DOSB-Präsidium: Sportentwicklung, Olympiavorbereitung und Baden-Baden im Fokus

Die wachsende gesellschaftliche Bedeutung des Sports, die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in London und die Olympischen Jugendwinterspiele Innsbruck 2012 sowie der Festakt “30 Jahre Olympischer Kongreß Baden-Baden 1981” standen am Mittwoch in Frankfurt im Mittelpunkt der 44. Präsidiumssitzung des Deutschen Olympischen Sportbundes.

 

Zustimmung fand der im Juni vorgelegte Sportentwicklungsbericht, der in zweijährigem Rhythmus gesellschaftliche Trends auf dem Gebiet des Sports wissenschaftlich aufbereitet. Der Bericht sei eine eindrucksvolle Gesamtschau, von der jeder Sportverein profitieren könne und die Hinweise gebe, dass der Sport im Gegensatz zu anderen Bereichen der Zivilgesellschaft weiter wachse.

 

DOSB-Generaldirektor Michael Vesper berichtete vom Vorbereitungstreffen der Chefs de Mission (Mannschaftsleiter) für die Olympischen Sommerspiele London 2012. Die Wohnungen für das deutsche Team im Olympischen Dorf sind bereits reserviert, für die Eröffnungsfeier haben die Gastgeber eine beeindruckende Inszenierung angekündigt. Für die Youth Olympic Games 2012 berichtete der scheidende DOSB-Leistungssportdirektor Ulf Tippelt, dass Innsbruck im Januar und Februar eine kompakte Sportveranstaltung mit lebendigem Rahmen- und Kulturprogramm für die Nachwuchsathleten organisiert. Deutschland wird ein ca. 60-köpfiges Team entsenden können. Mit Snowboarderin Nicola Thost, Rodler Alexander Resch, Skeleton-Pilotin Kerstin Szymkowiak und Curler Ulrich Kapp werden vier sympathische frühere Olympiateilnehmerinnen und -teilnehmer das Team begleiten. Sie werden den Jugendlichen als sportliche Vorbilder und Ansprechpartner im Konzept der Jugendspiele („athlete role models“) zur Verfügung stehen.

 

Zum Festakt „30 Jahre Olympischer Kongreß Baden-Baden 1981“ im Kurhaus der Stadt am 28. September 2011 konnte DOSB-Präsident Thomas Bach hochkarätige Zusagen vermelden: Neben IOC-Präsident Jacques Rogge werden der ungarische Staatspräsident und Doppelolympiasieger im Fechten, Pal Schmitt, ebenso teilnehmen wie der monegassische Fürst Albert II. oder olympische Größen wie Nadja Comaneci, Kipchoge Keino, Lord Sebastian Coe und Frank Fredericks. „Die Zusammensetzung der Teilnehmer macht deutlich, wie wichtig die Weichenstellungen des Baden-Badener IOC-Kongresses waren und bis heute sind“, sagte Bach.

 

Das DOSB-Präsidium befasste sich auf seiner Sitzung mit einem Bericht von DOSB-Vizepräsidentin Bildung und Olympische Erziehung, Gudrun Doll-Tepper, zum Aktionsplan des Bundeskabinetts zur UN-Behindertenrechtskonvention. Die Konvention setzt auf „Inklusion“ Behinderter – gemeint sind Zugang und Teilhabe an gesellschaftlichen Handlungsfeldern insbesondere für Kinder und Jugendliche. Der Sport hält hier vielfältige und zahlreiche Angebote vor. Das DOSB-Präsidium sieht die Chance, gemeinsam mit den Behindertensportverbänden Verantwortung und Chancen des Sports auf dem Feld von Inklusion und Integration zu verdeutlichen.

 

Das DOSB-Präsidium verabschiedete Leistungssportdirektor Ulf Tippelt, der Ende des Monats in seine Position als Generalsekretär des Landessportbundes Sachsen nach Leipzig zurückkehrt. DOSB-Präsident Thomas Bach dankte Tippelt im Namen des Präsidiums für seine erfolgreiche Arbeit und begrüßte zugleich „Heimkehrer“ Bernhard Schwank: Der Vorgänger Tippelts wird zugleich dessen Nachfolger. Schwank kehrt nach seiner Geschäftsführertätigkeit für die Bewerbungsgesellschaft München2018 als Direktor Leistungssport zum DOSB zurück.

 

 

 

 



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