Der Weg ist das Ziel - Sportabzeichen bewegt auch Thüringen

Am 3. Juni 2008, legte die Sportabzeichen-Tour des DOSB einen Stopp in Thüringen ein. Bereits zum dritten Mal nach 1995 und 2001 machte der Sportabzeichentag Halt in Erfurt.

Doch nicht stillstehen lautete die Devise im Steigerwaldstadion, sondern „Teste deine Fitness“. Dem Ruf des Deutschen Sportabzeichens in die Landeshauptstadt folgten fast 1500 Thüringer. Schulen, Vereine, Kindergartenknirpse und 300 sportbegeisterte Einzelstarter nutzten den Sportabzeichentag bei idealen Wetterbedingungen zur Bewegung. „Sich der Herausforderung des sogenannten „Fitnessordens der Bundesrepublik“ zu stellen und die körperliche Fitness erfolgreich zu testen ist eine tolle Leistung.“, erklärte LSB-Geschäftsführer Rolf Beilschmidt mit der Stoppuhr in der Hand. Nur aufgrund einer Armverletzung war er nicht selbst am Start, sondern als Kampfrichter unterwegs. Sprinten, Werfen, Springen, Laufen und zum Abschluss ein Sprung ins erfrischende Nass. Das sind die Disziplinen des Deutschen Sportabzeichens in Kurzform. Vor allem die Pflichtprüfung Schwimmen wurde bei den warmen Sonnenstrahlen gerne angenommen. Zwar waren in Erfurt vorwiegend leichtathletische Disziplinen zu absolvieren, doch Vielseitigkeit ist Trumpf beim Sportabzeichen. So werden auch einige Alternativen wie Radfahren, Inlineskaten oder Turnen angeboten.

Ganzen Einsatz zeigten auch die Mitarbeiter des Landessportbundes Thüringen. Gemeinsam mit ihren ehrgeizigen Mitstreitern vom Thüringer Kultusministerium und dem Mitteldeutschen Rundfunk nahmen sie die sportliche Herausforderung erfolgreich an. Statt dem grauen Nadelstreifenanzug wurde die kurze Trainingshose aus dem Schrank geholt und statt grazilen Sommersandalen zierten Turnschuhe die Füße. Die Vorbildfunktion wurde mit zahlreichen Sportabzeichen in Gold, Silber und Bronze bemerkenswert unterstrichen.

Beobachtet wurde das quirlige Treiben von prominenten Blicken. Landtagspräsidentin Dagmar Schipanski machte sich ebenso auf den Weg ins Steigerwaldstadion, wie Birgit Pelke, Vizepräsidentin des Thüringer Landtags und Vorsitzende des Erfurter Stadtsportbundes.

Gelohnt hat es sich der Tag für alle Bewerber, auch wenn einige am Ende erschöpft im Gras lagen oder die Normen knapp verfehlten. Das goldene Metall des Sportabzeichens lachte jedenfalls mit der Sonne um die Wette, begeistert über die vielen sportbegeisterten Thüringer.

Wichtiger als die Prüfungen sind jedoch die Vorbereitungen auf das Sportabzeichen, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken sollten. Zwei bis dreimal pro Woche bewegen ist besser als ein noch so ausgiebiger Sport am Wochenende oder gar nur im Urlaub. Denn ganz ohne Training sind die Anforderungen nicht zu schaffen. Genau darin liegt der Sinn und Anreiz. Das Deutsche Sportabzeichen soll zur regelmäßigen Bewegung animieren.

Der Weg ist das Ziel. Und auf diesem macht sicher auch der Sportabzeichentag zukünftig wieder Halt im Freistaat.



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