Die Bedeutung des Bundestags-Sportausschusses wächst

 

Nach vier Jahren SPD-Ägide geht der Vorsitz im Sportausschuss des Deutschen Bundestag wieder in die Hände der CDU über. Bei

der konstituierenden Sitzung des parlamentarischen Gremiums am kommenden Mittwoch wird der Salmrohrer Abgeordnete Peter Rauen zum Nachfolger des Sozialdemokraten Friedhelm Julius Beucher gewählt werden. Beucher verpasste in seinem Wahlkreis Bergneustadt die notwendige Mehrheit der Stimmen und auch über die Landesliste den Einzug in den Bundestag.

Zuvor hatte auch die SPD deutliches Interesse an dem Vorsitz angemeldet. Allerdings kam zwischen den beiden großen Parteien kein Einvernehmen über die Vergabe der Ausschüsse zu Stande, so dass das Zugriffsverfahren zur Anwendung kam. Während bei der SPD noch andere Prioritäten unter anderem für den Gesundheits-Ausschuss bestanden, nutzen CDU/CSU ganz früh die Chance und sicherten sich den Sportausschuss. Ihm kommt in den nächsten vier Jahren auf Grund der Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft und der anstehenden Bewerbung Deutschlands um die Olympischen Spiele 2012 erhöhte Bedeutung zu.

Für den 57-jährigen Rauen, der im Wahlkreis Bitburg in der Eifel gewählt wurde, sprach dessen langjährige Erfahrung im politischen Geschehen. Der bisherige stellvertretende CDU/CSU-Fraktions-Vorsitzende sitzt bereits seit 1987 im Bundestag und ist seit seiner Jugendzeit dem Fußball verbunden. Derzeit ist Rauen Präsident des Zweitligisten Eintracht Trier, eine Funktion, die er auch lange Jahre beim Lokalrivalen FSV Salmrohr inne hatte. Der Christdemokrat setzte sich in seiner Partei gegen die Konkurrenz von Christoph Bergner, früher Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt, und den ehemaligen Kunstturn-Weltmeister Eberhard Gienger durch.

In den anderen Sportausschuss-Ämtern der Parteien wird sich nicht viel ändern. Hinter Rauen wird Klaus Riegert aus dem schwäbischen Göppingen weitere vier Jahre als sportpolitischer Sprecher der CDU/CSU agieren. Diese Funktion übernimmt bei der SPD abermals Dagmar Freitag aus Iserlohn. Die Sportinteressen für Bündnis 90/Die Grünen wird weiter Winfried Hermann aus Tübingen vertreten. Bei der FDP soll das bisherige stellvertretende Mitglied Detlef Parr die Nachfolge des ausgeschiedenen Ex-Außenministers Klaus Kinkel antreten.

Der Ausschuss wurde entgegen erster Pläne nicht verkleinert und umfasst wie nach der letzten Bundestags-Wahl 15 Mitglieder. Die SPD stellt weiterhin sieben, CDU/CSU sechs, die beiden kleinen Parteien stellen je einen Abgeordneten. Neben Dagmar Freitag wurden von der SDP Peter Danckert (Dahme/Spreewald), Hans Büttner aus Ingolstadt, Reinhold Hemker aus dem Wahlkreis Steinfurt, Christine Lehder (Sonneberg/Saalfeld) und Jürgen Wieczorek aus Borna nahe Leipzig bestimmt. Von CDU/CSU wurden neben Rauen und Riegert noch Eberhard Gienger (Künzelsau), das bisherige Mitglied Peter Letzgus (Wahlkreis Elbe-Havel/Sachsen-Anhalt) sowie der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Bernd Heynemann (Magdeburg) benannt. Es fehlt noch die Benennung eines CSU-Abgeordneten.

Dem designierten Sportausschuss-Vorsitzenden Peter Rauen hat der Präsident des Deutschen Sportbundes, Manfred von Richthofen, ein Grundsatzgespräch über wichtige sportpolitische Anliegen und über die künftige Zusammenarbeit mit dem Bundestags-Sportausschuss angeboten.



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