Die dsj erhält den Arno-Lustiger-Preis

Im Rahmen des 5. Deutschen Israelkongresses in Frankfurt am Main ist am Sonntag (25. November) der Arno-Lustiger-Ehrenpreis an die dsj verliehen worden.

Benny Folkmann (3.v.l.) und Jan Holze (4.v.l.) nehmen für die dsj den Arno-Lusitger-Preis entgegen. Foto: dsj
Benny Folkmann (3.v.l.) und Jan Holze (4.v.l.) nehmen für die dsj den Arno-Lusitger-Preis entgegen. Foto: dsj

Im Andenken an den Historiker, Publizisten und Widerstandskämpfer Arno Lustiger wird der Ehrenpreis an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens vergeben, die sich besonders für die bilateralen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Staat Israel verdient gemacht haben.

„In diesem Jahr geht der Arno-Lustiger-Preis an zwei Sportorganisationen, die sich in besonderer Weise gegen den wiederaufkeimenden Antisemitismus einsetzen und sich in herausragender Weise im Kampf gegen Antisemitismus mit ihrem Handeln und ihrem furchtlosen ‚Gesicht zeigen‘ verdient gemacht haben,“ sagte Michaela Engelmeier, Leiterin des Hauptstadtbüros von Maccabi Deutschland, in ihrer Laudatio. Die Auszeichnung ging an die Deutsche Sportjugend (dsj) sowie an Eintracht Frankfurt. Für die dsj nahmen der 1. Vorsitzende Jan Holze sowie der 2. Vorsitzende Benny Folkmann den Preis entgegen.

Die dsj erhielt den Preis für ihre langjährigen Verdienste bei der Bekämpfung des Antisemitismus und Förderung der Freundschaft im Sport zwischen Deutschland und Israel und der Solidarität zum Staat Israel. Jan Holze erklärte: „Es ist eine Ehre für die Deutsche Sportjugend, mit dem Arno-Lustiger-Ehrenpreis für unsere jahrzehntelangen Bemühungen um die bilateralen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland ausgezeichnet zu werden. Zugleich sehe ich darin einen Ansporn, in unseren Anstrengungen nicht nachzulassen.“

Die dsj fördert in Kooperation mit den Sportverbänden Maccabi Israel und Hapoel sowie mit Unterstützung durch ConAct – Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch Jugendbegegnungen zwischen deutschen und israelischen Sportvereinen. Benny Folkmann sagte: „In der heutigen Zeit ist es wichtiger denn je, junge Menschen aus Israel und Deutschland zusammen zu bringen. Der Sport ist hierfür die wunderbarste Möglichkeit, da die gemeinsame Sprache des Sports über die eigentliche Begegnung hinaus elementare Werte für ein friedliches und respektvolles Zusammenleben vermittelt.“

Die Austauschzusammenarbeit auf der Bundesebene begann 1965 mit einem ersten Studien- und Informationsprogramm der dsj in Deutschland. Diese Maßnahme gilt als nachvollziehbarer formeller Beginn des zentralen Jugendaustausches im Sport mit Israel. Die beiderseitige Würdigung der jugendpolitischen Bedeutung der geregelten Zusammenarbeit war, angesichts der durch die Schoah belasteten gemeinsamen Geschichte von Juden und Deutschen, von Beginn an ein Schwerpunkt. Es folgte die Einbeziehung von weiteren Elementen der Versöhnungs- und Verständigungspolitik bis zur interkulturellen Bildungsarbeit.

Seitdem hat sich die deutsch-israelische Austauschzusammenarbeit nicht nur politisch, sondern auch zahlenmäßig zu einer der wichtigsten internationalen Partnerschaften der dsj entwickelt und gehört zu den Prioritäten der internationalen Jugendarbeit.

Der bekennende Zionist Arno Lustiger, der sechs Konzentrationslager und zwei Todesmärsche überlebte, kritisierte stets den als Antizionismus verschleierten Antisemitismus. Gegen die Behauptung, die Juden hätten sich nicht gegen ihre Vernichtung durch ihre Feinde gewehrt, schrieb Arno Lustiger Zeit seines Lebens an. Frühere Preisträger waren 2011 der Journalist, Schriftsteller und Regisseur Ralph Giordano und 2013 der damalige Bundesvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Michael Sommer.

(Quelle: dsj)


  • Benny Folkmann (3.v.l.) und Jan Holze (4.v.l.) nehmen für die dsj den Arno-Lusitger-Preis entgegen. Foto: dsj
    Benny Folkmann (3.v.l.) und Jan Holze (4.v.l.) nehmen für die dsj den Arno-Lusitger-Preis entgegen. Foto: dsj

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