Das Ehrenamt verdient noch mehr öffentliche Aufmerksamkeit

Aus luftiger Höhe des 49. Obergeschosses der Commerzbank in Frankfurt am Main, Europas höchstem Gebäude, eröffneten der Deutsche Sportbund

und das Bankhaus eine breit angelegte Ehrenamtskampagne. Das aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenkende ehrenamtliche Engagement soll stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung getragen werden. Auch haben sich der DSB und die Commerzbank zur Aufgabe gemacht, die Ehrenamtlichen bei ihrer täglichen Manage-mentarbeit in den Vereinen zu unterstützen. Bei einer viel beachteten Pressekonferenz stellten DSB-Präsident Manfred von Richthofen und der Sprecher des Vorstands der Commerzbank, Klaus-Peter Müller, die Kooperation der Öffentlichkeit vor. Die populäre Olympiasiegerin und Weltmeisterin im alpinen Skisport, Rosi Mittermaier, selbst auf vorbildliche Weise vielfach ehrenamtlich-sozial engagiert, wies bei dieser Veranstaltung auf die große Bedeutung des Ehrenamts hin, nicht nur aus der Sicht des Spitzensports.

"In den letzten beiden Jahren fand offensichtlich ein gesellschaftlicher Umdenkungsprozess statt", sagte der DSB-Präsident in seinem Statement; das Ehrenamt habe zweifellos einen Sympathieschub bekommen. "Ehrenamtliche, so wurde verstärkt deutlich, sind keine Bittsteller, sondern sie vermitteln Werte, die der Gesellschaft insgesamt zu Gute kommen." Durch ehrenamtliche Mitarbeit würden jährlich Hunderte Millionen Stunden geleistet. Müsste man sie bezahlen, wäre ein zweistelliger Milliardenbetrag zu veranschlagen. Im Sport seien die meisten Menschen ehrenamtlich tätig, über 2,6 Millionen in mehr als 87.000 Sportvereinen. Mit den vielen freiwilligen Helfern komme man sogar auf über sieben Millionen ehrenamtlich tätige Menschen. "Die Bereitschaft in unserem Land ist groß, Verantwortung für das Gemeinwesen zu übernehmen", betonte Manfred von Richthofen, leider werde solches Engagement nur allzu oft einfach vorausgesetzt; Anerkennung bleibe in der Regel aus. Aber, so der DSB-Präsident, "die äußerst wertvolle Ressource Ehrenamt bedarf einer breiten gesamtgesellschaftlichen Wertschätzung."

Der Deutsche Sportbund versteht sich als Motor der Bewusstseinsbildung für das Ehrenamt und hatte bereits im letzten Jahr im Rahmen der Initiative "Danke den ehrenamtlichen im Sport" seinen Vereinen verschiedene Maßnahmen zur Förderung des Ehrenamts aufgezeigt. Die Wirtschaft engagiert sich insoweit eher selten. "Deshalb freuen wir uns, dass wir in der Commerzbank einen Partner gefunden haben, mit dem wir gemeinsam in den nächsten drei Jahren die DSB-Initiative fördern", sagte von Richthofen. Es würden Maßnahmen entwickelt, um das Ehrenamt im Sportverein weiter zu stärken und zu unterstützen.

"Wir wollen mit diesem Engagement demonstrieren, dass wir unsere gesellschaftliche Verantwortung bejahen und ernst nehmen", sagte der Sprecher des Vorstands der Commerzbank. Auch die zahlreichen ehrenamtlichen Mitglieder der Sportvereine spürten diese Verantwortung. "Wir haben uns entschlossen, diese Initiative zu fördern, denn wird sind der Meinung, dass die Leistungen, die in den Sportvereinen für das Gemeinwohl und das soziale Zusammenleben in unserer Gesellschaft erbracht werden, unverzichtbar sind", betonte Klaus-Peter Müller. Das Engagement der vielen tausend Ehrenamtlichen in den Vereinen sollte stärker gewürdigt und mehr in das Bewusstsein der Bevölkerung gebracht werden. "Ich bin davon überzeugt, dass wir mit unserer Initiative eine sinnvolle und wichtige Entwicklung forcieren werden."

Der Geschäftsführer des Bereichs Breitensport im DSB, Wolfgang Baumann, erläuterte das Kommunikationskonzept, mit dem durch 10.000 Großplakate bundesweit rund 300.000 ehrenamtliche Funktionsträger gewürdigt und die Kooperation zwischen DSB und Commerzbank bekannt gemacht werden sollen. Hinzu kommen 30.000 Danke-Plakate, umfangreiche Informationen im Internet-Portal www.ehrenamt-im-sport.de, sowie ein jährlicher Förderpreis "Pro Ehrenamt", mit dem Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Medien ausgezeichnet werden, die positive Rahmenbedingungen für das Ehrenamt schaffen, - jeweils in Zusammenarbeit mit der Commerzbank.

Bei der Präsentation der Ehrenamtskampagne fehlte natürlich nicht ein typischer Vertreter der beispielhaften Zunft: vom nahmen TSV Raunheim der Vorsitzende Josef Kohl. Diverse TSV-Aktive zieren das Plakat, das möglichst viele Menschen in Deutschland ab Mitte Juli ansprechen soll.


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