Zusammenarbeit im Kampf gegen den Klimawandel

Olympische und Paralympische Athletinnen und Athleten rufen Staats- und Regierungschefs zur Zusammenarbeit im Kampf gegen den Klimawandel auf.

Laura Ludwig ist eine von 50 internationalen Sportstars, die in einem Video-Podcast die Staats- und Regierungschef zum gemeinsamen Kampf gegen den Klimawandel aufrufen. Foto: Screenshot vom Video
Laura Ludwig ist eine von 50 internationalen Sportstars, die in einem Video-Podcast die Staats- und Regierungschef zum gemeinsamen Kampf gegen den Klimawandel aufrufen. Foto: Screenshot vom Video

In einem eindrucksvollen Video, das mit Unterstützung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) produziert worden ist, fordern mehr als 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Olympischen und Paralympischen Spiele Tokio 2020 von den Staats- und Regierungschefs der Welt eine bessere Zusammenarbeit für den Klimaschutz. Der Aufruf erfolgte im Rahmen der Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP26), die in dieser Woche in Glasgow/Großbritannien begonnen hat und an der Regierungen, Vertreter der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft teilnehmen.

Initiiert wurde das Video von Hannah Mills, der zweimaligen Olympiasiegerin im Segeln (Großbritannien), und der britischen Olympiateilnehmerin im Rudern, Melissa Wilson. In dem Video sind mehr als 50 Olympische und Paralympische Athleten aus allen Teilen der Welt zu sehen.

Dazu gehören der dreimalige Olympiamedaillengewinner Pau Gasol (Basketball, Spanien), der auch Mitglied der IOC-Athletenkommission ist, der zweimalige Olympiasieger und Marathon-Weltrekordhalter Eliud Kipchoge (Leichtathletik, Kenia), Wassersprung-Olympiasieger Tom Daley, der zweimalige Tennis-Olympiasieger Andy Murray (beide Großbritannien), die Ruder-Olympiasiegerin Emma Twigg (Neuseeland), die Paralympics-Siegerin von Tokio 2020, Hannah Cockroft (Rollstuhlrennen, Großbritannien), der Paralympische Tischtennis-Spieler Koyo Iwabuchi aus Japan, die Segel-Olympiasiegerin Martine Grael (Brasilien), Beachvolleyball-Olympiasiegerin Laura Ludwig (Deutschland) und viele andere.

Die Athleten erinnern an die Herausforderungen und Hindernisse, die sie auf ihrer Jagd nach Spitzenleistungen in Tokio 2020 überwunden haben, und fordern die Spitzenpolitiker der Welt dazu auf, dasselbe zu tun, wenn sie zum „Olympia der Klimagipfel“ zusammenkommen, um über die globale Antwort auf die Klimakrise zu entscheiden.

„Beim olympischen Traum geht es darum, seine Sache so gut wie möglich zu machen – und das bedeutet nicht nur, an Wettkämpfen teilzunehmen oder Medaillen zu gewinnen, sondern auch, ein verantwortungsvoller Weltbürger zu sein. Wir alle haben die Möglichkeit, unsere Plattformen zu nutzen, um darauf hinzuweisen, dass wir alle verantwortungsvoller leben und handeln müssen“, sagt Hannah Mills.

2019 machte Mills – damals bereits mit Unterstützung des IOC – die „Große Plastik-Zusage“, eine von Athletinnen und Athleten getragene Bewegung zur Abschaffung von Einwegplastik im und außerhalb des Sports. Die Sportgemeinschaft müsse ihre Gewohnheiten ändern und sich Gehör verschaffen, um so zu Veränderung beizutragen, sagt Mills.

„Unsere Umweltbewegung kann sich glücklich schätzen, dass sie die Unterstützung des IOC hat“, meint Mills. „Es ist zeigt, wie das IOC durch den Sport zu einer besseren Welt beitragen will. Der Sport ist jedoch nur ein Teil eines viel größeren, globalen Bildes. Wir zählen darauf, dass die Staats- und Regierungschefs der Welt bei der Klimakonferenz COP26 beschleunigte Klimaschutzmaßnahmen beschließen werden.“

„Das IOC unterstützt diese Initiative sehr gerne. So können wir olympische Athletinnen und Athleten dabei unterstützen, ihre starken Stimmen zu erheben, um für eine nachhaltigere Zukunft für uns alle einzutreten“, sagte IOC-Präsident Thomas Bach. „Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen, vor denen die Menschheit je gestanden hat. Das IOC geht mit seinem Beitrag zur Bewältigung dieser Krise sehr gern voran. Es führt die Olympische Bewegung an. Unsere jüngste Verpflichtung, die CO2-Emmissionen des IOC bis zum Jahr 2030 um 50 Prozent zu reduzieren, und unsere Unterstützung der Initiative von Hannah Mills und Melissa Wilson sind Teil unserer Anstrengungen. Der Sport hat die Kraft, die Welt zu verändern und nun bietet sich die Gelegenheit, diese Kraft für den Kampf gegen den Klimawandel zu nutzen.“

Nachhaltigkeit ist eine der wichtigsten Säulen des Reformprogramms der Olympischen Agenda 2020+5. Das IOC setzt sich dafür ein, Nachhaltigkeit in alle seine Aktivitäten als Organisation, als Hüter der Olympischen Spiele und als Anführer der Olympischen Bewegung einzubetten. Im Rahmen dessen arbeitet das IOC auch eng mit den Athleten zusammen, um deren inspirierende Kraft zur Förderung der Nachhaltigkeit durch den Sport zu nutzen.

Als Reaktion auf die wachsende Klimakrise hat sich das IOC als Organisation verpflichtet, ab 2024 klimapositiv zu sein. Bereits jetzt ist das IOC klimaneutral. Klimapositiv bedeutet, dass das IOC Maßnahmen ergriffen hat, um mehr CO2 aus der Atmosphäre zu entziehen, als es selbst verursacht.

Dies soll erreicht werden, indem das IOC seine direkten und indirekten CO2-Emissionen bis 2024 um 30 Prozent und bis 2030 um 50 Prozent senkt. Die verbleibenden Emissionen werden durch den Olympischen Wald kompensiert. Zudem nutzt das IOC seinen Einfluss, um die gesamte Olympische Bewegung dazu zu bewegen, Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen.

Ab 2030 wird das IOC von allen Ausrichtern Olympischer Spiele verlangen, dass ihre Ausgaben der Spiele klimapositiv sind. Inspiriert von dieser Vorgabe hat sich Paris 2024 zum Ziel gesetzt, die ersten klimapositiven Olympischen Spiele schon vor der Frist im Jahr 2030 auszutragen.

2018 hat das IOC in Zusammenarbeit mit der UN-Klimakommission das „UN Sports for Climate Action”-Rahmenwerk mitentwickelt, das den Klimaschutz in der gesamten Sportwelt vorantreiben soll, und eine führende Rolle bei dessen Umsetzung übernommen. Bislang haben sich mehr als 270 Sportorganisationen aus aller Welt dem Rahmenwerk angeschlossen, darunter auch das IOC selbst.

Mehr Informationen finden Sie hier.

(Quelle: IOC)


  • Laura Ludwig ist eine von 50 internationalen Sportstars, die in einem Video-Podcast die Staats- und Regierungschef zum gemeinsamen Kampf gegen den Klimawandel aufrufen. Foto: Screenshot vom Video
    Laura Ludwig ist eine von 50 internationalen Sportstars, die in einem Video-Podcast die Staats- und Regierungschef zum gemeinsamen Kampf gegen den Klimawandel aufrufen. Foto: Screenshot vom Video

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