Drei Fragen an...Dunja Hayali

„Wer jubelnd in den Armen des anderen lag, wird hinterher ein Bier zusammen trinken...“: Dunja Hayali über das Integrationspotenzial des Sports. Das Interview entstand im Rahmen einer Kooperation des DOSB mit der Deutschen Journalistenschule.

Dunja Hayali, 42, moderiert seit 2007 das ZDF-Morgenmagazin. Sie studierte Sportwissenschaften und begann ihre journalistische Karriere als Sportreporterin bei der Deutschen Welle. Foto: Jennifer Fey
Dunja Hayali, 42, moderiert seit 2007 das ZDF-Morgenmagazin. Sie studierte Sportwissenschaften und begann ihre journalistische Karriere als Sportreporterin bei der Deutschen Welle. Foto: Jennifer Fey

In Ihrer Jugend waren Sie in gleich vier Sportarten aktiv: Fußball, Volleyball, Judo und Tennis. Welche Rolle hat Sport damals für Sie gespielt, welche spielt er heute?

Sport war und ist wichtig für mich und er wird es immer sein. Er fordert, physisch wie psychisch, aber er fördert auch: das Kämpferherz eines jeden Einzelnen, aber auch das Gefühl und Erleben der Gemeinschaft.
Und heute ist er selbst vom Sofa oder von der Stadiontribüne aus ein Spaß. Wenn Gladbach spielt, sind das die einzigen 90 Minuten, bei denen ich voll abschalten kann.

Inwiefern ist Sport mehr als Wettkampf und körperliche Betätigung?

Wer Sport jemals im Verein betrieben hat, der weiß, worauf es ankommt. Nicht auf die Herkunft, nicht auf die die Hautfarbe, nicht auf die Religion oder die sexuelle Neigung, sondern auf`s Können und auf den Charakter. Das prägt. Und da ich immer Einzel-, aber auch Mannschaftssport gemacht habe, lernt man auch viel über sich selbst. Auch Einzelkämpfer können sich in eine Mannschaft integrieren. Aber welche Rolle übernehmen sie dann? Wie führt man ein Team, wie stellt man sich in den Dienst einer Mannschaft. Und ganz entscheidend: wie geht man mit Siegen und Niederlagen um?

Wie kann Sport bei der Integration helfen?

Sport kann Brücken bauen, denn man braucht erst mal keine großen Worte, um miteinander zurechtzukommen. Und mit der Zeit nähert man sich an, lernt sich kennen, verliert sogar eventuell vorhandene Berührungsängste oder Vorurteile. Wer jubelnd in den Armen des anderen lag, der wird hinterher auch ein Bier zusammen trinken gehen…

Dunja Hayali, 42, moderiert seit 2007 das ZDF-Morgenmagazin. Sie studierte Sportwissenschaften und begann ihre journalistische Karriere als Sportreporterin bei der Deutschen Welle.

Der DOSB hat die 55. Lehrredaktion der Deutschen Journalistenschule in München (DJS) gebeten, sich Gedanken über den Zusammenhang von Sport und Integration zu machen – frei und unabhängig von Vorgaben, gemäß dem journalistischen Kodex. Herausgekommen ist ein multimediales Projekt, das mit einer Webreportage über einen charismatischen Münchener Crickettrainer startet und in den darauffolgenden Tagen mit Interviews, persönlichen Erlebnissen und Statements von prominenten und weniger prominenten Menschen online und in den Sozialen Medien (Twitter: @DOSB_Integra) fortgeführt wird. Zum Abschluss der Kooperation am 8. Juni wechseln die DJS-Schüler in den Printbereich und erzählen ihre Geschichten zu Integration durch Sport in der Beilage einer großen deutschen Tageszeitung weiter. Lassen Sie sich überraschen.

Fragen: Leonie Gubela und Robin Köhler (DJS)


  • Dunja Hayali, 42, moderiert seit 2007 das ZDF-Morgenmagazin. Sie studierte Sportwissenschaften und begann ihre journalistische Karriere als Sportreporterin bei der Deutschen Welle. Foto: Jennifer Fey
    Dunja Hayali, 42, moderiert seit 2007 das ZDF-Morgenmagazin. Sie studierte Sportwissenschaften und begann ihre journalistische Karriere als Sportreporterin bei der Deutschen Welle. Foto: Jennifer Fey
  • DOSB-DJS-Aktionsstempel
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