„Heute sind wir Sportstadt!"

Eberswalde präsentiert sich bei der Sportabzeichen-Tour am 26. Juni in Bestform.

Tolle Stimmung beim vierten Tourstopp in Eberswalde; Foto: Treudis Naß
Tolle Stimmung beim vierten Tourstopp in Eberswalde; Foto: Treudis Naß

1.500 Kinder, Jugendliche und Teilnehmer mit Behinderung haben schon am Vormittag im Fritz-Lesch-Stadion dafür gesorgt, dass die Sportabzeichen-Prüfer alle Hände voll zu tun hatten. Auch Frank Busemann, Miriam Höller und Gerd Schönfelder, die Sportbotschafter der Nationalen Förderer des Deutschen Sportabzeichens, freuten sich von Anfang an über die Sportbegeisterung und das Engagement der Eberswalder.

„Eigentlich sind wir als Waldstadt bekannt, aber heute sind wir Sportstadt!", gab Prof. Dr. Jan König, stellvertretender Bürgermeister und Sozialdezernent von Eberswalde, bei der offiziellen Eröffnung das Motto vor.

Schon beim gemeinsamen Aufwärmen um 8.00 Uhr morgens war die gute Laune überall zu spüren. Trotz Wolken und leichtem Nieselregen herrschte bei Temperaturen um die 20 Grad ideales Sportwetter. Die beiden Moderatoren Andree Pfitzner vom DOSB und Karl-Heinz Wendorff für den KSB Barnim heizten die Stimmung beim vierten Tourstopp ordentlich an.

kinder+Sport-Botschafter Frank Busemann, Gewinner der Olympischen Silbermedaille im Zehnkampf 1996, der mehrmaliger Paralympics-Sieger im Skirennsport und Sportabzeichen-Botschafter der Sparkassen-Finanzgruppe Gerd Schönfelder und Stuntfrau, Model und Moderatorin Miriam Höller, Sportabzeichen-Botschafterin für Ernsting's family, machten beim Warm-up auf der Bühne mit. Anschließend stürzten sie sich ins Getümmel, um den Teilnehmern Tipps für die verschiedenen Sportabzeichen-Disziplinen zu geben.

Mitten im Leben

„Für uns ist das hier eine tolle Gelegenheit, mittendrin zu sein und zu zeigen, dass wir ein Bestandteil der Stadt sind", sagte Manuela Bester, Betriebsstättenleiterin der Hauptwerkstatt Lebenshilfe Eberswalde e.V. Sie war mit einer buntgemischten Gruppe aus rund 40 Frauen und Männern mit Handicap ins Fritz-Lesch-Stadion gekommen. Alle zwischen 18 und 50 Jahre alt, einige mit Lernbehinderung, andere mit geistiger Beeinträchtigung und/oder körperlicher Behinderung.

„Unsere Leute haben extra für den Tourstopp und das Deutsche Sportabzeichen trainiert, nachdem uns der KSB auf die Sportabzeichen-Tour angesprochen hatte", erzählt Manuela Bester. Viele kannten das Deutsche Sportabzeichen vorher nicht, waren aber gleich von der Idee begeistert mitzumachen. „Bei uns gibt es zum Beispiel eine Lauf- und eine Tanzgruppe. Die Fußballer trainieren sogar zwei Mal pro Woche." Wie bei allen Berufstätigen ist es auch für die Beschäftigten der Lebenshilfe wichtig, im Sport einen Ausgleich zur Arbeit zu finden. Zur Lebenshilfe Eberswalde gehören eine Wäscherei, eine Tischlerei sowie Garten- und Landschaftsbau.

Alle Mitarbeiter der Lebenshilfe Eberswalde, die bei der Sportabzeichen-Tour am 26. Juni am Start sind, bekommen für ihre Beteiligung eine Urkunde verliehen. „Alle machen das, was sie können und sollen eine Erinnerung an diesen Tag hier mitnehmen, egal ob sie die offizielle Norm bei allen Sportabzeichen-Prüfungen erreichen. Wir wollen zeigen, dass sich auch Menschen mit Handicap unbeschwert bewegen können und gerade bei Kindern und Jugendlichen Berührungsängste gegenüber Menschen mit Behinderung abbauen", fasst Manuela Bester ihre Motivation zusammen.

Die Lebenshilfe Eberswalde gehört zum Netzwerk „Partner für Gesundheit", bei dem unter anderem auch der KSB und verschiedene Optiker mitmachen. Es präsentierte sich bei der Sportabzeichen-Tour in einem eigenen Zelt. Neben Informationen rund um das Netzwerk gab es hier einen Seh-Wettbewerb für Grundschulen und für alle Besucher Obst und Gemüse als kleine Energiequelle für zwischendurch. Manuela Bester meinte, dass im Laufe des Tages mindestens 80 Kilo Bananen, 30 Wassermelonen, je 10 Kilo Äpfel und Birnen sowie jede Menge Ananas, Tomaten und Gurken klein geschnitten und verteilt werden.

