Aktuelle Lösungsansätze zum Gigantismusproblem Olympischer Spiele

Neue Lösungsansätze im Hinblick auf die Ausdehnung der Olympischen Spiele und den drohenden Gigantismus, den das Internationale Olympische Komitee (IOC) seit einigen Jahren einzudämmen versucht, stellen die Sportwissenschaftler Manfred Franz und Detlef Köpke in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Leistungssport vor.

 

 

 

Ihre Sympathie gilt dabei zwei unterschiedlichen Varianten. Variante 1 sieht eine Veränderung des Programms der Winterspiele vor: "Nicht mehr nur Sportarten, die auf Schnee und Eis ausgetragen werden, wären dann Bestandteil dieser Spiele, sondern auch Sportarten, die ihre Hauptsaison im Winterhalbjahr haben. Das trifft auf einige Hallensportwarten wie beispielsweise Hallenhandball, Tischtennis, Gewichtheben, Fechten, Badminton, Rhythmische Sportgymnastik und noch einige mehr zu", erläutern die Autoren. Im Programm der Winterspiele sehen sie Spielraum für Erweiterungen und Möglichkeiten zur Steigerung der Attraktivität.

 

 

 

Das zweite Szenario, das die Autoren vorstellen, sieht eine Zweiteilung der Sommerspiele vor. "Die Anwendung dieser Variante würde bedeuten, dass zu einem Olympiazyklus nicht mehr nur Winter- und Sommerspiele gehören würden, sondern neben Winterspielen einmal Sommer- und einmal Hallenspiele", erklären Franz und Köpke. Der Umfang der Sommerspiele würde auf zwei Veranstalter verteilt, was Spielraum für Programmerweiterungen schaffen, gleichzeitig aber garantieren würde, dass die Organisation der Spiele entlastet würde. Der Rhythmus der Spiele würde zu einem 6-Jahres-Rhythmus.

 

 

 

Ausgangspunkt der Untersuchung der beiden Sportwissenschaftler waren Studien zur Popularität von Sportarten. Franz und Köpke definierten dabei zahlreiche Sportarten, denen bei einer sportwissenschaftlich fundierten Festlegung der Programmkriterien die Aufnahme ins olympische Programm gewährt werden müssten. In den gegenwärtigen Versuchen des IOC, das Gigantismusproblem durch Programmkürzungen zu lösen sehen die Autoren eher eine Infragestellung olympischer Prinzipien.

 

 

 

 


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