Freiburger Kreis greift aktuelle Brennpunkte der Vereinsarbeit auf

Der Freiburger Kreis stellte das Frühjahrsseminar vom 19. bis 22. April beim MTV Aurich unter das Leitmotiv „Aktuelle Brennpunkte der Vereinsarbeit“.

Die Vorsitzende Silvia Glander bilanzierte die drei Tage: „Viele Brennpunkte wurden angesprochen.“ 53 (108 Delegierte) der 164 Mitgliedsvereine der Arbeitsgemeinschaft größerer deutscher Sportvereine berieten beim FK-Talk über Integration. Für die Großvereine ist dieser Schwerpunkt Querschnittaufgabe und lässt sich nicht allein auf die Einbindung von Migranten und Ausländern reduzieren, die die öffentliche und politische Diskussion bestimmt. Beklagt wurde der hohe bürokratische und Personalaufwand, was die Clubs auch wirtschaftlich belastet. Silva Glander: „Viele FK-Vereine waren und sind bereits Modellvereine für die Landessportbünde. Der Papierkrieg hat uns nicht so geschmeckt.“ Deshalb sollten die Sportvertreter beim nächsten Integrationsgipfel mit der Bundesregierung darauf hinwirken, die praktische Arbeit zu erleichtern. Silvia Glander: „Uns geht es dabei um mehr. Sport für alle, das ist ein ganz großes Feld.“ Senioren, Kinder, Schulsport, Behinderte schließen die Großvereine in das Thema Integration ein. 

Reizthema "Schule und Verein"

Das Reizthema Schule und Verein und offene Ganztagsschule nahm erneut breiten Raum ein. Lebhaftes Echo fand das Düsseldorfer Modell, das Clemens Bachmann, Sportlehrer und Mitarbeiter der Stadt, präsentierte. Federführend im Einklang von Schule und Verein ist hier die Kommune über das Sport- und Schulamt. Sie sorgt für Grunddaten und Fitnesstests. Sie weist damit Kindern, vor allem aber Eltern, den Weg mit Ratschlägen und Empfehlungen. Dazu werden dann die Veine geholt und gebraucht, die sonst eher schwer an die entsprechende Klientel heran kommen. ASC Göttingen stellte die Betreuung einer sportbetonten Grundschule durch den Großverein vor, der vier Wochenstunden Sport übernimmt. Ein anderer Weg als der, den die Freiburger Turnerschaft beschreitet: Sie betreibt die erste vereinseigene Grundschule in Deutschland. 

Überfachliche Jugendarbeit (paritätische Jugendhilfe) erläuterten Martin Schönwandt, Geschäftsführer der Deutschen Sportjugend (dsj), und Hans-Jürgen Burkhardt (dsj). Der Freiburger Kreis drängt hier auf sinnvolle Einbindung der Sportjugend und stärkere politische Präsenz der Vereine im Jugendhilfe-Ausschuss, um das Jugendhilfegesetz praktisch noch besser nutzen zu können. Das zweite Treffen der Leiter von Kinder- und Jugendsportschulen (KiSS) der Großvereine versammelte 26 Clubs in Aurich. Der FK zählt derzeit 52 Mitgliedsvereine mit KiSS oder Sportkindergärten.

Schwelle für betrittswillige Vereine aus den neuen Ländern gesenkt 

Osterweiterung ist ein Thema für den Freiburger Kreis. Die IG Großsportverein möchte in der „Diaspora Ost“ künftig stärker Fuß fassen. Deshalb wurde in Aurich die Schwelle für beitrittswillige Vereine aus den neuen Bundesländern gesenkt. Diese können bei einer Mitgliederzahl von 1.500 dem Freiburger Kreis beitreten. „Es ist einen Versuch wert“, bilanzierte die Vorsitzende Silvia Glander (TV Ratingen) die kritische Diskussion. Kraft Satzung lag die Grenze bisher bei 2.500 Mitgliedern, die weiterhin für Vereine aus den alten Bundesländern gilt. 

Die Mitgliederversammlung im Rathaus Aurich bestätigte für weitere zwei Jahre die zu wählenden Vorstandsmitglieder Silvia Glander (TV Ratingen) sowie deren Stellvertreter Ralf Kamp (TV Jahn Reine) und Frank Kunert (Oldenburg) in ihren Ämtern.


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