Gelungener Auftakt der "Interkulturellen Frauensporttage" in Hameln

Dass die meisten Salsa-Tänzer Feuer im Blut haben, ist bekannt. Noch ausgeprägter ist dies jedoch bei Vivien Kosok, denn die Hamelerin verbindet Salsa-Tanz mit Aerobic zu einer schweißtreibenden und brandheißen Sportart. Diese stellte die Übungsleiterin nun beim Interkulturellen Frauensporttag in Hameln vor, und passte damit bestens ins Bild des international geprägten Tages. „Jedes Sportangebot ist einem Land zugeordnet“, erklärte Margret Lassel vom Veranstalter, dem Kreissportbund Hameln-Pyrmont das Konzept der Veranstaltung, bei dem mehr als ein Dutzend Sportarten aus den verschiedensten Ländern vorgestellt und ausprobiert wurden.

Impressionen aus den Workshop-Angeboten
Impressionen aus den Workshop-Angeboten

Gut 120 Sportlerinnen nahmen an den Schnupperangeboten teil, alleine bei Vivien Kosok und ihrer aus Südamerika stammenden Salsa-Aerobic waren es mehr als 30 pro Kursus. Das Besondere? „Man muss die Schritte nicht können, es ist nur wichtig, dass man Spaß hat“, erklärte die Übungsleiterin das Erfolgsrezept, warum ihr Sportangebot so gut besucht war. „Salsa-Aerobic ist mal etwas anderes und nicht so gradlinig“, erklärte sich Kosok, warum gerade diese eher unbekannte, dafür umso internationalere Sportart gut ankam. „Ich denke, den Leuten hat es Spaß gemacht, das merkt man daran, wenn sie mit einem Lächeln den Raum verlassen“, fügte sie hinzu.

Ähnlich sah es auch die gebürtige Inderin Sheena Deißt, die Bollywood-Tanz anbot. Zu exotischen Klängen tanzten die Teilnehmerinnen so wie es die Stars des indischen Fernsehens vormachen – und kamen damit richtig ins Schwitzen. „Es hat Spaß gemacht, weil es etwas ganz anderes ist“, erklärte Teilnehmerin Christa Scholz. „Ich mache sonst Gymnastik, ich wollte es einfach mal kennenlernen“, fügte sie hinzu.

Dass es bei vielen Sportlerinnen nicht beim Kennenlernen der beim „Interkulturellen Frauensporttag“ angeschauten Angebote bleibt, weiß Margret Lassel vom Organisationsteam aus Erfahrung. Denn obwohl es die Veranstaltung in dieser Form zum ersten Mal gibt, das Konzept des Frauensporttags ist bereits in Hameln seit mehr als zehn Jahren bewährt. „Es wäre gut wenn wir dadurch mehr Migrantinnen für den Sport bekämen“, nannte Lassel das Ziel des interkulturell angehauchten Tages, den der LandesSportBund Niedersachsen mit seinem Programm „Integration durch Sport“ und der Abteilung Organisationsentwicklung fördert. „Es sind mehr Migrantinnen als sonst dabei“, resümierte sie kurz nach der Veranstaltung.

Ob, und wie viele der Sportlerinnen die angeschauten Angebote in einem Sportverein weiterbetreiben werden, wird sich erst im Laufe der Zeit zeigen. „Vielleicht mache ich Irish-Dance weiter, aber ich gucke mir erst noch die anderen Sportarten an“, sagte Besucherin Carola Wilkop-Piepenschneider nach dem Ende des ersten von insgesamt drei Workshops des Tages.

Nach dem Auftakt in Hameln, wird der „Interkulturelle Frauensporttag“ von vier weiteren Sportbünden in folgenden Städten organisiert: Lathen (10. September), Braunschweig sowie Salzgitter (24. September), Wolfsburg (10. Oktober). (rw)


  • Impressionen aus den Workshop-Angeboten
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