DOSB und Bundeswehr setzen auf Zusammenarbeit

Zwischen dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und der Bundeswehr besteht eine langjährige Zusammenarbeit in der Aus-, Fort- und Weiterbildung im Sport.

Ausbildung zu Übungsleitern bei der Bundeswehr, Foto: Bundeswehr
Ausbildung zu Übungsleitern bei der Bundeswehr, Foto: Bundeswehr

Um diese partnerschaftliche Zusammenarbeit künftig konstitutionell zu verankern, haben DOSB und Bundeswehr eine gemeinsame Rahmenvereinbarung zur gegenseitigen Anerkennung von Qualifizierungen im Sport getroffen.

Die Rahmenvereinbarung wurde zum 1. Januar 2010 vom Amtschef des Streitkräfteamts Generalmajor Wollny und DOSB-Vizepräsidentin Prof. Gudrun Doll-Tepper unterzeichnet.

Die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Sportausbilder/innen in der Bundeswehr erfolgt in Anlehnung an die „Rahmenrichtlinien für Qualifizierung“ im DOSB und unterscheidet vier Bereiche, in denen ausgebildet wird:

1. Sportartübergreifende Ausbildungen zum/zur Übungsleiter/in BW

2. Sportartübergreifende Ausbildungen zum/zur Fachsportleiter/in Gesundheitssport bzw. Kondition/ Fitness

3. Sportartspezifische Ausbildungen zum/zur Fachsportleiter/in Schwimmen/Rettungs-schwimmen, Judo, Ski Alpin, Ski Nordisch, Ski Touren, Orientierungslauf, Leichtathletik, Volleyball, Handball, Fußball und Basketball

4. Sportartspezifische Ausbildungen zum/zur Trainer/in Bw

In der Rahmenvereinbarung spricht sich der DOSB dafür aus, dass die zuständigen Sportverbände die Aus- und Fortbildungen der Bundeswehr für eine DOSB-Lizenz (gegebenenfalls teilweise) in ihrem Bereich anerkennen.

Die sportartübergreifenden Ausbildungen zum/zur Übungsleiter/in BW und Fachsportleiter/in Gesundheitssport bzw. Kondition/ Fitness können beispielsweise in den Ausbildungsgängen Übungsleiter/in-C bzw. Übungsleiter/in-B „Sport in der Prävention“ oder Übungsleiter/in-B „sportartübergreifender Breitensport“ bei den Landessportbünden Anerkennung finden.

Auch im sportartspezifischen Bereich befürwortet der DOSB eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen DOSB-Fachverbänden und der Bundeswehr. Er ruft seine Fachverbände dazu auf, gemeinsam mit dem Dezernat Sport Bw im Streitkräfteamt zu prüfen, inwiefern die sportartspezifischen Ausbildungen oder Anteile daraus für eine DOSB-Lizenz „Trainer/in- Leistungssport“ oder „Breitensport“ anerkannt werden können.

Analog dazu wurde bereits 2008 eine Rahmenvereinbarung mit der Bundespolizei zur gegenseitigen Anerkennung von Ausbildungen im Sport getroffen. Mit diesen Rahmenvereinbarungen dokumentiert der organisierte Sport seine beständige partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und der Bundespolizei im Sport – nicht nur im  Leistungs-sport, sondern auch in der Aus-, Fort- und Weiterbildung.

Die Kooperation mit der Bundeswehr geht auf einen parlamentarischen Auftrag aus dem Jahr 1968 zurück, der damals mit Blick auf München 1972 erteilt worden ist. In der aktuellen Wintersaison wurden bereits 167 Weltcup-Medaillenplatzierungen erzielt, 104 davon (ca. 62 %) von Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern der Bundeswehr. Von den rund 153 Athleten der deutschen Olympiamannschaft in Vancouver sind 62 Sportler und Sportlerinnen Angehörige der Bundeswehr.


  • Ausbildung zu Übungsleitern bei der Bundeswehr, Foto: Bundeswehr
    Ausbildung zu Übungsleitern bei der Bundeswehr, Foto: Bundeswehr

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