Eine hervorragende Bilanz – auch jenseits der Medaillengewinne

Bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City vom 8. bis 24. Februar war die deutsche Olympiamannschaft mit zwölf Goldmedaillen,

16 silbernen und sieben bronzenen Medaillen wie 1998 in Nagano das erfolgreichste Team. Der sehr gute Gastgeber USA sammelte 34 Medaillen (10-13-11), Norwegen deren 24 (11-7-6). Russland musste sich mit lediglich 16 Medaillen (6-6-4) zufrieden geben, eine Medaille weniger als Kanada (6-3-8). Vor vier Jahren brachten die Deutschen 29 Medaillen (12-9-8) von den Winterspielen mit. Von inzwischen zehn neuen Wettbewerben - jetzt 78 - profitierten die Bobfahrerinnen und "Langlaufsprinter" mit je zwei Medaillen.

Besonders erfolgreich zeigten sich, wie schon in Nagano, die deutschen Damen, auf deren Konto 20 Olympiamedaillen gingen, davon je acht goldene und silberne. Die Berliner Eisschnellläuferin Claudia Pechstein avancierte mit zwei Olympiasiegen über 3000 und 5000 Meter (jeweils mit Weltrekord) zur erfolgreichsten deutschen Olympionikin bei Winterspielen (sieben Medaillen, davon vier goldene), Uschi Disl (Moosham) ist nach Gold und Silber mit nunmehr acht Medaillen beste Biathletin aller Zeiten. Ihre junge Kollegin Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) gewann zweimal Gold und einmal Silber. Auch Eisschnellläuferin Sabine Völker (Erfurt) brachte drei Medaillen mit. Familie Henkel aus Oberhof gewann dreimal Gold: Andrea zwei im Biathlon, Schwester Manuela mit der überraschend siegreichen Langlaufstaffel. Der Deutsche Skiverband (DSV) verbuchte insgesamt 18 Medaillen bei Olympia, davon neun im Biathlon (3-5-1) und, kaum erwartet, vier im Skilanglauf. Im Eisschnelllauf gab es acht Medaillen, darunter je drei goldene und silberne. Auch Bobfahrer(innen) - viermal Edelmetall - und Rodler(innen) - fünf - machten ihrem Verband, dem DBSV, alle Ehre. Georg Hackl gewann bei seinen fünften Winterspielen die fünfte Medaille, hat jetzt dreimal Gold und zweimal Silber.

Die Olympiabilanz der deutschen Mannschaft liest sich auch jenseits der Medaillengewinne ausgesprochen positiv: Es wurden 37 weitere "Endkampfplatzierungen" von Rang vier bis acht (10-8-9-6-4) erreicht, zehn mehr als in Nagano. Die Chance auf eine solche Endkampfplatzierung war wiederum maßgebliches Kriterium für die Teilnahme auch an diesen Spielen. Pech hatte die alpine Skiläuferin Hilde Gerg, die als Vierte und Fünfte in Abfahrt und Super-G zweimal knapp eine Medaille verpasste. Biathlet Ricco Gross belegte zweimal Rang vier, ehe er Bronze gewann. Mit ausgezeichneten vorderen Platzierungen machten gerade einige junge Aktive auf sich aufmerksam: so die Skilangläuferin Viola Bauer (neben Staffel-Gold noch Fünfte und Sechste), Eisschnellläufer Jens Boden (Bronze, Fünfter), Junioren-Weltmeister Björn Kircheisen als Fünfter in der Nordischen Kombination, Langläufer Andreas Schlütter als Vierter im 50-km-Langlauf. Für Kontinuität im Hinblick auf die nächsten Olympischen Winterspiele 2006 in Turin ist ganz offensichtlich frühzeitig gesorgt.


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