„Den olympischen Gedanken auf den Breitensport übertragen“

Mission Olympic sucht Deutschlands aktivste Stadt und wird dabei unterstützt von Coca Cola Deutschland. Dazu im Interview Uwe Kleinert, Leiter Corporate Responsibility der Coca-Cola GmbH.

 

Uwe Kleinert im Interview zu Mission Olympic.
Uwe Kleinert im Interview zu Mission Olympic.

DOSB PRESSE: Was bewegt Coca-Cola zu einer Initiative wie Mission Olympic? 

KLEINERT: Es gehört weltweit zum Selbstverständnis von Coca-Cola, dass wir uns dem Prinzip der Nachhaltigkeit verpflichtet fühlen und dabei mit unseren Mitteln auch zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beitragen. Wie in anderen Ländern auch wird in Deutschland, wo wir seit fast 80 Jahren aktiv und heute der größte Anbieter alkoholfreier Getränke sind, Bewegungsmangel zunehmend zur gesamtgesellschaftlichen Herausforderung. Coca-Cola ist seit Jahrzehnten für sein Sportengagement bekannt, unter anderem seit 1928 als ältester Partner der olympischen Idee. Da liegt es nahe, diese Tradition zu nutzen, um auch etwas für mehr Breitensport und Alltagsbewegung in unserer Gesellschaft zu tun. 

DOSB PRESSE: Ist dies eine Neuausrichtung Ihres Sportengagements? 

KLEINERT: Nein, eigentlich nicht. Denn Coca-Cola wird auch weiter im Spitzensport präsent bleiben, und wir sind auch schon seit langem im Breitensport engagiert. Unsere rund 80 Standorte unterstützen seit Jahrzehnten viele lokale Sportaktivitäten und Vereine. Und bereits Mitte der 90er Jahre haben wir ein nationales Programm für mehr Bewegung und Sport in Schulen gestartet. Zehn Jahre lang haben wir hier über zwei Millionen Jugendlichen recht erfolgreich gezeigt, wie sie sich im Schulalltag mit Spaß und Freude mehr bewegen können. Aber mit Mission Olympic haben wir sicher eine neue Qualität erreicht. 

DOSB PRESSE: Was ist das Besondere an Mission Olympic? 

KLEINERT: Mit dem Deutschen Olympischen Sportbund und Coca-Cola haben sich zwei Partner aus Sport und Wirtschaft gefunden, die den olympischen Gedanken auf den Breitensport übertragen. Dabei wollen wir nichts Neues erfinden, denn es gibt bereits unzählige Initiativen für mehr Bewegung und Sport. Ihnen geben wir eine Plattform, die das Engagement würdigt, aber auch andere zur Nachahmung anregen soll. Beiden Initiatoren ist es dabei wichtig, dass es um Bewegung und Sport insgesamt geht. Das betrifft den Vereins- und Breiten- ebenso wie den privat oder bürgerschaftlich organisierten Sport sowie die Alltagsbewegung insgesamt.  

DOSB PRESSE: Wie sieht Ihre erste Bilanz aus? 

KLEINERT: Wir alle - DOSB, Coca-Cola wie auch die Jury - waren überrascht von der großen Beteiligung, dem Engagement und der Kreativität sowohl der Städte und Stadtsportbünde als auch der über 2.000 privaten Initiativen. Das zeigt uns, dass in Deutschland schon sehr viel für Bewegung und Sport getan wird und dass wir den richtigen Ansatz gewählt haben, um dieses zu fördern und solchen Initiativen mehr gesellschaftliche Aufmerksamkeit zu geben. Außerdem sind viele neue Projekte entstanden, Partner haben sich vernetzt und damit gegenseitig gestärkt, regionalen und lokalen Medien der Alltagsbewegung und dem Breitensport mehr Aufmerksamkeit gewidmet. All das hat auch dazu geführt, dass durch Mission Olympic noch mehr Bewegung in unsere Gesellschaft gekommen ist.  

DOSB PRESSE: Und wie geht es weiter? 

KLEINERT: Jetzt kommt es zum Finale mit den traditionsreichen Festivals des Sports, nach denen wir im Herbst erstmals die aktivste Stadt Deutschlands bekannt geben können. Doch eigentlich sind schon heute alle teilnehmenden Städte Gewinner. DOSB und Coca-Cola würdigen dieses Engagement deshalb in einem Buch, in dem alle 98 Teilnehmerstädte mit je einem Projekt vorgestellt werden. Dieses Buch ist gleichzeitig eine einmalige Sammlung beispielhafter Bewegungsprojekte aus der Praxis für die Praxis, das wir allen Städten zur Verfügung gestellt haben. 

DOSB PRESSE: Jetzt wurde der Wettbewerb ein zweites Mal gestartet. Ist Mission Olympic für Coca-Cola ein längerfristiges Projekt? 

KLEINERT: Als wir Mission Olympic gemeinsam mit dem DOSB initiiert haben, waren wir vom Erfolg überzeugt, aber sicher konnten wir natürlich nicht sein. Heute wissen wir, dass wir einen wichtigen Nerv der Zeit getroffen haben. Deshalb haben wir den Wettbewerb erneut gestartet. Dabei möchten wir neue Akzente setzen und erneut aktuelle gesellschaftspolitische Themen aufnehmen. Wir richten einen Focus auf Sport und Bewegung an Schulen und schreiben hier einen Sonderpreis für die interessantesten Projekte aus.  

Außerdem werden wir einen noch stärkeren Wert auf Nachhaltigkeit der Bewegungsförderung legen und darauf, das bisher weniger Aktive an Sport und Bewegung herangeführt werden. Auch für Coca-Cola soll Mission Olympic ein nachhaltiges, also langfristiges Engagement sein. Solange das Interesse der Städte und der Öffentlichkeit an Mission Olympic so groß bleibt und nicht nachlässt, können wir uns eine Fortsetzung gut vorstellen.


  • Uwe Kleinert im Interview zu Mission Olympic.
    Uwe Kleinert im Interview zu Mission Olympic.

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