Auftaktveranstaltung für Sport-Inklusionsmanager beim DOSB

„Qualifiziert für die Praxis: Inklusionsmanager/innen für den gemeinnützigen Sport“, heißt ein DOSB-Projekt, das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert wird.

Gruppenfoto der Sport-Inklusionsmanager/innen und Projektverantwortlichen.
Zum Auftakt trafen sich die elf Sport-Inklusionsmanager/innen mit den im Projekt beteiligten Mitarbeiter/innen der wissenschaftlichen Evaluation (ISS e.V.), der DOSB-Führungsakademie und des DOSB in Frankfurt. Foto: DOSB

Am Montag (20.2.) trafen sich die neuen Sport-Inklusionsmanager/innen zu einem ersten Austausch beim DOSB in Frankfurt.

Es sind elf Menschen mit verschiedenen Behinderungen, die bundesweit verteilt in  Sportvereinen und -verbänden seit Anfang des  Jahres ihre Arbeit aufgenommen haben. Als Expertinnen und Experten in eigener Sache wollen sie für mehr Inklusion im Sport vor Ort sorgen. Ihre Tätigkeitsprofile sind dabei den jeweiligen Bedürfnissen der Sportorganisation vor Ort angepasst.

Wie in der Projektplanung angedacht und gewünscht, kommen die Sport-Inklusionsmanager/innen  aus den unterschiedlichsten Bereichen. Vom KFZ-Mechaniker über den Physiotherapeuten bis  zur Diplom-Betriebswirtin nutzen Sie die Chance, sich im Sport  – auch mit eigener Behinderung - hauptamtlich zu engagieren und weiter zu qualifizieren.  Gemeinsam verbindet sie der Spaß am Sport und der Wunsch nach Inklusion in unserer Gesellschaft. So ist es ebenso folgerichtig, dass sich in der Gruppe Freizeitsportler/innen, Weltmeister und auch drei aktive Paralympicsteilnehmer/innen finden. 

Rollstuhlfahrer Sönke Petersen, der als Motoradfahrer in der Ausübung seines Sports einen Unfall erlitt, ist nun in seinem Verband, dem Deutschen Motorsportverband, nicht nur als Kart-Fahrer zurückgekommen, sondern durch dieses Projekt auch hauptamtlich als Sport-Inklusionsmanager, um sich für barrierefreie Angebote und Möglichkeiten im Motorsport einzusetzen.  Im  Schützenbund Niedersachsen hat sich Sport-Inklusionsmanagerin Marion Böhm bereits seit Jahren ehrenamtlich bei inklusiven Trainings und Großveranstaltungen engagiert. Nun freut sie sich auf die Herausforderung, diese und andere Aufgaben leitend und hauptamtlich weiter voran zu bringen.

Beim Auftakttreffen stand vor allem das Kennenlernen und der Austausch zu den Tätigkeiten und dem Inklusionsverständnis der Einzelnen im Vordergrund. Dabei wurde deutlich, dass die Aufgaben und Tätigkeitsprofile in einem ländlichen Verein identisch sein können mit denen eines Landessportbundes. Alle sind sich bereits bewusst, dass neben ihren speziellen Aufgaben, Netzwerke aufbauen und Öffentlichkeitsarbeit zu wichtigen Tätigkeiten im Bereich Inklusion zählen. „Ich bin begeistert, welches Potenzial an engagierten Menschen für die Tätigkeit als Sport-Inklusionsmanager/innen gewonnen werden konnten“, sagt DOSB-Projektleiterin Katja Lüke.

Innerhalb der zweijährigen Projektphase werden sich die Sport-Inklusionsmanager/innen noch mehrfach zum Austausch treffen, um von den gegenseitigen Erfahrungen zu profitieren und sich gegenseitig zu unterstützen.

Ziel des  DOSB-Projekts ist es, die hauptamtliche Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderungen in Sportorganisationen zu fördern und Qualifikationen in diesem Bereich zu entwickeln. Dies entspricht den Zielen des Strategiekonzeptes „Inklusion im und durch Sport“ des DOSB und fördert die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.

(Quelle: DOSB)


  • Gruppenfoto der Sport-Inklusionsmanager/innen und Projektverantwortlichen.
    Gruppenfoto der Sport-Inklusionsmanager/innen und Projektverantwortlichen.