FDP-Antrag im Bundestag zur Stärkung des Gesundheitssports

 

Die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag will in der laufenden Debatte um die Reform des deutschen Gesundheitswesens die Rolle des Sports

stärken. Ihr sportpolitischer Sprecher Detlef Parr und alle Bundestagsabgeordneten seiner Partei haben im Parlament einen entsprechenden Antrag eingebracht, um die Kompetenzen des gesundheits-orientierten Sports bei Prävention und Rehabilitation besser zu nutzen. „Der Sport findet bisher in der Gesundheitspolitik unverständlicherweise nicht statt. Das wollen wir ändern“, begründete Parr den Vorstoß seiner Partei. Der Sport soll als Vorsorge zur Verhinderung von Erkrankungen und als Rehabilitation zur Heilung von Krankheiten in den Planungen von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt mehr Berücksichtigung als bisher finden.

Der Antrag wird nicht federführend vom Sportausschuss betreut, sondern von den Politikern des Gesundheitsausschusses. Schon in der laufenden Woche soll er auf die Geschäftsordnung des Bundestages kommen. Parr versucht zudem, eine Debatte im Parlament zu erreichen, benötigt dafür aber die Unterstützung der großen Fraktionen. Danach soll es noch im Mai eine große öffentliche Anhörung vor dem Ausschuss geben, um den Rat von Experten über die positiven Auswirkungen von Sport einzuholen. Inzwischen scheinen auch die beiden Regierungsparteien SPD und Bündnis 90/Die Grünen einen ähnlichen Antrag vorzubreiten.

Die Position der beiden unter dem Dach des Deutschen Sportbundes (DSB) verankerten Qualitätssiegel „SPORT PRO GESUNDHEIT“ und „SPORT PRO REHA“ soll künftig ebenfalls aufgewertet werden. „Diese Initiativen müssen durch bundespolitische Impulse intensiviert werden, damit sie zu flächendeckenden Angeboten werden“, heißt es in dem FDP-Papier. Die Freidemokraten wollen unter anderem den Krankenkassen Spielräume geben, damit sie per Bonus-System ihren Mitgliedern Anreize zu gesundheitsorientiertem Verhalten geben, welches sie in entsprechenden Angeboten lernen können.

Auch regt der Antrag, für den sich Parr eine fraktionsübergreifende Zustimmung erhofft, eine neue bundespolitische Zuordnung des gesundheitsorientierten Sports an. Als eindeutige Anlaufstation solle eine entsprechende Stelle im Gesundheits-Ministerium geschaffen werden. „Bisher wabert dieser gesundheitsorientierte Sport ohne feste Verantwortung nur durch die Gegend“, meinte Parr. Dann könnte endlich auch durch die Bundesregierung eine bundesweite Kampagne ins Leben gerufen werden, um unter anderem über den Nutzen von Sport für die Gesundheit jedes Einzelnen und für die Volkswirtschaft im Gesamten aufzuklären.



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