Deutscher Schulsportpreis in Berlin überreicht

Der DOSB und die Deutsche Sportjugend haben am Freitag zum sechsten Mal den Deutschen Schulsportpreis vergeben. Der Preis geht an die Grundschule und den Turnverein 1890 e.V. im Wiesbadener Stadtteil Breckenheim.

Die Sieger des Deutschen Schulsportpreises aus Breckenheim zeigten ihr Können. Foto: dsj
Die Sieger des Deutschen Schulsportpreises aus Breckenheim zeigten ihr Können. Foto: dsj

Ingo Weiss, der Vorsitzende der Deutschen Sportjugend, überreichte in Berlin den Deutschen Schulsportpreis gemeinsam mit den Sportpaten Nina Eggert und Pascal Roller sowie Staatsekretär Thomas Härtel (Berlin) und Wolfgang Fröhlich von der Kommission Sport der Kultusministerkonferenz (KMK). Insgesamt ist der Deutsche Schulsportpreis mit 10.000 Euro dotiert.

Diesmal stand die Ausschreibung unter dem Thema „Sportverein und Schule“ – Gemeinsam für eine bewegte Zukunft! Gesucht wurden Kooperationen und Netzwerkbeispiele, die für eine gelungene Zusammenarbeit zwischen Sportverein und Schule stehen und Kindern und Jugendlichen ein bewegungsfreundliches Umfeld bieten.

Die Gewinner der diesjährigen Auszeichnung, die Grundschule und der Turnverein Breckenheim überzeugten die Jury mit einer langjährigen Kooperation, die seit 37 Jahren erfolgreich ist und bereits im Grundschulalter (oder davor) ansetzt. Allen Schülerinnen und Schülern der Grundschule wird eine kostenfreie Mitgliedschaft im Verein angeboten. So soll der Spaß am Sport vermittelt werden und ein Grundstein für ein lebenslanges Sporttreiben gelegt werden. Dazu hat der Turnverein sein Sportangebot den pädagogischen Grundsätzen der Schule angepasst. Das Vereinsangebot wird von 95 % der Schülerinnen und Schüler angenommen, die damit ihre wöchentlichen sportlichen Aktivitäten um 2,5 Stunden steigern. Ein Ergebnis ist, dass nur 5 % der Breckenheimer Kinder übergewichtig sind, viel weniger als in anderen Stadtteilen Wiesbadens.

Den zweiten Platz belegte die Antoniusschule Essen und Steeler Kanu Club 1923 e.V. aus Essen. Hier gibt es seit 2006 ein regelmäßiges Kanu-Angebot für die Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klasse. Eltern werden in die Kooperation mit eingebunden, denn der Steeler Kanu Club ist ein Familienverein, in dem allen Interessierten Grundkenntnisse im Kanusport vermittelt werden. An der Antoniusschule werden auch viele weitere Sportarten angeboten, dazu findet wöchentlich eine „Sportberatungsstunde“ statt. Viele Elemente der sportlichen Förderung sind inzwischen selbstverständlich in Unterricht und Schulleben integriert. Gesundheitsfördernde Ziele wie gesunde Ernährung, Bewegung, Spiel und Sport sowie Gemeinschaft mit Anderen, Teamgeist, verantwortungsbewusster Umgang mit sich und anderen und der Einklang mit Umwelt und Natur stehen im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit an der Antoniusschule.

Auf den dritten Platz kamen die Grundschule am Kollwitzplatz und ALBA BERLIN Basketballteam e.V., Berlin mit ihrem sportartübergreifenden Angebot für Berliner Grundschulen. Die von ALBA BERLIN zusammen mit der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung und interessierten Schulen konzipierte Idee der „Grundschule mit Sportprofil“ wird seit Anfang des Schuljahres 2008/2009 an acht Berliner Schulen umgesetzt. Dort leiten ALBA-Jugendtrainer gemeinsam mit den Sportlehrern bis zu drei zusätzliche Sport-Unterrichtsstunden pro Woche, um frühzeitig eine intensive und ganzheitliche sportliche Grundausbildung der Kinder zu erreichen. Trainer und Sportlehrer pflegen einen regen Austausch, bei dem die Schulen vom Know-how der Jugendtrainer profitieren, denen wiederum durch das Programm eine berufliche Perspektive eröffnet wird. „Mit viel Spaß werden hier wertvolle Inhalte vermittelt, über die Sportart Basketball, aber auch über das Sporttreiben hinaus, hin zu einem gesunden Lebensstil,“ sagte Staatsekretär Thomas Härtel in seiner Laudatio.

Die ausgezeichneten Schulen und Vereine hatten sich gegenüber 160 qualifizierten Bewerbungen durchgesetzt und wurden von einer Jury aus Experten der Kultusministerkonferenz (KMK) und des organisierten Sports unter der Leitung von Hans-Jürgen Kütbach ausgewählt.

Der Vorsitzender Deutschen Sportjugend Ingo Weiss, sagte dazu: „ Die Zahl der Bewerbungen um den Deutschen Schulsportpreis steigt von Jahr zu Jahr. Ich freue mich über die große Resonanz. Dass diesmal drei Grundschulen mit ihren jeweiligen Kooperationspartnern die ersten Plätze belegen, zeigt auch die Bedeutung der Kooperationen in diesem Bereich.“

Den Gewinner erwartet noch eine regionale Preisverleihung im November 2010.

Die Sieger im Wettbewerb „Deutscher Schulsportpreis 2009/2010“:

Platz 1: (5.000 Euro)
Grundschule Breckenheim und Turnverein 1890 e.V. Breckenheim, Wiesbaden (Hessen)

Platz 2: (3.000 Euro)
Antoniusschule Essen und Steeler Kanu Club 1923 e.V., Essen (Nordrhein-Westfalen)

Platz 3: (2.000 Euro)
Grundschule am Kollwitzplatz und ALBA BERLIN Basketballteam e.V., Berlin (Berlin)

Die Geldpreise sind zweckgebunden für die Kooperationsprojekte zu verwenden.


  • Die Sieger des Deutschen Schulsportpreises aus Breckenheim zeigten ihr Können. Foto: dsj
    Die Sieger des Deutschen Schulsportpreises aus Breckenheim zeigten ihr Können. Foto: dsj

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