Dopingopfer: NOK-Chef Tröger bekräftigt moralischen Anspruch

In einem aktuellen Interview mit der Netzeitung hat der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland (NOK), Walther Tröger, den moralischen Anspruch von Doping-Opfern bekräftigt:

 

 

 

"Seit mehreren Jahren, nicht erst seit Monaten, habe ich vorgeschlagen, dass sich der Deutsche Sportbund und die Politik der grundsätzlichen Seite dieser Angelegenheit annehmen. Und ich habe in dieser Zeit immer wieder erklärt, dass wir den moralischen Anspruch der Opfer grundsätzlich anerkennen und uns einer gemeinsamen Behandlung anschließen wollen. Ich habe mich allerdings dagegen gewehrt, dass das allein auf das NOK fokussiert wird und Ansprüche erhoben werden, ohne die Anspruchsgrundlagen sorgfältig geprüft zu haben", erklärte Tröger der Internet-Zeitung.

 

 

 

Tröger bedauerte darüber hinaus, dass Doping Opfer lange Zeit nicht den direkten Kontakt gesucht haben, was allerdings zwischenzeitlich durch ein entsprechendes Schreiben geschehen sei.

 

 

 

Seine bei der NOK-Mitgliederversammlung am 3.11. in Hamburg geäußerte Kritik gegenüber einem Sporthistoriker, der Ringer-Vizepräsident Tünnemann aufgrund von Dokumenten zum Doping in der DDR zum Rücktritt aus allen Ämtern aufgefordert hatte, präzisierte Tröger in dem Interview:

 

 

 

"Solche Forderungen mit der Veröffentlichung in den Medien zu verbinden, bevor überhaupt die Beteiligten unterrichtet worden sind, halte ich für unwissenschaftlich. Und dazu stehe ich auch weiterhin. Das habe ich Herrn Dr. Spitzer auch selber mitgeteilt".

 

 

 

Angesprochen auf die von ihm erwogene Möglichkeit, auch die Universität Potsdam von diesem Standpunkt unterrichten zu wollen, sagte Tröger der Netzeitung lediglich: "Es geht dabei um eine Grundsatzfrage und nicht darum, Druck auszuüben" und ergänzte: "Da ich das aber nur in einem persönlichen Brief angedeutet habe, werde ich mich dazu öffentlich nicht äußern".

 

 

 

 

 

 

 



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