Die Sportjugend gestaltet die Gesellschaft von morgen

„In die Zukunft der Jugend investieren – durch Sport“ lautet das Credo der Deutschen Sportjugend. Dies sollte auf jeden Fall gelingen findet Autor Prof. Detlef Kuhlmann.

Bereits die ganz Kleinen haben Spaß im Sportverein. Foto: LSB NRW
Bereits die ganz Kleinen haben Spaß im Sportverein. Foto: LSB NRW

Termin, Thema und Tagungsort hätten nicht besser gewählt werden können: Der Festakt im außerparlamentarischen Teil der Vollversammlung der Deutschen Sportjugend (dsj) Ende Oktober in Berlin-Mitte am „Schlossplatz 1“ widmete sich „25 Jahre Mauerfall“ dort, wo einst „drinnen“ die Machthaber des DDR-Regimes regierten und wo sich „draußen“ das Volk die Freiheit nahm, für die Freiheit auf die Straße zu gehen.

Die ehemalige Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Christiane Bergmann (selbst mit DDR-Sportbiografie) erinnerte in ihrem Festvortrag genauso wie die Zeitzeugen-Diskutanten aus Ost und West danach die 300 überwiegend jungen Delegierten an die Aufbruchstimmung nach der Wende und an die führende Rolle der Sportorganisationen beim „unkomplizierten“ Zusammenwachsen von Ost und West.

Der Festakt der dsj bestand aber nicht nur aus einem Blick zurück. Eine Jugendorganisation muss den Blick auch nach vorn richten und am besten selbst Aufbruchstimung verkünden, zumal wenn sie wie die Deutsche Sportjugend der größte freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland ist, was selbst die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Caren Marks in ihrem Grußwort zu würdigen wusste.

Die dsj mit ihren Mitgliedsorganisationen übernimmt Verantwortung gegenüber Kindern und Jugendlichen, die vor Ort in den Vereinen tagtäglich anzutreffen sind. Da war von „freiwilligen“ Begegnungen von jungen Menschen die Rede, die über das Medium Sport ermöglicht werden, aber sonst nie zustande kommen würden. Da war von der „Lust auf Demokratie“ die Rede, die Jugendlichen durch Sport nicht nur vermittelt, sondern im Sport geradezu gelebt werden kann.

Sport gestaltet Gesellschaft lautet ein geläufiger Slogan, den der Deutsche Olympische Sportbund kürzlich sogar zu einem Buchtitel seiner Schriftenreihe apostrophiert hat. Sportjugend gestaltet Gesellschaft ist darin selbstverständlich eingeschlossen – mehr noch: Wenn die Sportjugend Gesellschaft gestaltet, dann gestaltet sie, allein weil sie junge Menschen erreicht, damit erst recht eine Gesellschaft von morgen.

Diese Gesellschaft baut auf den Sport. Die Deutsche Sportjugend hat sich das sogar explizit auf ihre Fahnen geschrieben: „In die Zukunft der Jugend investieren – durch Sport“ lautet ihr Credo. Dazu gibt es keine Alternative. Der umfangreiche Berichtsband, der zur Vollversammlung erstellt wurde, liefert reichlich Beweise, wo und in welcher Form die Deutsche Sportjugend bislang „profiliert“ investiert hat.

Mit der Aufbruchstimmung, den der alte bzw. neue Vorstand schon bei der Vollversammlung in Berlin verbreitet hat, sollte es gelingen, den Slogan mit sportivem Leben weiter zu füllen. Denn wer wollte nicht dabei mithelfen, den Sport zu nutzen, um in die Zukunft der Jugend investieren?

In jeder Ausgabe der DOSB-Presse, die wöchentlich erscheint, gibt es einen Kommentar zu aktuellen Themen des Sports, den wir hier als DOSB-Blog veröffentlichen. Diese mit Namen gezeichneten Beiträge geben nicht unbedingt die offizielle DOSB-Meinung wieder.


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    Bereits die ganz Kleinen haben Spaß im Sportverein. Foto: LSB NRW

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