EYOF 2013: Gemeinschaft verbindet

Moritz Belmann über die besondere Atmosphäre beim European Youth Olympic Winter Festival (EYOF). Der Autor ist einer der dsj-Juniorbotschafter in der Dopingprävention.

Das deutsche Team bei EYOF im rumänischen Brasov. Foto: Moritz Belmann
Das deutsche Team bei EYOF im rumänischen Brasov. Foto: Moritz Belmann

Als am vorigen Freitag die Olympische Flamme auf dem Dorfplatz der rumänischen Gemeinde Poina Brasov erlosch, war das elfte European Youth Olympic Winter Festival (EYOF) beendet. Knapp 1000 Sportler aus 45 Ländern hatten an den Wettbewerben in acht Wintersportdisziplinen teilgenommen. Mit 16 Medaillen reiste die deutsche Mannschaft zurück. Doch was bleibt von den Spielen hängen? Was unterscheidet das EYOF von alltäglichen internationalen Wettkämpfen?

Auf den ersten Blick ist es nicht so viel. Wie im Welt-, Europa- oder Deutschlandcup wird trainiert, gewachst, gesprungen, gelaufen und geschossen. An den Wettkampfstätten geht alles seinen einstudierten Gang. Dabei herrscht trotzdem eine ganz besondere Atmosphäre. Denn die Wettbewerbe finden eben doch unter besonderen Vorzeichen statt.

Das EYOF ist der erste Schritt in Richtung Olympia. Viele ehemalige EYOF-Teilnehmer sind in den Olympiamannschafen ihrer jeweiligen Länder vertreten. Für viele ist es der erste sportliche Wettkampf im Zeichen der Olympischen Ringe. Zum ersten Mal kämpfen sie um Olympische Medaillen – eine Motivation, die Berge versetzen kann.

Junge Sportler erleben während des EYOF die Magie Olympias hautnah. Sportarten übergreifend wachsen die Teilnehmer zu einer Mannschaft zusammen. Sie lernen sich kennen und tauschen sich über ihre Erfahrungen, Wünsche und Träume aus. International werden sie ein Teil der Olympischen Familie. Dabei vermittelt das große Miteinander während der Wettkämpfe, auf der Medals Plaza oder im Hotel die Olympischen Werte. Zusammen lernen die Jugendlichen Toleranz und Respekt. Sie erhalten einen unvergesslichen Einblick in den organisierten Sport.

Gerade deshalb sind solche Veranstaltungen für die Persönlichkeitsbildung der Jugendlichen immens wichtig. Auf dem Weg zum mündigen Athleten machen sie ihre Erfahrungen. Sie stellen sich der Herausforderung Olympia. Die Sportler erleben ihre erste Bewährungsprobe im Umfeld des Festivals.

Durch Erlebnisse wie das EYOF erhalten die Jugendlichen eine Bildung, die weder in der Schule oder Ausbildung, noch in der Universität oder im Alltag vermittelt werden kann. Denn egal, ob nun eine Medaille gewonnen oder nicht gewonnen worden ist: Jeder Sportler reiste gestärkt aus Rumänien zurück in seine Heimat. Getragen vom einzigartigen Erlebnis des European Youth Olympic Winter Festivals 2013 in Brasov. 


  • Das deutsche Team bei EYOF im rumänischen Brasov. Foto: Moritz Belmann
    Das deutsche Team bei EYOF im rumänischen Brasov. Foto: Moritz Belmann

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