Spiele Tokio 2020 mehr als klimaneutral

Die Olympischen und Paralympischen Spiele Tokio 2020 haben ihre Nachhaltigkeitsziele übererfüllt.

In Tokio wurden während der Spiele 475 mit Wasserstoff betriebene Elektrofahrzeuge eingesetzt. Foto: IOC
In Tokio wurden während der Spiele 475 mit Wasserstoff betriebene Elektrofahrzeuge eingesetzt. Foto: IOC

Dies geht aus dem jetzt veröffentlichten abschließenden Nachhaltigkeitsbericht hervor. Er beschließt die Reihe von Nachhaltigkeitsberichten für die Olympischen und Paralympischen Spiele Tokio 2020. Erfolge gab es nicht nur bei der Klimaneutralität, sondern auch in den Bereichen der Kreislaufwirtschaft und bei der Förderung einer nachhaltigeren Gesellschaft.

Die Organisatoren der Olympischen und Paralympischen Spiele Tokio 2020 hatten sich zum Ziel gesetzt, die Rolle des Sports in der Gesellschaft zu stärken und aufzuzeigen, wie Sport zu den Nachhaltigkeitszielen einer Gesellschaft beitragen kann.

Klimaneutralität

Zur Reduzierung des CO2-Ausstosses wurden zahlreiche Maßnahmen ergriffen, darunter Energieeinsparungen, die Nutzung bestehender Veranstaltungsorte und der Einsatz kraftstoffsparender Fahrzeuge. Darüber hinaus sanken die CO2-Emissionen der Spiele durch die Entscheidung, keine Zuschauer zuzulassen um 800.000 Tonnen.

Zum Ausgleich des verbliebenen CO2-Ausstoßes standen für Tokio 2020 zertifizierte Emissionsminderungsgutschriften für 4,38 Millionen Tonnen CO2 zur Verfügung. Diese Menge überstieg den ermittelten CO2-Fußabdruck der Spiele von 1,96 Millionen Tonnen CO2 um 2,42 Millionen Tonnen CO2. Damit sind die Spiele über die angestrebte CO2-Neutralität hinausgegangen.

Wasserstoffnutzung

Zum ersten Mal leuchtete das Olympische Feuer in Tokio mit Hilfe von Wasserstoff, außerdem wurden für den Transport 475 mit Wasserstoff betriebene Elektrofahrzeuge vom weltweiten Olympia- und Paralympics-Partner Toyota eingesetzt.

Einige der Wohneinheiten im Olympischen und Paralympischen Dorf sowie der Freizeitbereich für die Athleten wurde mit Wasserstoff-Energie betrieben.

Recycling

99 Prozent der für die Spiele beschafften Nicht-Verbrauchsgüter werden weiterverwendet oder recycelt. Sie waren nur geliehen oder in Kooperation mit anderen Organisationen angeschafft worden, die diese nun dauerhaft nutzen werden.

Da aufgrund der COVID-19-Pandemie keine Zuschauer zugelassen waren, veränderte sich auch die Abfallmenge und die Abfallzusammensetzung. Tokio 2020 trennte alle Abfälle und setzte auf Recycling unter anderem von Materialien wie Plastikflaschen, Kunststoffen und Papier. 62 Prozent der während der Spiele angefallenen Abfälle wurden recycelt.

Öffentliches Engagement

Die 5000 Medaillen für die Spiele wurden aus Edelmetallen hergestellt, die aus ausrangierten elektronischen Geräten, hauptsächliche Mobiltelefonen, gewonnen worden waren. Die Podeste für die Siegerehrungen wurden aus 24,5 Tonnen gebrauchten Kunststoffen hergestellt, die in Zusammenarbeit mit dem weltweiten Olympiapartner P&G von den japanischen Bürgern gesammelt worden sind.

Der Hauptplatz im Olympischen und Paralympischen Dorf wurde aus Holz gebaut, das von Kommunen in Japan geliehen und nach den Spielen zur Wiederverwendung an sie zurückgegeben wurde.

Nachhaltiges Management auf der Grundlage von ISO20121

Tokio 2020 hat die Spiele auf der Grundlage des extern zertifizierten Nachhaltigkeits-Managementsystems ISO20121 organisiert.

Mehr Informationen finden Sie hier.

(Quelle: IOC)


  • In Tokio wurden während der Spiele 475 mit Wasserstoff betriebene Elektrofahrzeuge eingesetzt. Foto: IOC
    In Tokio wurden während der Spiele 475 mit Wasserstoff betriebene Elektrofahrzeuge eingesetzt. Foto: IOC

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