Aktion Schutzwald von Vereinten Nationen ausgezeichnet

Die Vereinten Nationen haben die Aktion Schutzwald als vorbildliches Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet.

Im Einsatz für den alpinen Schutzwald. Foto: DAV Arvid/Uhlig
Im Einsatz für den alpinen Schutzwald. Foto: DAV Arvid/Uhlig

Jury-Mitglied und DOSB-Vizepräsident Andreas Silbersack hat die Entscheidung so begründet:

„Gesundheit ist gerade Thema Nummer eins. Dazu bedarf es einer intakten Umwelt. Wir müssen also den Verlust der biologischen Vielfalt stoppen. Die Aktion Schutzwald ist in dieser Hinsicht vorbildlich.“ Entsprechend erfreut zeigt sich Steffen Reich vom Deutschen Alpenverein: „Ich danke unseren Partnern, den Bayerischen Staatsforsten und der Bayerischen Forstverwaltung, dass sie die Aktion vor Ort so hervorragend organisieren. Und ich danke den vielen Freiwilligen, die in ihrer Freizeit und ohne Gegenleistung die Aktion Schutzwald mit Leben füllen.“

Die Auszeichnung kommt übrigens zur richtigen Zeit: Am morgigen Samstag, 21. März, wird der Internationale Tag des Waldes begangen.

Ein großer Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt

Seit 1984 und damit seit 36 Jahren gibt es die Aktion Schutzwald. In diesem Projekt helfen Freiwillige während jeweils fünftägiger Arbeitseinsätze bei der alpinen Schutzwaldpflege und -sanierung. Unter fachlicher Anleitung werden in unterschiedlichen Bergregionen Bäume gepflanzt, Zugangswege gepflegt, Hochsitze gebaut, Sturmflächen geräumt oder Jungwald gepflegt. Dabei lernen sie die Helferinnen und Helfer die Alpen und den Bergwald aus einer ganz anderen Perspektive kennen und leisten einen aktiven Beitrag zum Naturschutz - denn: Ohne den Schutzwald wären Teile der Bayerischen Alpen unbewohnbar. Er hält Steinschlag, Felsstürze, Muren und Lawinen von den Tallagen fern. Gleichzeitig ist er wichtig für unser Trinkwasser und bietet Tieren und Pflanzen Lebensraum. Durch Klimawandel, Schadstoffbelastung und zu hohen Wildverbiss in den letzten Jahrhunderten gerieten viele Bergwälder in einen schlechten Zustand, sodass eine sorgfältige Pflege notwendig ist. Die Fachjury der UN-Dekade Biologische Vielfalt war von all diesen Aktivitäten nachhaltig beeindruckt. Ihr Fazit: Mit der Aktion Schutzwald wird ein deutliches Zeichen für das Engagement zur Erhaltung biologischer Vielfalt in Deutschland gesetzt.

Andreas Silbersack, Jury-Mitglied und Vizepräsident Breitensport und Sportentwicklung des DOSB, würdigt die Aktion Schutzwald in seinem Statement.

Steffen Reich, Ressortleiter Naturschutz und Kartografie beim Deutschen Alpenverein, freut sich über die Auszeichnung.

Stefan Pratsch vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten freut sich ebenfalls über die Auszeichnung: „Einsatz für den Schutzwald ist gleichzeitig Einsatz für unsere Gesellschaft. Dass das Kooperationsprojekt ‚Aktion Schutzwald‘ als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet wird, freut mich besonders, weil es die Gesellschaft wieder aktiv mit der Natur verbindet.“

Reinhardt Neft von den Bayerischen Staatsforsten (BaySF) äußert sich zur Entwicklung der Aktion: „Was mit ein bis zwei gemeinsamen Aktionen im Jahr 1984 begann, hat sich mittlerweile zu jährlich circa 20 Aktionswochen mit Pflanzungen, Steigbau und weiteren wichtigen Arbeiten weiterentwickelt!“. Neft weiter: „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und fühlen uns dadurch umso mehr im Erfolg dieses gemeinsamen Projektes bestätigt.“

Weitere Informationen zur Aktion Schutzwald im Jahr 2019 und den starken Partnern und aktiven Helfern unter: www.aktion-schutzwald.de.


  • Im Einsatz für den alpinen Schutzwald. Foto: DAV Arvid/Uhlig
    Im Einsatz für den alpinen Schutzwald. Foto: DAV Arvid/Uhlig

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