Blick nach vorn

Wie geht es nach dem Aus für Olympische und Paralympische Spiele in Hamburg weiter mit Sportdeutschland, fragt sich Autor Jörg Stratmann.

Der Sport akzeptiert die Niederlage in Hamburg und richtet den Blick wieder auf neue Ziele. Foto: picture-alliance
Der Sport akzeptiert die Niederlage in Hamburg und richtet den Blick wieder auf neue Ziele. Foto: picture-alliance

Auch Tage danach schmerzt es immer noch. Hamburg will sich nicht um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 bewerben. Ein attraktives, transparentes und kreatives Konzept, das auch international schon gut ankam, ist von den Bürgerinnen und Bürgern mehrheitlich abgelehnt worden.

Für den Sport bleibt zunächst einmal das, was zu einem fairen Wettkampf ebenso selbstverständlich gehört wie zu den demokratischen Gepflogenheiten: Er akzeptiert die Niederlage. Aber wie es unter Athleten eben auch üblich ist, richtet er den Blick schon wieder nach vorn. Denn nun gilt es, den Aufgaben unter neuen Bedingungen nachzukommen. Für den organisierten Sport heißt das: in der Spitzensportförderung ebenso wie im Breitensport für alle.

Dazu gehört nicht nur die gründliche Analyse, was das Projekt Olympia, das mit so viel Schwung, allgemeiner Begeisterung und Rückenwind aus ganz Sportdeutschland, aus Politik und Wirtschaft gestartet war, doch noch scheitern ließ. Es sind auch Antworten auf selbstkritische Fragen nötig.

Es geht dabei um Vertrauen und Glaubwürdigkeit, es geht um den guten Weg, auf dem sich beispielsweise der DOSB begeben hat mit seiner vorbildlichen Good-Governance-Initiative. Es geht noch mehr um das, was vor allem die 90.000 Vereine für die Gesellschaft leisten. Es geht darum, wir unsere Athletinnen und Athleten künftig gefördert werden, deren größtes Ziel in aller Regel Olympia ist. Kurz, es geht um die Frage: Wie geht es weiter mit Sportdeutschland?

Diese Diskussion muss noch beginnen. Doch der Sport wird sich ihr stellen: Wir wissen, dass man nicht immer nur gewinnen kann – und dass man zuweilen auch gegen kräftigen Gegenwind anrennen muss.

(Autor: Jörg Stratmann)

In jeder Ausgabe der DOSB-Presse, die wöchentlich erscheint, gibt es einen Kommentar zu aktuellen Themen des Sports, den wir hier als DOSB-Blog veröffentlichen. Diese mit Namen gezeichneten Beiträge geben nicht unbedingt die offizielle DOSB-Meinung wieder.


  • Der Sport akzeptiert die Niederlage in Hamburg und richtet den Blick wieder auf neue Ziele. Foto: picture-alliance
    Der Sport akzeptiert die Niederlage in Hamburg und richtet den Blick wieder auf neue Ziele. Foto: picture-alliance

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