Das „Grüne Band“ zu Gast in Mannheim

Hürdensprinterin Carolin Nytra überreichte die Trophäen an den Sportlernachwuchs.

"Das Grüne Band" für den Turnnachwuchs aus Mannheim. Quelle: dpa/picture-alliance
"Das Grüne Band" für den Turnnachwuchs aus Mannheim. Quelle: dpa/picture-alliance

Im Wasser, auf der Matte oder auf der grünen Wiese – vorbildliche Nachwuchsförderung ist überall möglich. Den Beweis erbrachten am Dienstagabend sieben Vereine aus dem Saarland, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen. Sie erhielten die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung mit dem „Grünen Band für vorbildliche Talentförderung im Verein“. Die begehrten Trophäen wurden durch die Deutsche Meisterin im Hürdensprint 2012, Carolin Nytra, überreicht. Freuen durften sich die Handballer des Opens external link in new windowSV 64 Zweibrücken, der Badminton-Nachwuchs des Opens external link in new windowSportvereins Fischbach 1959, der Opens external link in new windowJudosportverein Speyer 1959, die Kanurennsportler des Opens external link in new windowWassersportvereins Lampertheim 1929, die Football-Spieler der Opens external link in new windowSaarland Hurricanes, die Rugby-Abteilung des Opens external link in new windowHeidelberger Ruderclubs 1872 und die Kunstturnerinnen der Opens external link in new windowTurngemeinschaft Mannheim 1975.

Das „Grüne Band“ zeichnet nicht nur sportliche Erfolge aus, sondern bewertet auch soziale und pädagogische Aspekte, wie die Zusammenarbeit mit Schulen und anderen Institutionen oder die Doping-Prävention. „Nachwuchsarbeit ist in vielerlei Hinsicht auch gelebte Präventionsarbeit. Wir freuen uns, dass Themen wie ein verantwortlicher Umgang mit Medikamenten und Alkohol und die Dopingprävention immer stärker in die Jugendarbeit der Vereine integriert werden“, so Karin Augustin, die als Präsidentin des Landessportbundes Rheinland-Pfalz auch in der Jury des „Grünen Bandes“ sitzt. „Die Auszeichnung mit dem `Grünen Band` ist daher auch ein Dankeschön für das großartige Engagement der Vereine und ihre zumeist ehrenamtlichen Trainer, Betreuer und Helfer.“

Bereits im 27. Jahr werden Sportvereine für ihr besonderes Engagement in der Talentförderung ausgezeichnet. „`Fairness` und `Kompetenz` sind die zentralen Werte der Commerzbank, die von uns gelebt werden. Diese Werte sind ebenso im Sport von immenser Bedeutung, denn Fairplay und sportliche sowie soziale Kompetenz sind wichtige Zutaten für den Erfolg. Hierbei haben sich unter anderem die anwesenden Vereine und ihre Aktiven besonders hervorgetan“, lobte Martin Schuler, Regionalfilialleiter Mannheim bei der Commerzbank, der die Nachwuchs-Talente im Mannheimer „bootshaus“ begrüßte.

Eine Videobotschaft von der Weltmeisterschaft im Kunstturnen in Belgien schickte Olympiateilnehmerin Elisabeth Seitz, deren Heimatverein, die Turngemeinschaft Mannheim 1975, unter den diesjährigen Preisträgern ist. Sie gratulierte allen prämierten Clubs und war stolz auf die Auszeichnung für ihren Verein. Und das zu Recht: Die TG Mannheim 1975 verzichtet auf auswärtige Stars und vertraut auf den eigenen Nachwuchs. Denen werden ausgezeichnete Trainingsbedingungen unter der Aufsicht von acht Trainerinnen geboten. Von der „Purzelgruppe“ bis zur 1. Bundesliga.

Dass ausdauernde Nachwuchsarbeit sich auszahlt, beweisen auch die anderen prämierten Vereine.

Beim SV 64 Zweibrücken kümmert sich das 15-köpfige Trainerteam von Stefan Bullacher um die 14 Jugendmannschaften mit insgesamt 178 Aktiven. Durch Turniere, Camps, und Trainingslager sowie durch die Kooperationen mit der NADA und dem Olympiastützpunkt werden dem Nachwuchs optimale Entwicklungsbedingungen geboten.

Der Badminton-Nachwuchs des SV Fischbach 1959 sammelt Erfolge bei Bezirks- und Verbandsmeisterschaften wie am Fließband. 15 Nachwuchstalente wurden in dem von der Jury beurteilten Jahr 2012 in die Landeskader berufen, mit Fabian Hammes (B-Kader) sowie seiner Schwester Alina Hammes und Richard Domke (beide C-Kader) gehörten drei Athleten sogar der DBV-Auswahl an.

Das Förderkonzept des Judosportvereins Speyer 1959 verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und schließt auch die sozialen, pädagogischen, integrativen und schulischen Aspekte mit ein. Ein Baustein ist die Sportler-WG, in der vier Nachwuchshoffnungen zusammen leben, lernen und trainieren. Der Verein ist zudem anerkannter Stützpunkt des DOSB-Programms „Integration durch Sport“.

Bei den Kanurennsportlern vom Wassersportverein Lampertheim 1929 kümmerten sich zuletzt acht lizenzierte Trainer und fünf weitere Übungsleiter um die 105 Kinder und Jugendlichen der Kanurennsportabteilung. Konzeptionell baut die Arbeit des WSV auf einem sich überlappenden Drei-Stufen-Modell auf, das vom Breitensport über die Talentförderung bis zum Leistungssport reicht.

Die ‚JuniorCanes’ der Saarland Hurricanes holten im Juli den Junior Bowl XXXII – nur einer von vielen Belegen für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit. Einer der Erfolgsfaktoren ist die enge Vernetzung mit Schulen und Universitäten, dem Landes- und Spitzenverband sowie dem Olympiastützpunkt Saarbrücken.

Mit regelmäßigen Schulrugby-Turnieren, die vom Heidelberger Ruderklub in der Region organisiert werden, gelingt es immer wieder neue Talente für die körperbetonte Sportart zu begeistern und an den Verein mit seinen hervorragenden Trainingsbedingungen zu binden. Doch nicht nur der Nachwuchs profitiert von den tollen Gegebenheiten, sondern auch die Eltern, die mit gezielten Maßnahmen wie Elterntraining und Regelkunde ins Vereinsgeschehen einbezogen werden.  

Quelle:DOSB


  • "Das Grüne Band" für den Turnnachwuchs aus Mannheim. Quelle: dpa/picture-alliance
    "Das Grüne Band" für den Turnnachwuchs aus Mannheim. Quelle: dpa/picture-alliance

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