Deutsches Sport-Know-How in Kambodscha, der Mongolei, Eritrea und Indonesien

Fünf DOSB-Experten sind im Herbst 2007 in Asien und Afrika im Einsatz, um bei der Entwicklung von Sportstrukturen und der Ausbildung von Fachleuten zu helfen.

 

 

Ohne Tore geht wenig im Sport. Der deutsche Entwicklungshelfer Klaus Blessing weiß auch bei einfachen Bedingungen Abhilfe. (Bild: Blessing)
Ohne Tore geht wenig im Sport. Der deutsche Entwicklungshelfer Klaus Blessing weiß auch bei einfachen Bedingungen Abhilfe. (Bild: Blessing)

Christian Zepp (aus Frechen) setzt vom 21. September bis zum 10. Dezember die Reihe erfolgreicher deutscher Sportexperten fort, die in Kambodscha für den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) die Nationale Volleyball-Liga der Behinderten und Kriegs-Versehrten unterstützten. Seine Zielgruppe sind dabei insbesondere die Trainer der 16 Teams der Kambodschanischen Volleyball Liga der Behinderten (CNVLD). Während der Vorbereitung und des Turniers selbst wird Zepp darüber hinaus die Funktion des Nationaltrainers bei den Weltmeisterschaften der Behinderten-Volleyballer im November und Dezember in Phnom Penh ausüben. Der ausgebildete Diplom-Sportwissenschaftler arbeitet derzeit als Assistent am Institut für Rehabilitation und Sport für Behinderte der Deutschen Sporthochschule Köln. Zuvor hat er auf verschiedenen Arbeitsfeldern umfangreiche Management-Erfahrungen im Sport gesammelt.

Noch bis zum 4. Oktober ist Dr. Winfried Spanaus (Krefeld) als Leichtathletik-Experte in der Mongolei im Einsatz. Dort wird er insgesamt 30 Trainerinnen und Trainer insbesondere in den Bereichen Sprint, Wurf und Lauf aus- und fortbilden. Spanaus hat sich in der Sportwissenschaft im Bereich Trainingslehre spezialisiert und zahlreiche Fachpublikationen veröffentlicht. Heute an einer Schule in Krefeld beschäftigt war er als Lehrer unter anderem auch schon an der Deutschen Schule Johannesburg (Südafrika) tätig.  Der aktive Ausdauersportler mit zahlreichen nationalen und internationalen Erfolgen besitzt die A-Lizenz des Deuschen Leichtathletik-Verbandes.
Gemeinsam mit Klaus Blessing (Frankfurt) befindet sich Jochen Figge (Bremen)) in der Zeit von Oktober bis zum Dezember in Eritrea. Einmal mehr ist es der Fußballsport, der ihn als Diplom-Sportlehrer in ein Entwicklungsland führt. Während Klaus Blessing mit einfachen landesverfügbaren Materialien Impulse für den Sportstättenbau gibt, unterstützt Figge die Aus- und Fortbildung von Trainerinnen und Trainern. Figge war als DFB-Lizenz-Trainer und technischer Direktor im Laufe der letzten drei Jahrzehnte 25 Jahre in ca. einem Dutzend Entwicklungsländern tätig. Klaus Blessing hatte zuletzt in Sri Lanka Wiederaufbauhilfe für Opfer der Tsunami-Katastrophe geleistet.
Mit Leif Eickhoff (Köln) kommt schließlich in Indonesien ein junger Sportwissenschaftler zur Unterstützung des Aufbaus dieser Disziplin zum Einsatz. Eickhoff ist an der Deutschen Sporthochschule in Köln Lehrkraft für Sportmanagement und war von 2000 bis 2006 u.a. auch Mitorganisator des Deutschen Sportökonomie-Kongresses. Die Universität Negeri Jakarta benötigt Experten wie ihn für einen grundständigen Studiengang, für den sie noch nicht über eigenen Lehrkräfte verfügt.

Alle genannten Projekte werden vom Auswärtigen Amt finanziert. Die Zuwendungen, von denen ein Teil für Sportgeräte- und Literatur verwendet werden kann, werden im Rahmen der Auswärtigen Kulturförderung zur Zusammenarbeit mit Ländern der Dritten Welt bereit gestellt. Die Auswahl der Experten koordiniert der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) in enger Zusammenarbeit mit den Fachverbänden.


  • Ohne Tore geht wenig im Sport. Der deutsche Entwicklungshelfer Klaus Blessing weiß auch bei einfachen Bedingungen Abhilfe. (Bild: Blessing)
    Ohne Tore geht wenig im Sport. Der deutsche Entwicklungshelfer Klaus Blessing weiß auch bei einfachen Bedingungen Abhilfe. (Bild: Blessing)

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