"Familienfreundlicher Sportverein" als Zukunftsmodell

Was wäre der Verein ohne Familien! Eltern, Großeltern und ihre Kinder stellen seit jeher eine der wichtigsten Zielgruppen des Sportvereins dar, sie treiben nicht nur Sport, sondern übernehmen vielfach auch ehrenamtliche Tätigkeiten.

Im Olympiastützpunkt für Tischtennis in Grenzau konnten die Tagungsteilnehmer ihr Können unter Beweis stellen.
Im Olympiastützpunkt für Tischtennis in Grenzau konnten die Tagungsteilnehmer ihr Können unter Beweis stellen.

Studien belegen, dass die Sportprägung der Kinder in der Familie erfolgt. Doch der demographische Wandel ist auch in diesem Bereich zu sehen: Die Zahl der Familien mit Kindern ist seit 1990 um bis zu 15 Prozent zurückgegangen. Also höchste Zeit, den Familien mehr Aufmerksamkeit auch im Sport zukommen zu lassen.

Im rheinland-pfälzischen Grenzau kamen daher am 18./19. April 33 Multiplikatoren aus 25 Mitgliedsorganisationen des DOSB zusammen, um in der DOSB-Tagung „Familie und Sport“ unter der Leitung von Beiratsmitglied Prof. Dr. Manfred Wegner und Ute Blessing-Kapelke vom Fachgebiet „Sport der Generationen“ die Bedingungen für die Familien in den Vereinen zu besprechen. Dabei ging es darum, wie das gemeinsame Sporttreiben gefördert und auch die Eltern und Großeltern über die Kinder wieder zu mehr Sporttreiben gewonnen werden können. Der Schwerpunkt lag auf dem Stichwort „Familienfreundlichkeit“ und wie man diese Zielgruppe im Sportverein noch besser unterstützen und ansprechen kann. Deutlich wurde, dass die Vereine hier bereits ein breites Angebot bieten und Verbände sie mit eigenen Maßnahmen unterstützen – doch in der Öffentlichkeit findet dies immer noch nicht ausreichend Beachtung. So war eine der wesentlichen Forderungen aus der Tagung, hier seitens des DOSB vermehrt auf die Politik hinzuwirken und die Rolle des Sports zu stärken. In diesem Zusammenhang sieht man gute Chancen in der vom DOSB initiierten Partnerschaft mit der Initiative „Lokale Bündnisse für Familien“, die ihre Arbeit auf der Tagung vorstellte. Diese Partnerschaft soll auch regional weiter umgesetzt werden, aus Berlin gab es dazu bereits ein Beispiel, wie sich der Landessportbund über die Zusammenarbeit mit den Lokalen Bündnissen vielfältige neue Möglichkeiten erschlossen hat.

Ergebnis der Tagung war, dass dieser Themenbereich gute Chancen für die Verbände und Vereine bietet, sich im gesellschaftlichen Umfeld noch besser zu positionieren. Es soll daher in den Präsidialausschuss Breitensport/ Sportentwicklung eingebracht werden, dass dieses Themenfeld verstärkt weiter bearbeitet und die Entwicklung einer öffentlichkeitswirksamen Marke „Familienfreundlicher Sportverein“ vorangebracht wird.


  • Im Olympiastützpunkt für Tischtennis in Grenzau konnten die Tagungsteilnehmer ihr Können unter Beweis stellen.
    Im Olympiastützpunkt für Tischtennis in Grenzau konnten die Tagungsteilnehmer ihr Können unter Beweis stellen.

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