Fünftes sportwissenschaftliches Olympiaseminar

Prof. Dr. Jochen Hinsching und Paul Mittelstädt beschäftigen sich noch einmal mit einer Veranstaltung, die vom 17. bis zum 24. September in der Internationalen Olympischen Akademie in Olympia stattfand.

Die Organisatoren freuten sich, dass die Ausschreibung dieser traditionellen Veranstaltung bei den universitären Einrichtungen in Deutschland wiederum auf großes Interesse gestoßen war. Bei Akzeptanz einer reduzierten Teilnehmerzahl pro Einrichtung konnten alle eingegangenen Anmeldungen berücksichtigt werden. Entsprechend der internationalen Ausrichtung, der sich die Organisatoren des Seminars seit 2004 verpflichtet fühlen, waren diesmal Länder aus dem südöstlichen Mitteleuropa eingeladen worden, wobei die Universität Wien der Einladung folgte. Knapp 100 Studierende mit ihren Dozenten stellten die Teilnehmer und Ausgestalter dieser vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) initiierten und auch finanziell weitgehend getragenen Veranstaltung.
Das 1998 erstmals ausgerichtete und bis zur Neustrukturierung des organisierten Sports in Deutschland im Mai 2006 vom Kuratorium Olympische Akademie und Olympische Erziehung des NOK für Deutschland verantwortete Sportwissenschaftliche Olympiaseminar wandte sich mit seiner Botschaft ausdrücklich an  Studierende. Mit der Zielsetzung, Probleme des modernen Olympismus aus der Sicht unterschiedlicher Wissenschaftsdisziplinen zur Diskussion zu stellen, konnte den Beteiligten Einsichten in die zwischen Chancen und Risiken angesiedelten Realitäten des olympischen Geschehens in Vergangenheit und Gegenwart vermittelt werden. Mehr noch als in den vergangenen Jahren übernahmen die Studierenden als Akteure die inhaltliche Gestaltung der Veranstaltung, womit der studentische Sprecherrat einen größeren Handlungsspielraum im Seminargeschehen erhielt.
Die studentischen Teilnehmer am Sportwissenschaftlichen Olympiaseminar mit dieser aktivierenden Einbeziehung und einer motivierten Selbstverantwortung auch als Vermittler einer realitätsbezogenen olympischen Erziehung von Heranwachsenden anzusprechen und für dieses gesellschaftlich wichtige Vorhaben zu gewinnen, das war ein besonderes Anliegen der Organisatoren.
Mit der internationalen Beteiligung verband sich die Hoffnung auf einen wichtigen Erkenntniszuwachs über ähnlich gelagerte Vorhaben von Sportorganisationen und Sportwissenschaftsinstituten in einem immer enger zusammenwachsenden Europa. Das bestätigte sich nachdrücklich 2004, als das Sportwissenschaftliche Olympiaseminar, bedingt durch die in Athen ausgerichteten  Olympischen Spiele, im Ostseebad Zinnowitz auf Usedom stattfand und an dem als ausländische Partner vor allem Länder bzw. universitäre Einrichtungen aus dem Ostseeraum teilgenommen hatten.
Die Austragung des Sportwissenschaftlichen Olympiaseminars in Griechenland mit seinen vielen Erinnerungsstätten einer antiken Lebensweise und Sportkultur und unter den guten infrastrukturellen Bedingungen der Internationalen Olympischen Akademie bot der vorgestellten und gemeinsam durch Dozenten wie durch die Studierenden gestalteten Veranstaltungsintention Rahmenbedingungen von hoher Qualität. Sie ermöglichten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus unterschiedlichen Universitäten und Studienrichtungen einen anregenden und erlebnisreichen Aufenthalt vor Ort. Der "Genius Loci" stimulierte zu einer den Blick erweiternden Gemeinsamkeit studentischen Lebens für eine Woche der semesterfreien Zeit im Spätsommer 2006.


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