Früherer DSB-Generalsekretär Gieseler gestorben

Karlheinz Gieseler, früherer Generalsekretär des Deutschen Sportbundes (DSB), verstarb am Sonntag (17.10.2010) nach langer Krankheit im Alter von 85 Jahren in Neu-Isenburg.

Karlheinz Gieseler war bis zu seinem Tod dem Sport verbunden. Foto: privat
Karlheinz Gieseler war bis zu seinem Tod dem Sport verbunden. Foto: privat

Der in Mecklenburg geborene Gieseler begann seine berufliche Laufbahn als Journalist mit Stationen in Koblenz, Bad Kreuznach, Hannover, Hamburg und Landau. Blättern wie der Rheinisch-Pfälzischen Rundschau, dem Öffentlichen Anzeiger, der Norddeutschen Zeitung, dem Hamburger Fremdenblatt und dem Pfälzer Tageblatt, heute nur noch in Zeitungsarchiven präsent, gab er aus Überzeugung eine frühe sportpolitische Note.

Unter dem DSB-Präsidenten Willi Daume startete Karlheinz Gieseler 1959 als Pressereferent des DSB seine Karriere im organisierten Sport. 1964 wurde er Hauptgeschäftsführer der Dachorganisation, woraus später die Amtsbezeichnung Generalsekretär wurde. Mehr als ein halbes Jahrhundert DSB-Geschichte trägt  rund drei Jahrzehnte ganz wesentlich Gieselers Stempel inhaltlicher Qualitätsarbeit. In seiner Amtszeit hat sich die Mitgliederzahl des DSB von 6,5 Millionen auf knapp 21 Millionen erhöht und der Sport ist zu einem bedeutenden gesellschaftlichen Faktor geworden. Im Dezember 1989 wurde Gieseler offiziell vom Posten des Generalsekretärs verabschiedet. Einer seiner Wegbegleiter sagte anlässlich seiner Verabschiedung: "Er hat dem Sport gedient - ohne Diener gewesen zu sein."

Unter besonderen Vorzeichen standen die ideologischen Auseinandersetzungen mit dem „Klassenfeind“. Es waren in der Tat die sogenannten Kalendergespräche zum deutsch-deutschen Sportverkehr, die das politische Handeln des DSB unter maßgeblicher Einflussnahme Gieselers in den sechziger, siebziger und auch achtziger Jahren beeinflussten.

Am frühen Sonntagmorgen ist der „Ankurbler und Vordenker des deutschen Sports“, der die sportliche Entwicklung Deutschlands in der Nachkriegszeit entscheidend mitgeprägt hat, im Alter von 85 Jahren in seinem Zuhause bei Frankfurt am Main für immer eingeschlafen.

Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 27. Oktober 2010 um 13.30 Uhr auf dem Alten Friedhof Neu-Isenburg statt.


  • Karlheinz Gieseler war bis zu seinem Tod dem Sport verbunden. Foto: privat
    Karlheinz Gieseler war bis zu seinem Tod dem Sport verbunden. Foto: privat

Diese Webseite nutzt Cookies

Wir verwenden auf unserer Webseite Cookies, um Inhalte zu personalisieren, die Zugriffe auf unsere Webseite zu analysieren und somit unser Angebot zu verbessern. Wir erheben dabei nur pseudonyme Daten, eine Identifikation erfolgt nicht. Ferner geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Webseite an unsere Partner für Werbung und Analyse weiter.