Drei Neue für die „Hall of Fame des deutschen Sports“

Gunda Niemann-Stirnemann (Eisschnelllauf), Martin Braxenthaler (Para Ski alpin) und Walther Tröger (Sportfunktionär) sind von der Jury in die „Hall of Fame des deutschen Sports“ gewählt worden.

Gunda Niemann-Stirnemann bei der WM in Heerenveen 1999. Foto: picture-alliance
Gunda Niemann-Stirnemann bei der WM in Heerenveen 1999. Foto: picture-alliance

Damit besteht die Ruhmeshalle zukünftig aus 116 Persönlichkeiten. „Gunda Niemann-Stirnemann und Martin Braxenthaler haben ihre Sportarten aufgrund ihrer Erfolge, aber auch aufgrund ihres Auftretens geprägt wie nur wenige andere. Professor Walther Tröger ist weit über Deutschland hinaus einer der herausragenden Sportfunktionäre der letzten Jahrzehnte“, so Dr. Michael Ilgner, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Sporthilfe. „Es ist gut und wichtig, dass diese drei Persönlichkeiten einen Platz in der ‚Hall of Fame des deutschen Sports‘ gefunden haben, damit sich die nachfolgenden Generationen auch zukünftig an sie erinnern und an ihnen orientieren können.“

Gunda Niemann-Stirnemann zählt zu den erfolgreichsten Eisschnellläuferinnen aller Zeiten. Neben drei olympischen Gold-, vier Silber- und einer Bronzemedaille vervollständigen 19 Weltmeistertitel, 19 Weltrekorde, 98 Weltcupsiege sowie 19 Gesamtweltcup-Gewinne ihre Ausbeute auf den Eisbahnen dieser Welt. Bei den Olympischen Winterspielen 1992 in Albertville gewann die „Eisschnellläuferin des Jahrhunderts“ die erste deutsche Goldmedaille nach der Wende überhaupt und wurde so zum ersten deutsch-deutschen Wintersportstar. Monoskifahrer Martin Braxenthaler dominierte seine Disziplin mit zehn Paralympics-Siegen, sechs Weltmeistertiteln und neun Gesamtweltcup-Siegen zu Beginn der 2000er Jahre und trug als „Stimme und Motor des Behindertensports“ maßgeblich zur Fortentwicklung und Professionalisierung des paralympischen Sports bei. Der 90-jährige Walther Tröger hat wie kaum ein anderer Sportfunktionär sechs Jahrzehnte lang den deutschen Sport geprägt. Er ist einer der wichtigsten Gestalter des Leistungssports in Deutschland, von der Nachkriegszeit bis über die Jahrtausendwende hinaus.

„Die ‚Hall of Fame des deutschen Sports‘ ist nicht nur ein hervorragender Ort, um das Andenken an die größten Athletinnen und Athleten und ihre Leistungen vergangener Tage zu bewahren. Sie ist auch ein Ort, um Persönlichkeiten wie Walther Tröger, die in ihrem Leben sehr viel für den deutschen Sport und damit für unsere Gesellschaft geleistet haben, entsprechend zu würdigen und damit die Geschichte des deutschen Sports lebendig zu halten“, sagt Veronika Rücker, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB).

Gemeinsam mit der Stiftung Deutsche Sporthilfe und dem Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) ist der DOSB ideeller Träger der „Hall of Fame des deutschen Sports“. „Alle drei Neuaufnahmen haben jeder für sich außergewöhnliches für den Sport geleistet und sich damit ihren Platz in der ‚Hall of Fame‘ wahrlich verdient“, sagt Erich Laaser, Präsident des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS).

Die offizielle Aufnahmefeier findet am 21. November 2019 im Allianz Forum in Berlin statt.
Die im Jahr 2006 von der Stiftung Deutsche Sporthilfe initiierte „Hall of Fame des deutschen Sports“ ist ein Forum der Erinnerung an Menschen, die durch ihren Erfolg im Wettkampf oder durch ihren Einsatz für Sport und Gesellschaft Geschichte geschrieben haben. Sie soll dazu beitragen, die mehr als hundertjährige Geschichte des deutschen Sports und seiner Persönlichkeiten im Gedächtnis zu bewahren und Diskussionen darüber anzuregen. 

(Quelle: Deutsche Sporthilfe)


  • Gunda Niemann-Stirnemann bei der WM in Heerenveen 1999. Foto: picture-alliance
    Gunda Niemann-Stirnemann winkt nach dem Wettkampf Foto: picture-alliance
  • Martin Braxenthaler gewinnt bei den Paralympics in Vancouver Gold. Foto: picture-alliance
    Martin Braxenthaler hält seine Goldmedaille in die Kamera Foto: picture-alliance
  • Walther Tröger beim Besuch der Olympischen Spiele in Rio 2016 Foto: picture-alliance
    Walther Tröger beim Besuch der Olympischen Spiele in Rio 2016 Foto: picture-alliance

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