DOSB-Präsidium diskutiert Vancouver-Ergebnisse

Das DOSB-Präsidium hat auf seiner 33. Sitzung am Dienstag in Frankfurt/Main eine erste Kurzanalyse des Abschneidens der deutschen Olympiamannschaft bei den Winterspielen in Vancouver diskutiert.

André Lange führte als Fahnenträger das deutsche Olympia-Team bei der Eröffnungsfeier zu den Winterspielen in Vancouver an. Copyright: picture-alliance
André Lange führte als Fahnenträger das deutsche Olympia-Team bei der Eröffnungsfeier zu den Winterspielen in Vancouver an. Copyright: picture-alliance

Präsident Thomas Bach unterstrich, dass es verstärkter Anstrengungen bedarf, um im immer globaler werdenden Wintersport auch in Zukunft mithalten zu können. So gab es in Vancouver eine Verschiebung der Medaillengewinne von Europa nach Nordamerika. „Umso höher ist das Ergebnis unserer Mannschaft einzuschätzen. Trotz des Abwärtstrends europäischer Teams haben wir noch eine Medaille mehr als vor vier Jahren in Turin gewonnen“, sagte Thomas Bach. Deutschland belegte mit zehn Gold-, 13 Silber- und sieben Bronzemedaillen Rang zwei des inoffiziellen Medaillenspiegels hinter Gastgeber Kanada (14/7/5). Hinzu kamen 48 Platzierungen auf den Rängen vier bis zehn.

Bach mahnte, dass es zur Förderung der sogenannten neuen Sportarten wie Snowboard, Freestyle und Shorttrack neuer Förderstrukturen bedarf. „Dafür müssen sich unsere traditionellen Vereinsstrukturen öffnen, sonst gewinnen wir in diesen Sportarten auch zukünftig keine Medaillen“, erklärte Bach.

Breite Zustimmung für Münchens Olympiabewerbung 2018

Der DOSB-Präsident berichtete zudem von der konstituierenden Sitzung des Kuratoriums der Bewerbungsgesellschaft München 2018 im Anschluss an die Willkommensfeier der deutschen Olympiamannschaft am 2. März in München. Dem Kuratorium der Bewerbungsgesellschaft gehören unter Vorsitz von Katarina Witt prominente Persönlichkeiten aus Sport, Politik, Wirtschaft, Kirche und Kultur an. Darunter sind unter anderem der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, Münchens Oberbürgermeister Christian Ude, Bundesinnenminister Thomas de Maiziere, die Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, Münchens Alt-OB Hans-Jochen Vogel, und der Bayrische Landesbischof Johannes Friedrich.

„Dies unterstreicht die breite Zustimmung für die Bewerbung über alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens hinweg“, sagte Bach und betonte auch die besondere Rolle des Fußballs, der die Olympiabewerbung auf allen Ebenen unterstützt. Im Kuratorium wird er durch Theo Zwanziger und Franz Beckenbauer vertreten. „Der Fußball mit dem DFB und seinem Präsidenten Theo Zwanziger an der Spitze hat die Bewerbung von Beginn an mitgetragen. Wir sind insbesondere Theo Zwanziger für die breite nationale und internationale Unterstützung dankbar. Durch die in Vancouver bekannt gegebene Kooperation mit der Bundesliga ist diese Partnerschaft noch einmal ausgeweitet worden“, sagte Thomas Bach.

Freiwilliges Soziales Jahr im Sport gefährdet

Das Präsidium diskutierte darüber hinaus über die veränderten Rahmenbedingungen für das Freiwillige Soziale Jahr im Sport. Hier droht dem DOSB und seinen Mitgliedsorganisationen eine Mittelkürzung um 5,8 Millionen Euro. Dies entspricht einer Kürzung um 83 Prozent. Wenn die jetzigen Zuwendungen nicht mehr zur Verfügung stehen, können sich viele Vereine die Stellen nicht mehr leisten. Der DOSB wird diesbezüglich das Gespräch mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend suchen.


  • André Lange führte als Fahnenträger das deutsche Olympia-Team bei der Eröffnungsfeier zu den Winterspielen in Vancouver an. Copyright: picture-alliance
    André Lange führte als Fahnenträger das deutsche Olympia-Team bei der Eröffnungsfeier zu den Winterspielen in Vancouver an. Copyright: picture-alliance

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