Die Vielfalt des Sports

Elf Tage lang konnten sich 31 Sportarten bei den World Games in Cali/ Kolumbien präsentieren. Jörg Stratmann, Chefredakteur der DOSB-Publikationen, war vor Ort.

Die Kanupolo-Mannschaften wurden in Cali mit Gold belohnt. Foto: DOSB
Die Kanupolo-Mannschaften wurden in Cali mit Gold belohnt. Foto: DOSB

Boule und Korfball wird es so gehen. Auch Kanu-Polo und Rettungsschwimmen, Faustball oder Karate. Selbst ein Spiel wie Squash, das sich noch Hoffnung macht, im September ins Olympische Programm gewählt zu werden, wird demnächst wieder zurücktreten aus dem Scheinwerferlicht, das für elf Tage auf 26 offizielle und fünf Einladungssportarten der World Games leuchtete.

Zumindest war das subjektive Gefühl der Athletinnen und Athleten so. Sie durften bei den 9. Weltspielen der nicht-olympischen Sportarten in Cali ein Maß an Aufmerksamkeit genießen, dass den meisten von ihnen noch nie begegnet ist und manchem nie wieder so begegnen wird. Selbst Weltstars ihres Metiers nahmen dankbar das Interesse des neugierigen Publikums auf, das seinerseits froh schien, ein solches Ereignis des Weltsports in seiner Stadt begrüßen zu dürfen, die sich aus dunkler Vergangenheit nun endlich weltoffen und freundlich zeigen möchte.

Die World Games von Cali waren also ein besonderes Geben und Nehmen. Aber vor allem waren sie wieder ein Schaufenster für die Vielfalt des Sports, die immer wieder erstaunt. Zu dieser Vielfalt gehört, dass nicht alles jeden Geschmack trifft und manches allzu speziell daherkommt. Das liegt in der Natur der Sache. Doch auch für den Sportfreund, der schon alles gesehen zu haben glaubt, gibt es manchen Schatz zu entdecken.

Die Erfahrung, nur alle vier Jahre in den Blickpunkt zu geraten, machen auch olympische Sportarten. Aber die Nische, in der Faustballspieler, Finschwimmer oder auch Ju-Jutsu-Kämpfer ihrem Metier nachgehen, liegt noch ein wenig versteckter. Aber sie machen den verblüffenden Variantenreichtum des Kulturguts Sports erst komplett.

Schon jetzt wird großartige Arbeit geleistet. Das zeigt das Gesamtergebnis. Und ganz nebenbei waren die deutschen Athletinnen und Athleten glänzende Botschafter ihres Landes. Das bestätigte ein Kenner wie der Leiter der Deutschen Schule in Cali.

Auch das ist förderungswürdig. Zumindest äußerte sich Gerhard Böhm, als Abteilungsleiter Sport im Bundesministerium des Innern einige Tage auf Erkundungsreise in diesen exotischen Gebieten des Sports, "zuversichtlich, dass wir zu einer guten Lösung gelangen". Der Sport hätte nichts dagegen, wenn sich die Reihe der guten Nachrichten um die World Games so verlängern ließe.


  • Die Kanupolo-Mannschaften wurden in Cali mit Gold belohnt. Foto: DOSB
    Die Kanupolo-Mannschaften wurden in Cali mit Gold belohnt. Foto: DOSB

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