Der Deutsche Schulsportpreis macht‘s!

Beim Deutschen Schulsportpreis wurden jetzt Schulen und Vereine für ihre gelungene Zusammenarbeit ausgezeichnet. Nachahmungen sind erwünscht.

Sportpatin Mariama Jamanka mit Schülern der Siegerschule. Foto: dsj/Jürgen Engler
Sportpatin Mariama Jamanka mit Schülern der Siegerschule. Foto: dsj/Jürgen Engler

Der Deutsche Schulsportpreis hat am vergangenen Freitag (8. Juni) in Berlin einen runden Geburtstag gefeiert. Er wurde zum zehnten Male vergeben. Die Landesvertretung der Freien und Hansestadt Hamburg und die rund 100 geladenen Gäste, darunter Hamburgs Erster Bürgermeister und die Bob-Olympiasiegerin Mariama Jamanka als Sportpatin des Deutschen Schulsportpreises, boten einen höchst feierlichen und zugleich prominenten Rahmen für die Übergabe der Geldpreise in Höhe von 10.000 Euro, die an die drei Siegerschulen aus Rheinland-Pfalz, Hamburg und Nordrhein-Westfalen gingen. Das ist aber nur die halbe Wahrheit – denn:

Der Deutsche Schulsportpreis 2017/2018 wurde nicht zum ersten Mal nur an jeweils eine Schule, sondern in gleicher Weise auch an einen Sportverein vergeben, mit dem die betreffende Schule eng und erfolgreich zusammenarbeitet: „Der Schulsport macht‘s! – Der Sportverein als Partner und Mitgestalter der Ganztagsschulen“ lautete schließlich diesmal das Motto. Also gehörten Abordnungen der Turngemeinde 1861 Mainz-Gonsenheim, der TSG Bergedorf von 1860 und des TSV Dormagen 1920 selbstverständlich auch zu denjenigen, die die Preise in Empfang nehmen durften.

Das Thema Zusammenarbeit von Schule und Sportverein ist nicht neu, sondern ein Dauerbrenner, wenn es darum geht, Kindern und Jugendlichen Wege in den organisierten Sport zu öffnen. Relativ neu sind aber die Möglichkeiten für Sportvereine, die sich durch den flächendeckenden Ausbau von Ganztagsschulen seit einigen Jahren ergeben haben. Die ausgezeichneten Schulen haben auch ein glänzendes Zeugnis dafür abgegeben, wie vielfältig die Angebote inzwischen sind, mit denen sich auch und gerade Sportvereine hier einbringen und als Mitgestalter der Ganztagsschulen fungieren.

Der Deutsche Schulsportpreis, den der Deutsche Olympische Sportbund und die Deutsche Sportjugend gemeinsam ausloben, ist eine willkommene bundesweite Bühne, um diese gelungenen Beispiele zu würdigen: Nachahmungen erwünscht! Bei allen bildungspolitischen Schreckensnachrichten, die uns fast täglich aus verschiedenen Bundesländern erreichen (z.B. Fachlehrkräftemangel) und bei denen auch das Fach Sport betroffen ist (z.B. Stundenkürzungen), schreibt die Verleihung des Deutschen Schulsportpreises wenigstens mal eine positive Schlagzeile: „Der Deutsche Schulsportpreis macht‘s!“ ließe sich daher in Anlehnung an das diesjährige Ausschreibungsmotto ganz naheliegend formulieren.

(Autor: Prof. Detlef Kuhlmann)

In jeder Ausgabe der DOSB-Presse, die wöchentlich erscheint, gibt es einen Kommentar zu aktuellen Themen des Sports, den wir hier veröffentlichen. Diese mit Namen gezeichneten Beiträge geben nicht unbedingt die offizielle DOSB-Meinung wieder. 


  • Sportpatin Mariama Jamanka mit Schülern der Siegerschule. Foto: dsj/Jürgen Engler
    Sportpatin Mariama Jamanka mit Schülern der Siegerschule. Foto: dsj/Jürgen Engler

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