DOSB-Neujahrsempfang mit Münchens Oberbürgermeister Ude

Zu seinem Neujahrsempfang hat der DOSB am Freitag Mittag im Kaisersaal des Frankfurter Römers rund 300 Gäste aus Sport, Politik, Wirtschaft und Medien begrüßt.

Im Frankfurter Kaisersaal: Gastredner Christian Ude eingerahmt von Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth und DOSB-Präsident Thomas Bach. Copyright: picture-alliance
Im Frankfurter Kaisersaal: Gastredner Christian Ude eingerahmt von Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth und DOSB-Präsident Thomas Bach. Copyright: picture-alliance

Dabei lenkten DOSB-Präsident Thomas Bach und Gastredner Christian Ude, Oberbürgermeister von München, den Blick auf die Olympischen Winterspiele, die in drei Wochen in Vancouver beginnen, aber auch darüber hinaus auf die Münchner Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018. Ude nutzte die Gelegenheit, um der jüngsten Kritik an der Bewerbung vehement zu widersprechen. 

„Unserer Mannschaft steht in Vancouver ein heißer Tanz bevor“, sagte Bach. Niemals zuvor sei weltweit so viel Geld und Know-how in den Leistungssport investiert worden wie gegenwärtig. Zwar trete das deutsche Olympiateam bei den Winterspielen als Titelverteidiger in der inoffiziellen Nationenwertung an. Aber, ergänzte Bach, „deshalb wären wir genauso zufrieden, wenn sich die Mannschaft unter den ersten Drei platziert. Wir begleiten sie mit Zuversicht und hoffen, dass sie ihr Ziel mit fairen Mitteln erreicht.“

Deutsches Team soll in Vancouver Münchner Bewerbung unterstützen

Die zweite Aufgabe des Teams sei, die Münchner Bewerbung zu unterstützen, sagte Bach. „In diesem Wettbewerb geht es nur um Gold.“ Die deutschen Athletinnen und Athleten könnten dabei mit ihrem Auftritt Sympathie und Enthusiasmus wecken. Die Bewerbungsgesellschaft werde das aufnehmen und umsetzen. Bach: „Es gibt keine zweite Chance für einen guten ersten Eindruck, damit die Welt des Sport angesteckt wird von unserem Willen, die Spiele auszurichten und zu feiern.“

Gemeinsam mit der Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth und DOSB-Generaldirektor Michael Vesper hieß der DOSB-Präsident deshalb vor allem Ude willkommen. Der Oberbürgermeister der Bewerberstadt warb für das Vorhaben und wies dabei die negative Bewertung einer aktuellen Umfrage in Garmisch-Partenkirchen zurück, nach der 57 Prozent der Bevölkerung der Bewerbung zustimmten und 27 Prozent sie ablehnten. 16 Prozent der Befragten zeigten sich unentschlossen.

Ude rechnete hoch, dass es damit eine Zweidrittel-Mehrheit für Olympia gebe. „Damit war ich als Kommunalpolitiker immer zufrieden», sagte der SPD-Politiker. „Ich denke, am Ende wird sich sogar eine Dreiviertel- Mehrheit finden. Und wenn es 2018 zur Eröffnung der Winterspiele in München kommt, wird sich niemand mehr daran erinnern, dagegen gewesen zu sein. Es wird nur noch ein Gerangel um die Platzkarten geben.“

Bewerbungskonzept 2018 wird ökologischen Aspekten vollauf gerecht

Ude verwies auch auf die starke Unterstützung seitens der Politik: 90 Prozent Zustimmung im Bundestag und mehr als 80 Prozent im Bayerischen Landtag. „Wie viel Zustimmung soll denn noch beigebracht werden, dass die Medien es akzeptieren, dass die Bewerbung auf breiter Mehrheit basiert?“ fragte Ude. „Den einen oder anderen kritischen Punkt zum Anlass zu nehmen, die olympische Idee infrage zu stellen, halte ich für sträflich und ausgesprochen dumm“, sagte er.

Angesichts vieler ökologischer Projekte der Bewerbung halte er die Kritik einzelner Umweltschützer für sehr ungerecht. Das Bewerbungskonzept werde ökologischen Ansprüchen vollauf gerecht. „Wir haben die Chance, ein neues Kapitel in der Sportgeschichte aufzuschlagen“, sagte Ude. „Davon sollte mehr die Rede sein.“

Auch das Finanzkonzept in einer Gesamthöhe von drei Milliarden Euro verteidigte Ude gegen negative Töne. „Wir verzeichnen zunehmend Erfolge dabei, die Kosten mit Hilfe von Sponsoren und nicht mit öffentlichen Geldern zu decken“, sagte er und kündigte an. „Sie werden in den nächsten Wochen Schlag auf Schlag von weiteren Großsponsoren hören.“

Ude verwies auch auf die Willkommensfeier der deutschen Olympiamannschaft am 2. März auf dem Münchner Rathausplatz. „Dann wird die Sportbegeisterung einer Großstadt zu besichtigen sein“, sagte er.

Viele sportliche Saisonhöhepunkte 2010

DOSB-Präsident Thomas Bach erinnerte an zwei weitere große Sportereignisse im Sommer dieses Jahres. die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika und die ersten Olympischen Jugendspiele in Singapur. „Wir freuen uns auch über das großartige Zeichen, das mit der WM für Afrika verbunden ist“, sagte Bach. Außerdem werde der DOSB alles tun, dass die zwei Ziele bei der Premiere der Jugendspiele, „dieser großen Initiative des Internationalen Olympischen Komitees“, erreicht würden: den Sport mit kulturellen und erzieherischen Werten zu verbinden.

Er sei glücklich, dass der deutsche Sport dabei gleich zweifach ausgezeichnet werde, sagte Bach. Zum einen ist Berlin die einzige europäische Station für die Fackel auf dem Weg nach Singapur. Zum zweiten kommt eine von weltweit 30 Jugendbotschaftern für die Spiele aus Deutschland. Bach und DOSB-Leistungssportdirektor Ulf Tippelt überreichten Karolin Weber ein Paket mit der Botschafter-Ausstattung.


  • Im Frankfurter Kaisersaal: Gastredner Christian Ude eingerahmt von Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth und DOSB-Präsident Thomas Bach. Copyright: picture-alliance
    Im Frankfurter Kaisersaal: Gastredner Christian Ude eingerahmt von Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth und DOSB-Präsident Thomas Bach. Copyright: picture-alliance
  • Thomas Bach und DOSB-Leistungssportdirektor Ulf Tippelt überreichten Karolin Weber ein Paket mit der Botschafter-Ausstattung für die Olympischen Jugendspiele im Sommer in Singapur. Copyright: picture-alliance
    Thomas Bach und DOSB-Leistungssportdirektor Ulf Tippelt überreichten Karolin Weber ein Paket mit der Botschafter-Ausstattung für die Olympischen Jugendspiele im Sommer in Singapur. Copyright: picture-alliance

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