Lauter sportliche Erfolge

Zu den weiteren Höhepunkten des vierten Tourstopps gehörte ein Wettbewerb im Eisstocksschießen, bei dem drei Promi-Teams gegeneinander antraten: Das Team „DOSB" mit Frank Busemann, Miriam Höller, Gerd Schönfelder und DOSB-Maskottchen Trimmy holte mit vier Punkten den Sieg vor dem Team „KSB" mit dem Vorstandsvorsitzenden des Kreissportbundes Barnim, Ronald Kühne, Matthias Tacke, Dezernent Landkreis Barnim, Volkmar Grätsch vom Vorstand der Sparkasse Barnim und KSB-Maskottchen Barnike, das zwei Punkte erzielte. Team „LSB" mit dem Vorsitzenden des Landessporbundes Brandenburg Andreas Gerlach, Vizepräsident Karl-Heinz Hegenbart, dem Referatsleiter Sportentwicklung Christian Braune und Borstel, dem Maskottchen der Stadt Eberswalde, kam mit 0 Treffern auf den dritten Platz.

„Wir sind froh und stolz, dass der Deutsche Olympischen Sportbund (DOSB) uns als einzigen Tourstopp in Brandenburg für die Sportabzeichen-Tour 2018 ausgewählt hat", sagte der KSB-Vorsitzende Ronald Kühn schon bei der offiziellen Eröffnung. Andreas Gerlach, Vorstandsvorsitzender des Landessporbundes Brandenburg, unterstrich die positive Entwicklung, die sein Verband bei den Sportabzeichen-Abnahmen zu verzeichnen hat: „Im Vergleich zum Vorjahr gab es 2017 eine Steigerung um 25 Prozent. So kann es gerne weitergehen."

Stephan Abel, DOSB Vizepräsident Wirtschaft und Finanzen, bedankte sich beim Landessportbund Brandenburg und beim Kreissportbund Barnim für die hervorragende Organisation. Er hob die Unterstützung durch die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer hervor, die mit ihrem Einsatz die gelungene Veranstaltung möglich gemacht hatten.

Schneller als der Schall

Um 17 Uhr ging die Veranstaltung im Fritz-Lesch-Stadion mit der Stadtwette zu Ende. Sie stand wegen der laufenden Fußball-WM ganz im Zeichen des runden Leders. Der Weltrekord bei der Schussgeschwindigkeit im Fußball liegt bei etwa 200 km/h. 

Bürgermeister Friedhelm Boginski wollte zeigen, dass es gemeinsam noch viel schneller geht: Er wettete gegen den Kreissportbund, dass die Eberswalder schaffen, in der Summe einen Ball fünf Mal schneller als den Schall zu schlagen. 

Und die Teilnehmer haben gezeigt, dass sie gemeinsam noch deutlich schneller sind.

Mit Fußbällen und Tennisbällen kamen sie auf insgesamt 33.183 km/h. Der höchste Einzelwert wurde mit 149 km/h mit einem Tennisschläger erreicht. 

Heißt: Bürgermeister Friedhelm Boginski hat die Stadtwette gewonnen. Der Kreissportbund Barnim, der die Herausforderung angenommen hatte, freut sich dennoch über das Ergebnis und zahlt den Wetteinsatz von 500 Euro. Die Stadt Eberswalde zahlt diesen Einsatz trotz des Sieges ebenfalls ein, damit steigt die Summe auf 1.000 Euro. Das Geld kommt der  Lebenshilfe Barnim e.V. zugute.

(Quelle: wirkhaus.berlin)


  • Tolle Stimmung beim vierten Tourstopp in Eberswalde; Foto: Treudis Naß
    Tolle Stimmung beim vierten Tourstopp in Eberswalde; Foto: Treudis Naß
  • Manuela Bester (mitte) von der Lebenshilfe Eberswalde erholt sich am Zelt vom Netzwerk "Partner für Gesundheit". Foto: Treudis Naß
    Manuela Bester (mitte) von der Lebenshilfe Eberswalde erholt sich am Zelt vom Netzwerk "Partner für Gesundheit". Foto: Treudis Naß
  • Miriam Höller und das Team DOSB sicherten sich den Sieg im Promiwettbewerb "Eisstockschießen". Foto: Treudis Naß
    Miriam Höller und das Team DOSB sicherten sich den Sieg im Promiwettbewerb "Eisstockschießen". Foto: Treudis Naß

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