Ehrenmedaille für Wolfgang Schäuble

Der frühere Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble ist in Düsseldorf mit der “Ehrenmedaille des deutschen Sports” ausgezeichnet worden. Der DOSB vergab die Medaille zum zweiten Mal.

DOSB-Präsident Bach überreichte Wolfgang Schäuble die Ehrenmedaille pplus Urkunde. Foto: Bowinkelmann
DOSB-Präsident Bach überreichte Wolfgang Schäuble die Ehrenmedaille pplus Urkunde. Foto: Bowinkelmann

Die Ehrenmedaille wird durch das DOSB-Präsidium nach Paragraph 5 der Ehrenordnung vergeben und „kann an Persönlichkeiten oder Organisationen aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Medien und weiteren gesellschaftlichen Bereichen verliehen werden, die sich herausragende Verdienste um die Förderung und Entwicklung des Sports erworben haben“. Der erste Preisträger der "Ehrenmedaille des deutschen Sports" war im letzten Jahr Bundespräsident Horst Köhler.

DOSB-Präsident Thomas Bach ehrte den amtierenden Bundesfinanzminister auf der Mitgliederversammlung als treuen Freund des Sports und als einen Wegbegleiter, der sich um den deutschen Sport wahrhaft verdient gemacht habe. Bach dankte Schäuble in seiner Laudatio für vielfältige Hilfen und Unterstützung durch den früheren Bundesinnenminister und würdigte seine "intellektuelle Redlichkeit, Tiefe und Schärfe ohne den menschlichen Bezug zu verlieren".

Der deutsche Sport, so Bach, verdanke Schäuble durch die Verhandlungen beim Einigungsvertrag zur Wiedervereinigung Deutschlands zwei seiner wichtigsten Institute: die Forschungs- und Entwicklungsstelle für Sportgeräte (FES) und das Institut für angewandte Trainingswissenschaften (IAT). Schäuble initiierte außerdem bereits 1989 das Programm "Integration durch Sport", das heute eine noch größere Bedeutung für das Zusammenwachsen unserer Gesellschaft habe als heute. Bach hob hervor, dass Schäuble in seiner letzten Amtszeit als Bundesinnenminister durch die verstärkte Förderung des Leistungssports Zeichen setzte. "Sie haben sich nicht nur verbal zur Leistung in unserer Gesellschaft bekannt, sondern Taten sprechen lassen."

Auch für den Schulterschluss mit dem DOSB im Kampf gegen Doping dankte der DOSB-Präsident Wolfgang Schäuble. "Sie haben sich vehement gegen Doping und jede Manipulation im Leistungssport eingesetzt und sich seit der Gründung des DOSB 2006 in der Paulskirche zu unserer Null-Toleranz-Politik im Kampf gegen Doping bekannt." Schäuble habe auch an der Seite des DOSB und seiner Olympia-Mannschaft gestanden, als die Entscheidung zu einer Teilnahme an den Olympischen Spielen in Peking getroffen wurde. "Dieser Solidarität haben Sie dann auch durch den Besuch der deutschen Mannschaft in Peking noch einmal sichtbar Ausdruck verliehen", sagte der Bach.

Und schließlich würdigte Bach den Einsatz Schäubles für die "wohlverstandene und im Grundgesetz verbriefte Autonomie der Sportorganisationen". Diese Partnerschaft zwischen Politik und Sport habe der ehemalige Bundesinnenminister vorgelebt. "Dabei haben Sie es auch nie versäumt, uns darauf hinzuweisen, dass mit dieser Autonomie auch die entsprechende Verantwortung verbunden ist."

Schäuble war sichtlich gerührt: "Es ist eine ungewöhnliche Ehre und Sie können mir glauben, es bewegt mich sehr. Der Sport gibt uns so unglaublich viel, dass man garnicht genug danken kann. Es sind soviele Millionen in diesem Lande, die sich engagieren." Zum Schluss betonte Wolfgang Schäuble, sein Herz werde weiterhin für den Sport schlagen. 


  • DOSB-Präsident Bach überreichte Wolfgang Schäuble die Ehrenmedaille pplus Urkunde. Foto: Bowinkelmann
    DOSB-Präsident Bach überreichte Wolfgang Schäuble die Ehrenmedaille pplus Urkunde. Foto: Bowinkelmann

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