Erhebliche Belastungen der Volkswirtschaft durch Bewegungsmangel

Bundesregierung erweitert Handlungsspielraum für die Prävention

 

(DSB PRESSE) Als "erheblich" schätzt die Bundesregierung die Belas-tungen der Volkswirtschaft und der Solidargemeinschaften der

Kranken-kassen ein, die durch gesundheitliche Schädigungen auf Grund von Be-wegungsarmut verursacht werden. Der Grund: Nach dem Bundesge-sundheitssurvey 1998 waren immerhin 45% der deutschen Erwachsenen sportlich nicht aktiv. Aus vorliegenden Studien lasse sich die Empfeh-lung ableiten, dass jeder Erwachsene mindestens eine halbe Stunde täg-lich körperlich aktiv sein sollte. Nach der genannten Untersuchung ver-hielten sich aber nur 13 % der deutschen Erwachsenen gemäß dieser Empfehlung.

Aus Sicht der Bundesregierung leiste die am 1.1.2000 in Kraft getretene GKV-Gesundheitsreform 2000 einen wichtigen Beitrag, diese Empfeh-lung zur sportlichen Aktivität zur Verbesserung der Gesundheit umzuset-zen. Der Gesetzgeber habe den gesetzlichen Krankenkassen mit der No-vellierung des § 20 SGB V einen erweiterten Handlungsspielraum auf dem Gebiet der Prävention eingeräumt. Die Spitzenverbände der Kran-kenkassen haben gemeinsame und einheitliche Handlungsfelder und Kriterien beschlossen, die den Bereich "Bewegungsgewohnheiten" bein-halten. Die Präventionsprinzipien "Bewegung zur Förderung der Herz-Kreislauf-Funktion" sowie "Bewegung zur Förderung des Muskel-Skelettsystems" seien hierbei von zentraler Bedeutung.

Hinsichtlich der gesundheitlichen Schäden bei Kindern und Jugendlichen liegen der Bundesregierung bundesweit repräsentative, nach einheitli-chen Standards gewonnene oder international vergleichbare Daten und Erkenntnisse nicht vor. Mit der geplanten Durchführung eines bun-desweiten Kinder- und Jugendsurveys, der 20.000 Kinder und Jugendli-che im Alter zwischen 0 und 18 Jahren einbeziehen will, sollen jedoch innerhalb der nächsten vier Jahre relevante Daten zu diesen Fragen ge-wonnen werden.

Daten zu einzelnen Altersjahrgängen, zu ausgewählten Themen oder aus einzelnen Regionen, die weder nach einheitlichen Standards erhoben noch nach gleichen Kriterien beurteilt wurden, zeigten zwar, dass Hal-tungsschäden, Übergewicht und Herz-Kreislauf-Probleme, physische und auch psychische Auffälligkeiten in nicht unerheblichem Maße im Kin-des- und Jugendalter vorkommen. Schlussfolgerungen seien wegen der angeführten Datenlage aber nur mit großen Vorbehalten möglich.



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