Die Akademien von Israel und Deutschland bauen Brücken

Anfang November fand das erste gemeinsame Seminar der Nationalen Olympischen Akademien von Israel und Deutschland statt.

Delegationen der Nationalen Olympischen Akademien aus Israel und Deutschland beim gemeinsamen Seminar. Foto: The Academic College at Wingate
Delegationen der Nationalen Olympischen Akademien aus Israel und Deutschland beim gemeinsamen Seminar. Foto: The Academic College at Wingate

Die deutsche Delegation wurde vom Stellvertretenden Vorsitzenden der Deutschen Olympischen Akademie, Prof. Dr. Manfred Lämmer, und DOA-Direktor Tobias Knoch geleitet. Mit dieser gemeinsamen Veranstaltung wurde das „Memorandum of Understanding“ zwischen den Nationalen Olympischen Komitees beider Länder verwirklicht, das vor zwei Jahren anlässlich der Maccabiah erneuert wurde.

Zwei inhaltliche Schwerpunkte prägten die Vorträge und Diskussionen:  Zum einen stand die Bedrohung der Universalität der Olympischen Bewegung im Blickpunkt. Die drohende Isolation des Staates Israels in der internationalen Sportwelt, entsprechende Boykotte sowie die Frage, mit welchen Maßnahmen man diesen Entwicklungen entgegentreten könnte, waren dabei Thema.

Der zweite Schwerpunkt bezog sich auf die Trainerausbildung in beiden Ländern. Hier ging es vor allem um den Austausch von Meinungen und Erfahrungen in Bezug auf unterschiedliche Konzepte – nicht nur im sportfachlichen Rahmen, sondern auch, was die Entwicklung von Führungspersönlichkeiten und den Umgang mit ethischen Anforderungen betrifft.

Die thematische Vielfalt spiegelte sich auch in der hochkarätigen Zusammensetzung der deutschen Delegation wider: Neben den angesprochenen Vertretern der DOA, von denen Prof. Dr. Manfred Lämmer mit seinem Einsatz für die deutsch-israelischen Beziehungen im Sport eine Pionierrolle auf diesem Gebiet einnimmt, nahmen

  • Uwe Becker (Bürgermeister der Stadt Frankfurt und Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft),
  • Michaela Engelmeier (Bundestagsabgeordnete a. D., Vizepräsidentin der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und Leiterin der Berliner Büros von MAKKABI Deutschland),
  • Alex Feuerherdt (freier Publizist und Autor),
  • Alon Meyer (Präsident von MAKKABI Deutschland),
  • Prof. Dr. Jürgen Mittag (Leiter des Instituts für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung an der DSHS Köln),
  • Prof. Dr. Lutz Nordmann (Direktor der Trainerakademie Köln des DOSB),
  • Frank Wieneke (Wissenschaftlicher Referent an der Trainerakademie Köln des DOSB, Olympiasieger im Judo 1984 und Silbermedaillengewinner 1988) und

·         Gert Zender (Präsident des Berufsverbands der Trainer/innen im Deutschen Sport)

am Seminar teil. Neben den Vertretern auf israelischer Seite nahmen auch Repräsentanten des Nationalen Olympischen Komitees sowie der Nationalen Olympischen Akademie von Guatemala als Gäste an den Veranstaltungen teil.

Die Veranstaltung hinterließ bei allen Beteiligten großen Eindruck, nicht nur aufgrund der hervorragenden Organisation – der Auftakt ist gelungen. Eine Fortführung ist bereits in Planung, die Wiederauflage soll dann allerdings auf deutschem Boden stattfinden. 

(Quelle: DOA)


  • Delegationen der Nationalen Olympischen Akademien aus Israel und Deutschland beim gemeinsamen Seminar. Foto: The Academic College at Wingate
    Teilnehmer*innen stehen in einem Seminarraum. Foto: The Academic College at Wingate

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