Fluthilfe durch DSB und NOK im Internationalen Jahr des Sports und der Leibeserziehung

Nach der verheerenden Flutkatastrophe Ende Dezember 2004 haben der Deutsche Sportbund und das Nationale Olympische Komitee sofort ihre Hilfsbereitschaft für die betroffenen Regionen angekündigt.

Ein Opfer des Tsunamis 2004 (Foto: Bundesministerium für Entwicklung und Zusammenarbeit).
Ein Opfer des Tsunamis 2004 (Foto: Bundesministerium für Entwicklung und Zusammenarbeit).

Mit Hilfe des Sports sollen wichtige Impulse beim Wiederaufbau der Infrastruktur gesetzt werden. Zugleich sollen die Menschen vor Ort durch den Sport wieder zusammengeführt werden und neue Hoffnung bekommen.

 

Der DSB hat die vergangenen Monate vor allem genutzt, um seine Mitgliedsorganisationen zu aktivieren sowie eine Bestandsaufnahme bereits bestehender Hilfsprojekte einzelner Verbände und Vereine zu machen. Eine Vielzahl von nationalen Sportverbänden haben seit der Katastrophe Spendengelder gesammelt. Zugleich wurden dem NOK eine Reihe von Flutopferprojekten im Rahmen des Internationalen Jahrs des Sports und der Leibeserziehung bewilligt.

 

"Durch die gemeinsame Koordination der Fluthilfe durch DSB und NOK hoffen wir Synergieeffekte herstellen zu können", erklärt Martin Schönwandt, Geschäftsführer der Deutschen Sportjugend, der seitens des DSB die Fluthilfe verantwortet. Ein Beispiel: Wenn bei einem Projekt des NOK im Rahmen des UN-Jahrs weitere Gelder beispielsweise für Sportgeräte benötigt werden, kann der DSB gezielt an einen seiner Mitgliedsverbände vermitteln. "Auf diese Weise können weitere Gelder in vorhandene Projekte einfließen und die Sportverbände können zugleich sicher gehen, dass ihre Spenden sinnvoll eingesetzt werden", veranschaulicht Schönwandt. Neben Spenden wird der DSB aber auch bei der Suche beispielsweise von Übungsleitern unterstützen.

 

Innovative Spendenaktionen

 

Beim Sammeln von Spenden haben sich die deutschen Sportverbände und Vereine vielfach sehr kreativ gezeigt. Der Deutsche Tischtennis-Bund hat beispielsweise die Trikots der Damen- und Herrennationalmannschaft mit Original-Unterschriften versteigert. Auf Initiative des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC hat der Landessportbund Berlin blaue Charity-Bänder mit dem Motto "Berlin hilft" verkauft. Ein anderes Beispiel stammt vom Württembergischen Landessportbund: Die Akteure der Turngala "No Limits" erklärten sich spontan bereit, ihre Gage für die Flutopfer zu spenden. Viele weitere Organisationen sammelten ebenfalls für den gezielten Wiederaufbau durch den Sport.

 

Das NOK wird in den kommenden Wochen und Monate drei Projekte in den betroffenen Regionen im Rahmen des UNO-Jahrs starten. Im indonesischen Aceh ist ein Festival des Sports geplant. Dafür sollen Übungsleiter und Übungsleiterinnen, Trainer sowie Lehrer der Primar- und Sekundarstufe ausgebildet werden, um den Kindern und Waisen Sportspiele jeglicher Art zu zeigen. Bei einem weiteren Projekt sollen Sportstätten in Sri Lanka gebaut werden, um Jungen und Mädchen Möglichkeiten zu regelmäßigem Sporttreiben zu bieten. Dabei sollen vor allem lokale Werkstätten vor Ort zum Einsatz kommen. Das dritte Projekt im Rahmen des UNO-Jahrs hat Sportspiele in Thailand zum Ziel. Hier gilt es ebenfalls, Übungsleiterinnen und Übungsleitern sowie Lehrerinnen und Lehrern Möglichkeiten der spielerischen Förderung von körperlicher Aktivität aufzuzeigen sowie interdisziplinäre Ansätze für Sportunterricht und Freizeit zu vermitteln. Flankiert werden alle Maßnahmen durch möglichst viele Sportgerätespenden, die bei der Ausbildung und während der Sportfeste zum Einsatz kommen sollen.


  • Ein Opfer des Tsunamis 2004 (Foto: Bundesministerium für Entwicklung und Zusammenarbeit).
    Ein Opfer des Tsunamis 2004 (Foto: Bundesministerium für Entwicklung und Zusammenarbeit).

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