Tag 7 in Peking: Skeletonis rasen zu Gold und Silber

Christopher Grotheer und Axel Jungk gewannen heute (11.2.) mit Gold und Silber die ersten Medaillen für die deutschen Skeleton-Männer auf der olympischen Bühne überhaupt.

Zwei, die um die Wette strahlen: Olympiasieger Christopher Grotheer (li.) und Silbermedaillengewinner Axel Jungk; Foto: picture-alliance
Zwei, die um die Wette strahlen: Olympiasieger Christopher Grotheer (li.) und Silbermedaillengewinner Axel Jungk; Foto: picture-alliance

Christopher Grotheer ist der erste deutsche Olympiasieger im Skeleton. Der Oberhofer raste nach vier Läufen vor dem Oberbärenburger Axel Jungk und dem Chinesen Yan Wengang zur Goldmedaille. Der dritte deutsche Starter Alexander Gassner aus Winterberg belegte Platz acht. Für den 29-jährigen Grotheer, der sich als Kind noch im Skispringen versuchte und erst anschließend mit dem Kopf voran den Eiskanal hinunterstürzte, ist der Gold-Coup der Höhepunkt eines außergewöhnlichen Weges. In der Saison 2019/20 wurde er nach schwachen Leistungen noch im Europacup abgestellt, dann folgte ein steiler Aufstieg mit den WM-Triumphen 2020 und 2021. Und nun der historische Olympiasieg im Skeleton.

BIATHLON
Nach Denise Herrmanns Goldmedaille im Einzelrennen haben die deutschen Biathletinnen im Sprint ihr schlechtestes Olympia-Ergebnis der Geschichte eingefahren. Vier Tage nach ihrem Triumph im Klassiker musste sich  Herrmann über 7,5 km nach zwei Strafrunden mit Rang 22 begnügen. Als beste Deutsche landete die fehlerfreie Olympia-Debütantin Vanessa Voigt auf den 18. Platz. Gold ging an die norwegische Topfavoritin Marte Olsbu Röiseland, die schon mit der Mixed-Staffel triumphiert hatte. Die elfmalige Weltmeisterin siegte vor der Schwedin Elvira Öberg und der Italienerin Dorothea Wierer.

SKISPRINGEN
Skispringer Markus Eisenbichler hat mit einer starken Qualifikation leise Hoffnungen für die Entscheidung von der Großschanze am Samstag geweckt. Der ehemalige Weltmeister landete mit einem Flug auf 129,0 m auf Rang sechs und war damit bester der zuletzt so enttäuschenden DSV-Adler. Hoffnungsträger Karl Geiger kam an seinem 29. Geburtstag mit 128,0 m auf den zwölften Platz. Gewinner der Qualifikation wurde der Norweger Marius Lindvik vor seinem Teamkollegen Halvor Egner Granerud.

EISSCHNELLLAUF
Der deutsche Eisschnellläufer Patrick Beckert hat auch in seinem zweiten Einsatz in Peking eine Medaille verpasst. Der beste deutsche Langstreckler lief auf seiner Spezialstrecke 10.000 m in 13:01,23 Minuten auf den siebten Rang. Der Schwede Nils van der Poel feierte sein zweites Gold. Fünf Tage nach dem Triumph über 5000 m lief der 25-Jährige in 12:30,74 Minuten Weltrekord. Silber ging an den Niederländer Patrick Roest, Bronze an den Italiener Davide Ghiotto.

SKILANGLAUF
Der finnische Skilangläufer Iivo Niskanen hat den Klassiker über 15 km gewonnen und nach dem Sieg im 50-km-Marathon 2018 in Pyeongchang sein zweites Olympia-Gold geholt. Der 30 Jahre alte Klassik-Spezialist setzte sich mit 23,2 Sekunden Vorsprung auf Alexander Bolschunow vom Team des russischen Olympia-Komitees durch. Bronze ging an den Norweger Johannes Hösflot Kläbo. Bester DSV-Athlet war Lucas Bögl auf Platz 17. 

SKI ALPIN
Skirennläuferin Lara Gut-Behrami hat ihre großartige Karriere mit ihrem ersten Olympia-Gold gekrönt. Die 30 Jahre alte Doppelweltmeisterin aus der Schweiz gewann in Peking nach Bronze im Riesenslalom am Montag den Super-G vor der Österreicherin Mirjam Puchner und ihrer Teamkameradin Michelle Gisin. Die Starnbergerin Kira Weidle kam in ihrer schwächeren Speed-Disziplin auf Rang 15.

SNOWBOARD
Snowboard-Superstar Shaun White hat die Krönung seiner einzigartigen Karriere knapp verpasst. Der 35 Jahre alte US-Amerikaner sprang im letzten Halfpipe-Wettkampf seiner Laufbahn auf Rang vier. Gold sicherte sich der Weltcupführende Ayumu Hirano. Für Japan war es der erste Olympiasieg im Snowboard überhaupt. Andre Höflich aus Kempten schaffte es in seinem ersten Olympiafinale auf einen guten achten Platz.

SKELETON
Die deutschen Skeleton-Pilotinnen haben einen vielversprechenden Auftakt hingelegt. Juniorenweltmeisterin Hannah Neise aus Winterberg befindet sich als beste Deutsche zur Halbzeit als Zweite hinter der führenden Australierin Jaclyn Narracott überraschend auf Medaillenkurs. Nach zwei von vier Durchgängen haben auch die zwei weiteren deutschen Starterinnen das Podest im Visier: Weltmeisterin Tina Hermann vom Königssee liegt nur zwei Hundertstel hinter Neise auf Rang drei. Jacqueline Lölling aus Winterberg), Olympia-Zweite von 2018, folgt auf Position fünf.

EISKUNSTLAUF
Eiskunstläufer Nolan Seegert hat nach neun Tagen das Quarantäne-Hotel in Peking verlassen und ist zurück ins Olympische Dorf gezogen. Nachdem die Testergebnisse an drei aufeinanderfolgenden Tagen einen CT-Wert von über 35 ergeben hätten, werde der Eisläufer gemäß Playbook nun als sogenannter Close Contact behandelt, teilte der DOSB weiter mit. Damit darf Seegert mit seiner Partnerin Minerva Haase an Training und Wettkampf teilnehmen, der 29-Jährige bleibt jedoch weiter vom Team separiert. Am 17. und 18. Februar wollen die deutschen Meister im Paarlauf antreten.

DOPING
Die russische Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Kamila Walijewa ist vor den Winterspielen in Peking positiv auf die verbotene Substanz Trimetazidin getestet worden. Das teilte die vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) beauftragte Internationale Testagentur ITA am Freitagmorgen mit. Ob die 15-Jährige, die am Montag mit der russischen Mannschaft Gold im Teamwettbewerb gewonnen hatte, am Einzelwettbewerb teilnehmen darf, entscheidet sich vor dem Sportgerichtshof CAS.

(Quelle: SID)


  • Zwei, die um die Wette strahlen: Olympiasieger Christopher Grotheer (li.) und Silbermedaillengewinner Axel Jungk; Foto: picture-alliance
    Zwei, die um die Wette strahlen: Olympiasieger Christopher Grotheer (li.) und Silbermedaillengewinner Axel Jungk; Foto: picture-alliance

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