Das DSB-Präsidium zum Fall Tünnemann

 

Ein unabhängiges Beratungsgremium unter dem Vorsitz von Parlamentspräsidentin a.D. Dr. Hanna-Renate Laurien hat sich im Auftrag des Präsidiums des Deutschen

Sportbundes mit dem Fall des Leipziger Sportwissenschaftlers Prof. Dr. Harold Tünnemann befasst. Tünnemann, der Mitarbeiter am Institut für angewandte Trainingswissenschaften (IAT) ist, war in den vergangenen Monaten mit Vorwürfen der aktiven Mitwirkung am Doping-System der früheren DDR belastet worden.

Nach ausführlicher Sichtung der Unterlagen und Prüfung aller Vorwürfe sowie der Anhörung des Betroffenen kommt das Gremium zu der Einschätzung, dass sich aus dem gesamten derzeitigen Sachstand keine aktive Verstrickung Tünnemanns ins Doping-System herleiten oder belegen lässt, wobei Kenntnisnahme von Doping-Praktiken nicht als aktive Mitwirkung zu betrachten ist.

In der Bewertung des Beratungsgremiums heißt es unter anderem: "Die Feststellungen der Kommission leiten sich aus den vorgelegten Unterlagen bzw. Anhörungen ab. Sollte sich die entsprechende Tatsachenlage verändern, behält sich die Kommission eine Neubewertung vor. Aufgrund des bisherigen Erkenntnisstandes sieht sich die Kommission im Ergebnis nicht gehalten, arbeitsrechtliche Konsequenzen zu empfehlen."

Das Präsidium des DSB schließt sich nach eingehender Erörterung des Sachverhalts dieser Empfehlung an. Hierbei bleibt es den Institutionen, in denen Prof. Tünnemann ehrenamtliche Funktionen ausübt, unbenommen, eine weitergehende Überprüfung nach eigenständigen Kriterien vorzunehmen.


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