"Chapeau": Thomas Bach lobt das Team Deutschland

Der Deutsche Olympische Sportbund hat zur Halbzeit der Winterspiele ein äußerst positives Zwischenfazit gezogen, IOC-Präsident Thomas Bach verteilte ein Sonderlob.

Lob vom IOC-Präsidenten: DOSB-Präsident Alfons Hörmann hört Thomas Bachs Einschätzung der ersten Woche für das Team D gern (Foto: Pictuere Alliance)
Lob vom IOC-Präsidenten: DOSB-Präsident Alfons Hörmann hört Thomas Bachs Einschätzung der ersten Woche für das Team D gern (Foto: Pictuere Alliance)

Bei Halbzeit der Olympischen Winterspiele in PyeongChang kam das höchste Lob vom Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach.  "Einen solchen Auftakt konnte sich niemand erhoffen. Chapeau an alle Athleten!", sagte Bach am Samstagabend beim IOC-Empfang im Deutschen Haus. "In der ersten Woche so viele Medaillen zu sammeln, davon neun goldene, das ist wirklich unbeschreiblich."

Das ganze Team könne riesig stolz sein auf das, was erreicht worden ist, sagte Bach, von 2006 bis 2013 Gründungspräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Doch wie er den DOSB kenne, wolle er mehr in der zweiten Woche - "und ich hoffe, dass es so weitergeht".

Alfons Hörmann, Bachs Nachfolger als Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), nahm die Worte lächelnd zur Kenntnis. Am Vormittag hatte der 57-Jährige selbst ein äußerst positives Zwischenfazit der Winterspiele gezogen. 

"Wir können mit Zufriedenheit, einer Portion Stolz, aber auch mit der nötigen Portion Demut auf die erste Woche zurückblicken", sagte Hörmann: "Es war ein wertvoller und guter Start, der uns emotionalen Rückenwind gibt." Nicht nur für die zweite Woche in Südkorea.

Die deutsche Mannschaft hatte zu Beginn des achten Wettkampftages neun Gold-, zwei Silber- und vier Bronzemedaillen sowie 22. Platzierungen auf den Rängen vier bis acht gesammelt. Doch Hörmann nahm die erfreuliche Momentaufnahme vor allem zum Anlass, über den Tag hinaus auf das große Ganze zu blicken.

"Wer meint, dass wir dieses Ergebnis mit den heutigen Mitteln und Strukturen halten können, der wird sich spätestens bei den Spielen 2022 in Peking wundern und mit schmerzverzerrtem Gesicht an Pyeongchang erinnern", sagte Hörmann. Deshalb gelte nach wie vor: "Wir müssen die Strukturen weiter optimieren. Ohne eine deutliche und klare Erhöhung der finanziellen Mittel wird es nicht gelingen, die Top-Sportarten auf diesem Niveau zu halten und die, die noch nicht dort sind, nach oben zu bringen."

Zurücklehnen wäre jedenfalls das falsche Signal, sagte der DOSB-Präsident. Nach den Olympischen Winterspielen sollen die letzten strukturellen Details der Spitzensportreform geklärt werden, ehe der Gesamtbedarf "bis auf die letzte Million" berechnet werden könne. Dafür müsse zudem ein neuer Innenminister ernannt werden. Jetzt schon "in Anführungszeichen 100 Millionen" zu fordern, "wäre richtig und falsch zugleich", sagte Hörmann.

"Die Sportler waren die perfekten Botschafter für unser Land", ergänzte er. Der bisherige Höhepunkt in Südkorea sei für ihn die Goldmedaille im Eiskunstlaufen durch Aljona Savchenko und Bruno Massot gewesen. "Dass wir 66 Jahre darauf warten mussten, macht diesen Erfolg zu einem ganz besonderen", sagte Hörmann: "Aber auch zahlreiche weitere Punkte haben uns viel Freude bereitet."

Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig ergänzte das mit einer sportfachlichen Analyse. Er sprach die gute Vorbereitung, die hervorragenden Trainer und Betreuer und den Erfolg als Ergebnis oft sehr langfristiger Arbeit an und zählte - "ein wichtiger Faktor" - einige neue Maßnahmen auf, die den Athleten noch mehr in den Mittelpunkt der Vorbereitung gerückt hätten.

warnte, dass die Mannschaft zwar "das Potenzial, aber nicht die Garantie" habe, "sich an jedem Tag am Kampf um die Medaillen zu beteiligen. Vielleicht nicht immer mit dem Erfolg, den wir die ersten Tagen hatten. Es muss auch mal ein Ruhetag drin sein.

Die DOSB-Vorstandsvorsitzende Veronika Rücker die Haltung von Team Deutschland hervor. "Team D wird hier in PyeongChang gelebt", sagte sie. Der Mannschaftsgeist zeige sich beispielsweise darin, wie die Athleten aus anderen Sportarten mitfieberten, so wie etwa die Eishockeyspieler bei den erfolgreichen Auftritten der Skispringer und Biathleten. Auch Athleten, die vom eigenen Ergebnis enttäuscht waren, seien die ersten bei Gratulation und Empfang im Deutschen Haus gewesen.

Überhaupt sei das Deutsche Haus beliebter Sportlertreffpunkt und auch nach späten Wettkämpfen Mittelpunkt der Feiern. Nicht zuletzt könne hier dank der Lotterie "Siegerchance" erstmals ein eigener Kraftraum für Team D zur Verfügung gestellt werden.

(Quelle: SID/DOSB)


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    Hoermann Bach DH dpa

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