vierer wurde seiner Favoritenrolle aber gerecht - und das sogar im Ersatzboot. Das eigentliche Boot war beim Verladen in Luxemburg von einem Gabelstaplerführer gerammt worden, der Ersatz kam aber rechtzeitig in Tokio an. "Es stand ein Riesenaufwand dahinter, dass wir hier überhaupt ein passendes Boot hatten", sagte Lemke und dankte allen Beteiligten. Der Vierer der Frauen musste sich indes mit Rang fünf begnügen, erstmals seit 1988 verpasste das deutsche Quartett den Sprung auf das Podest.

(Quelle: SID)


  • Max Rendschmidt, Ronald Rauhe, Tom Liebscher und Max Lemke (v.re.) jubeln über Gold mit dem Kajak-Vierer. Foto: picture-alliance
    Max Rendschmidt, Ronald Rauhe, Tom Liebscher und Max Lemke (v.re.) jubeln über Gold mit dem Kajak-Vierer. Foto: picture-alliance

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