Die Botschaft geht in die Länder: "Sport tut dem Saarland gut"

 

Die neue Gesellschaftskampagne des Deutschen Sportbundes (DSB) "Sport tut Deutschland gut" soll nach der nationalen Auftaktveranstaltung mit Bundespräsident Johannes Rau

in dessen Berliner Amtssitz Schloss Bellevue auch in den Ländern Einzug halten. Den Auftakt machte das Saarland mit einer Informations- und Diskussionsrunde in der Saarbrücker Spielbank, an der unter anderen die Ministerin für Inneres und Sport und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, An-negret Kramp-Karrenbauer, das Präsidiumsmitglied des Deutschen Sportbundes, Dr. Christa Thiel, und der Präsident des Landessportverbandes für das Saarland, Albert Wagner, teilnahmen. "Mit dieser Gesellschaftskampagne wollen wir nicht nur auf die positiven Effekte des Sporttreibens für die physische und psychische Gesundheit hinweisen, sondern auch die gesellschaftliche Bedeutung des lebenslangen Sporttreibens ins Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger rufen. Lebenslan-ges Sporttreiben muss in Deutschland als eine lebensbegleitende Aufgabe anerkannt werden", sagte die für den Sport zuständige saarländische Ministerin. Und DSB-Präsidiumsmitglied Dr. Christa Thiel, zugleich Präsidentin des Deutschen Schwimm-Verbandes, machte deutlich, wie flexibel einsetzbar der neue Slogan ist, in dem sie diesen gleich zweimal abwandelte in "Sport tut dem Saarland gut!" und "Schwimmen tut Deutschland gut!".

"Es ist eine tolle Sache, dass dem Deutschen Sportbund und der Sportministerkonferenz mit dieser Gesellschaftskampagne der Schulterschluss für die Manifestierung des Stellenwerts des Sports in Deutschland gelingt und wir damit gleichzeitig auf den individuell-physischen und sozialbürgerschaftlichen Mehrwert des lebenslangen Sporttreibens aufmerksam machen können", sagte Annegret Kramp-Karrenbauer mit dem Blick über die Grenzen des Saarlandes hinaus. An erster Stelle stehen für sie die vielfach beschriebenen positiven Effekte des Sporttreibens für die Bürgerinnen und Bürger. Die Ministerin erinnerte in Saarbrücken an einen Satz des Philosophen Arthur Schopenhauer, der einmal gesagt hat: "Die Gesundheit überwiegt alle äußeren Güter so sehr, dass wahrscheinlich ein gesunder Bettler glücklicher ist als ein kranker König." Alle politisch Verantwortlichen seien aufgerufen, darauf zu achten, dass auf dem Weg in die Wissensgesellschaft auch der Sport einen angemessenen Platz einnimmt. Dies sei gerade nach den Ergebnissen der PISA-Studie außerordentlich wichtig.

Die Ministerin räumte zwar ein, dass die immer wieder vom Deutschen Sportbund geforderte dritte Sportstunde im Saarland abgeschafft worden sei und aus finanziellen Gründen auch so bald nicht mehr eingerichtet werden könne, appellierte aber, auf andere Art und Weise mehr Bewegung in die Schulen zu bringen. Sie nannte ein Beispiel aus dem Saarland, wo sich einhundert von 170 Kindern einer Schule an dem Projekt "Sporteln auf dem Schulgelände" beteiligen. Sie fordert Bewegungskisten, Klettergerüste und andere Spielgeräte für die Schulen, um Bewegungsangebote zu schaffen, die über den klassischen Sportunterricht hin-aus gehen.

Dr. Christa Thiel machte in Saarbrücken deutlich, dass der organisierte Sport in der Vergangenheit für die Menschen in unserem Lande sehr viel geleistet hat. Dies soll mit der neuen Kampagne für jedermann und für jede Frau verständlich dargestellt werden. Sie wies darauf hin, dass bei angemessener Förderung noch angeahnte Kräfte für die gesamtgesellschaftliche Entwicklung mobilisiert werden könnten; zum Beispiel von der Vorschulerziehung bis zur Senioren- und Gesundheitspolitik.

Der Präsident des Landessportverbandes für das Saarland, Albert Wagner, hob hervor, dass in den Organisationsstrukturen des Sports abseits aller Kommerzgedanken ein wenigstens dreifaches Solidaritätssystem verankert ist: "Aktive und Inaktive helfen sich gegenseitig, genau so wie es Alte für Junge und die Breite für die Spitze tun." Schließlich wies Wagner noch auf die "gesamtpersönlichkeitsbildende Kraft des Sports" und die "individuelle Freude in der Gemeinschaft des Vereins" hin.

Der Vorsitzende der Fußballabeilung der DJK Sulzbach, Udo Scheidt, hat die Botschaft des DSB aufgenommen und in Projekte an der Basis umgesetzt. Er berichtete von einer erfolgreichen Sportabzeichentour, von gezielten Sportangeboten für Familien und von der Zusammenarbeit Schule und Verein unter dem Motto "Sport tut dem Sulzbachtal gut!". Der Direktor der Saarland-Sporttoto GmbH, Gerd Meyer, erläuterte schließlich die wichtige Rolle der GlücksSpirale, die mit ihren dem Sport zugeführten Erlösen seit Jahrzehnten ein bedeutender Partner des Deut-schen Sportbundes und seiner Mitgliedsorganisationen ist.



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