Fanprojekte benötigen stärkere Unterstützung im Kampf gegen Gewalt

dsj, DFB und die Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) waren zur 44. Sitzung des Sportausschusses nach Berlin eingeladen, um die Mitglieder des Bundestags über die "Fan-Projektarbeit" zu informieren.

Michael Gabriel ist Leiter der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) in Frankfurt. Foto: KOS
Michael Gabriel ist Leiter der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) in Frankfurt. Foto: KOS

Michael Gabriel, Leiter der KOS, und Martin Schönwandt, Geschäftsführer der Deutschen Sportjugend (dsj) - Trägerin der KOS - gaben einen Überblick über Geschichte, Entwicklung und Stand der Fan-Projektarbeit. Zu Beginn des "Nationalen Konzeptes Sport und Sicherheit" im Jahr 1993 existierten gerade zwölf Fan-Projekte. Heute gibt es bundesweit 40 Projekte. Mit dieser quantitativen wie qualitativen Ausweitung habe die Ausstattung derr KOS aber nicht Schritt gehalten, erläuterte Michael Gabriel. "Seit den Anfängen agiert die Frankfurter Einrichtung in unveränderter Personalstärke."

DFB-Präsident, Dr. Theo Zwanziger, würdigte die Arbeit der Fan-Projekte, wie auch das Wirken der KOS, als „segensreiche Tätigkeit“. Deren wichtigen Beitrag im Einsatz gegen Gewalt und Rechtsextremismus könnten die Projekte nur dann optimal leisten, wenn auch alle anderen beteiligten Institutionen wie Politik, Vereine und Polizei, mit an einem Strang zögen.

Zwanziger gab den Abgeordneten zu bedenken, dass man mit vergleichsweise geringen Mitteln von rund 2,5 Millionen Euro - das ist die Summe, die in der Saison 2006/07 allen 37 Fan-Projekten zusammen zur Verfügung stand - und den wenigen hauptamtlichen Mitarbeitern dieser Projekte eine riesengroße Anzahl an Jugendlichen erreiche. Deshalb könne man schon fragen, ob man „nicht eine Schippe drauflegen soll“.

Im Anschluss an die Sitzung bildeten sich rege Diskussionsgruppen. Die interessierten Nachfragen ließen zwei Schlüsse zu: Zum einen hat sich die soziale Arbeit mit Fußballfans als Erfolgsmodell im Kampf gegen Diskriminierungen und Gewalt etabliert. Zum anderen bleiben die Probleme aktuell und bedürfen einer Lösung.


  • Michael Gabriel ist Leiter der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) in Frankfurt. Foto: KOS
    Michael Gabriel ist Leiter der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) in Frankfurt. Foto: KOS

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