Buchvorstellung "Jüdische Olympiasieger" (Paul Yogi Mayer) am Deutschen Olympischen Institut Berlin

Nachdem im Jahr 1999 das Haus der Wannseekonferenz gemeinsam mit der Führungsakademie des Deutschen Sportbundes und dem Deutschen Olympischen Institut in Berlin eine vielbeachtete Ausstellung zum Thema "Jüdischer Sport" durchgeführt hatten, hat das Deutsche Institut nunmehr durch eine Buchvorstellung zu diesem Thema erneut auf den "Jüdischen Sport" aufmerksam gemacht.

 

 

 

Anlass dazu bot das Erscheinen des Buches "Jüdische Olympiasieger", das der 89jährige Paul Yogi Mayer im Agon Verlag publiziert hat. Der Autor musste 1939 Deutschland verlassen und lebt und arbeitet seither in England. Für seine umfangreiche Tätigkeit im Bereich von Sport, Schule und Jugendarbeit erhielt er das Verdienstkreuz "Member of the British Empire". Im Jahr 1998 verlieh im die Universität Potsdam die Ehrendoktorwürde.

 

 

 

Mit Nachdruck unterstricht Mayer die Hauptintention seines Buches: Am Beispiel der jüdischen Sieger und Medaillengewinner bei den Olympischen Spielen der Neuzeit zu zeigen, wie wichtig für die Selbstkonstituierung und Selbstvergewisserung einer gesellschaftlichen Minderheit das Engagement und der Erfolg im Sport sein können. Mayer wandte sich dabei entschieden gegen jegliche politische Instrumentalisierung des Sports.

 

 

 

In seiner Begrüßung hatte Joachim Günther als Ehrenmitglied des Landessportbundes Berlin die Situation des Sports in Israel und die gut entwickelten Sportkontakte Berlins zu Israel dargestellt. Joachim Teichler, als Leiter des Arbeitsbereiches Zeitgeschichte des Sports, stellte in einer persönlichen Würdigung die Biographie des Autors vor. Anschließend würdigte der Berliner Publizist und Sporthistoriker Volker Kluge das Buch selbst.

 

 

 

Im Vorfeld der Buchvorstellung war eine Diskussion um die Auswahl Kluges als Laudator entbrannt. Kluge war Pressesprecher des Nationalen Olympischen Komitees der DDR und als solcher u.a. von DSB-Präsident von Richthofen als ungeeignet befunden worden.

 

 

 

Der wissenschaftliche Leiter des DOI, Privatdozent Dr. Sven Güldenpfennig, weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Ablauf und als Experten beteiligte Personen mit dem Initiator der Veranstaltung, Prof. Dr. Teichler, abgestimmt worden seien und zudem die uneingeschränkte Zustimmung des Autors Paul Yogi Mayer gefunden haben. "Der Kreis der Initiatoren und Träger dieser Veranstaltung war sich einig in der Einschätzung, dass mit Volker Kluge der sachlich kompetenteste Fachmann für diese Buch-Würdigung gewonnen zu haben", sagte Güldenpfennig. Als eine "unbegründete Verdrehung der Tatsachen und eine Verunglimpfung der Intentionen, die das DOI mit dieser Buchvorstellung verband", wertete auch der geschäftsführende Direktor des Instituts, Dieter Krickow, die Vorwürfe, die auch auf die Politik des DOI insgesamt ausgeweitet worden waren.

 

 

 

 

 

 

 



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