DJK-Bundessportfest: Inklusive Meisterschaften

Der DJK-Sportverband ist startklar für seine inklusiven Titelkämpfe, den gemeinsame Meisterschaften für Menschen mit und ohne Behinderung, vom 6. bis 9. Juni in Mainz.

Felicitas Merker, DJK Rheinkraft Neuss und Stefan Wink, Geschäftsführer des DJK-Diözesanverbandes Mainz bei der Pressekonferenz zum Bundessportfest. Foto: DJK
Felicitas Merker, DJK Rheinkraft Neuss und Stefan Wink, Geschäftsführer des DJK-Diözesanverbandes Mainz bei der Pressekonferenz zum Bundessportfest. Foto: DJK

Nur alle vier Jahre treffen sich die Athleten des DJK-Sportverbandes zu ihren Titelkämpfen. 19 Sportarten stehen auf dem Programm, die rund 5.000 Teilnehmer sind auf 30 Wettkampfstätten im Einsatz. Da, wo es möglich ist, wird inklusiv um die Medaillen gekämpft. „Mission possible - die Mission ist möglich!“, so DJK-Präsident Volker Monnerjahn in Anspielung auf das Motto des abendlichen Empfangs zum Auftakt des DJK-Bundessportfestes. Am 6. Juni wollen hier die Vertreter der Behindertensportverbände und der DJK-Sportverband eine gemeinsame Erklärung unterzeichnen, welche die Förderung des inklusiven Sportangebots zum Ziel hat. „Man muss Wege suchen, damit es geht. Nicht alles ist kompatibel. Aber wir schaffen hier eine Form von Teilhabe und möchten, dass unsere Mitglieder das beim DJK-Bundessportfest erleben und mitnehmen in ihre Vereine“, begründete Volker Monnerjahn das inklusive Angebot, das nach dem Pilotprojekt 2010 in Krefeld nun erheblich erweitert wurde.

Felicitas Merker (DJK Rheinkraft Neuss), Leichtathletin und Silbermedaillengewinnerin im Stabhochsprung bei der Gehörlosen-WM, wird in Mainz an den Start gehen und bringt gleich die Nationalmannschaft der Gehörlosen mit. Die 22-jährige Studentin der Sporthochschule Köln berichtete auf der DJK-Pressekonferenz von den positiven Erfahrungen beim 16. DJK-Bundessportfest in Krefeld. Ihr Auftritt damals, so Felicitas Merker, sei sowohl für sie selbst als auch für die anderen Starterinnen erst einmal etwas Ungewohntes gewesen. Aber es habe funktioniert und für Merker selbst nicht zuletzt durch ihren Sieg im Diskuswerfen beeindruckend gewesen. „Ich habe den anderen von der Gehörlosen-Nationalmannschaft gesagt, da müsst ihr hin, das müsst ihr mal erleben“, so Merker, die in Mainz gemeinsam mit der Olympiazweiten im Siebenkampf, Lilli Schwarzkopf, den Sportlereid sprechen wird.

Inklusive Meisterschaften und Begegnungswettkämpfe

Inklusive Meisterschaften gibt es zu Pfingsten unter anderem auch im Tischtennis, Judo, Schach, Sportkegeln und Faustball. Außerdem stehen so genannte „Begegnungswettkämpfe“ auf dem Programm, so zum Beispiel ein Unified Fußballturnier (Sportler mit und ohne geistige Behinderung). Die Mainzer Bevölkerung will man mit einer inklusiven Sport- und Spaßmeile am 7. Juni in der Innenstadt für die Idee begeistern. Alle inklusiven Angebote in Mainz organisierte der DJK-Sportverband in enger Zusammenarbeit mit den Behindertensportverbänden. Die Wettbewerbe wurden zudem für behinderte Athleten, die nicht dem DJK-Sportverband angehören, geöffnet.

Ein gemeinsamer Pfingstgottesdienst gehört zur Tradition der DJK-Bundessportfeste. In Mainz wird der Bischof von Mainz, Karl Kardinal Lehmann, den zentralen Gottesdienst im Dom halten. Dieser lud auf der Pressekonferenz persönlich dazu ein, Sport und Spiritualität zu erleben: „Pfingsten hat durchaus etwas mit dem gesundem Sport zu tun, denn Gottes schöpferischer Geist fördert Lebensfreude und weckt Begeisterung.“ Kardinal Lehmann lobte die ganzheitliche Ausrichtung des DJK-Sportverbandes, der sich dem ganzen Menschen annehme und sich nie auf Leistung allein eingeengt habe. Die inklusive Ausrichtung des DJK-Bundessportfestes sieht der Mainzer Bischof als große Chance. „Wir haben gelernt, dass Behinderte, wenn man ihnen eine Chance gibt, viel mehr leisten können, als man oft denkt.“  Allerdings machte Kardinal Lehmann am Mittwoch auch deutlich, dass es für ihn Grenzen der Inklusion gibt. „Wir wollen keine übliche Gleichmacherei, wo sie nicht angezeigt ist.“

Motto der Veranstaltung: „GeMainzam beGeistern“

Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling, zusammen mit Kardinal Lehmann und Lilli Schwarzkopf Schirmherr der Veranstaltung, freute sich als Gastgeber der Pressekonferenz im Mainzer Rathaus auf das olympische Flair der Veranstaltung, die nach 1977 zum zweiten Mal in der Landeshauptstadt stattfindet. Und hier hat der DJK-Sportverband auch für die Bürger von Mainz einiges auf die Beine gestellt: Neben der inklusiven Sport- und Spaßmeile lockt ein Open Air am Sonntagabend auf den Domplatz, Radio RPR1 veranstaltet eine Beachparty am Mainz Strand und Familien sollten sich nicht das Erlebnisturnen in der Halle des TSV Schott entgehen lassen.

Sportliche Wettkämpfe auf überregionalem Niveau, inklusive Begegnungen, Musik und Spaß am Abend sowie spirituelle Angebote zum Pfingstfest: Das DJK-Bundessportfest gehört, wie der Mainzer Sportdezernent Günter Beck betonte, nicht nur zu den sportlichen Highlights des Jahres, es bezieht auch eine ganze Stadt mit ein und möchte – ganz nach dem Motto der Veranstaltung – „GeMainzam beGeistern“.  Dass dies nicht ohne freiwillige Helferinnen und Helfer gelingt, machte der Geschäftsführer des DJK-Diözesanverbandes Mainz, Stefan Wink deutlich: „ Die meisten Menschen, die in der Organisation mitarbeiten, kommen aus unseren Vereinen und machen das ehrenamtlich. Dazu kommen Volunteers. Das DJK-Bundessportfest ist daher auch ein Beispiel von großem bürgerschaftlichen Engagement.“

(Quelle: DJK)


  • Felicitas Merker, DJK Rheinkraft Neuss und Stefan Wink, Geschäftsführer des DJK-Diözesanverbandes Mainz bei der Pressekonferenz zum Bundessportfest. Foto: DJK
    Felicitas Merker, DJK Rheinkraft Neuss und Stefan Wink, Geschäftsführer des DJK-Diözesanverbandes Mainz bei der Pressekonferenz zum Bundessportfest. Foto: DJK

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