Es geht um mehr als die sportlichen Wettbewerbe

Das European Youth Olympic Festival gehört zu den wichtigsten Sportereignissen für Nachwuchsathlet*innen und es geht dabei um mehr, als um Sport.

Die Nachwuchsathlet*innen des Team D konnten in  Finnland nicht nur sportliche Erfahrungen sammeln. Foto: DOSB
Die Nachwuchsathlet*innen des Team D konnten in Finnland nicht nur sportliche Erfahrungen sammeln. Foto: DOSB

Das 15. Winter European Youth Olympic Festival (EYOF) in Vuokatti, Finnland, ist am Freitagabend offiziell für beendet erklärt worden.

Hinter dem etwas sperrigen Namen verbirgt sich die größte Multisport-Veranstaltung für die europäischen Nachwuchsathlet*innen. Das EYOF ist damit praktisch das europäische Äquivalent zu den Olympischen Jugendspielen. Rund 1.000 junge Sportler*innen aus 44 europäischen Ländern fanden sich in Vuokatti und Lahti für knapp eine Woche zusammen, um in neun verschiedenen Wintersportarten gegeneinander anzutreten und internationale Wettkampferfahrung zu sammeln.

Wenngleich das Event nach wie vor weitestgehend unter dem öffentlichen und medialen Radar fliegt, gilt es aufgrund seiner Größe alle zwei Jahre zu den wichtigsten Sportereignissen auch für die Athlet*innen des Jugend Team Deutschland, das in Finnland mit 48 Sportler*innen vertreten war.

Dabei geht es bei dem Fest um mehr als nur die sportlichen Wettbewerbe. Der Name des „Festivals“ ist bewusst gewählt - denn dank zahlreicher außersportlicher Veranstaltungen und Aktivitäten dient das EYOF gleichzeitig als Treffpunkt und Ort des Austausches der europäischen Jugend.

Die Olympischen Werte des Fairplay, Respekts und der Völkerverständigung, die oft und gerne propagiert werden, sollen hier durch die jungen Menschen gelebt werden. So fanden sich etwa mehrere hundert Athlet*innen am Mittwochabend zusammen, um beim Finale des Snowboard Big Air Events gemeinsam die Finalist*innen anzufeuern und den sportlichen Wettkampf zusammen zu genießen. Für viele der Nachwuchssportler*innen war es der erste, echte Berührungspunkt mit Athlet*innen anderer Sportarten, da sie sonst meist auf sich fokussiert sind und ausschließlich an sportartspezifischen Events teilnehmen, wie etwa den Jugend-Weltmeisterschaften.

Die internationale, sportartübergreifende Begegnung schafft Verständnis für die Herausforderungen anderer Sportler*innen. Die Athlet*innen des Jugend Team D zeigten sich sichtlich beeindruckt von der Fülle an Wettkämpfen und der Anzahl internationaler Mitstreiter*innen. Jede freie Minute im Wettkampf- und Trainingsplan wurde genutzt, um Sportler*innen des Jugend Team D oder wahlweise auch anderer Mannschaften anzufeuern und die Eindrücke der Woche aufzusaugen.

Für den weiteren Verlauf der leistungssportlichen Karriere sind solche Erfahrungen für die jungen Athlet*innen mindestens genauso wichtig wie sportliche Erfolge. Der Spaß am Sport und an dem Austausch mit internationalen Konkurrent*innen im Sinne eines fairen Wettkampfes sollte bei allem leistungssportlichen Ehrgeiz immer im Vordergrund stehen - das EYOF bietet alle zwei Jahre eine gute Möglichkeit für alle Beteiligten, sich darauf zurückzubesinnen und den Sport zu genießen. Gleichzeitig bleibt natürlich die Hoffnung, einige der jungen Sportler*innen eines Tages im Team D bei den Olympischen Winterspielen begrüßen zu dürfen. Vorbilder für diesen Weg vom EYOF nach Olympia gibt es genug: Von Laura Dahlmeier und Alexander Schmid bis hin zu Victoria Carl und Annika Morgan.

In diesem Sinne ein hoffnungsfrohes „Bis Bald“ an die Nachwuchsathlet*innen des Jugend Team D.

(Autor: Felix Wolf, Referent DOSB-Verbandskommunikation)

In jeder Ausgabe der DOSB-Presse, die wöchentlich erscheint, gibt es einen Kommentar zu aktuellen Themen des Sports, den wir hier veröffentlichen. Diese mit Namen gezeichneten Beiträge geben nicht unbedingt die offizielle DOSB-Meinung wieder.


  • Die Nachwuchsathlet*innen des Team D konnten in  Finnland nicht nur sportliche Erfahrungen sammeln. Foto: DOSB
    Gruppenbild des Jugendteam D mit deutscher Fahne Foto: DOSB

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