Inklusionspreis Niedersachsen für "Silbermond"

Zum ersten Mal haben der LandesSportBund Niedersachsen und der Sozialverband Deutschland (SoVD) gemeinsam den Inklusionspreis Niedersachsen verliehen.

Foto: LSB Niedersachsen
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Damit zeichnen die beiden Verbände besonders hervorragende Leistungen und Projekte rund um das Thema Teilhabe aus. Der diesjährige Sonderpreis ging dabei an die deutsche Band SILBERMOND für ihr gesellschaftspolitisches Engagement. Gewinner in der Kategorie Medien sind Carolin Gißibl und Fabian Melber mit ihrer Reportage zum Thema Sexualität mit Behinderung. In der Kategorie Ehrenamt belegt der Verein „Guter Unterricht für alle“ Platz eins für seine Kopfrechen-App „mathildr“, die gleichermaßen für Kinder mit und ohne Lernschwierigkeiten geeignet ist. Im Bereich Sport wurden die Vereine „Braunschweiger Männer-Turnverein von 1847“, „TuSG Rolfshagen 1911“ und „Schützengesellschaft Zellerfeld von 1539“ für ihr herausragendes Engagement in der inklusiven Arbeit ausgezeichnet

Im Rahmen einer großen Preisverleihung mit rund 4.000 Gästen in der Swiss Life Hall in Hannover zeichneten die beiden Verbände gemeinsam mit Ministerin Birgit Honé vorbildliches Arbeiten auf dem Weg zu einem inklusiven Niedersachsen aus. Zahlreiche Einsendungen waren von drei hochkarätig besetzten Jurys bewertet worden. „Es waren so viele gute Bewerbungen dabei, dass wir gerne viel mehr Preise vergeben hätten“, waren sich Adolf Bauer (SoVD-Landesvorsitzender) und Reinhard Rawe (LSB-Vorstandsvorsitzender) einig.

Die Band SILBERMOND wurde für ihren jahrelangen Einsatz gegen Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus ausgezeichnet. Besonders hervorgehoben wurde dabei das Projekt „YOUnited“, das seit 2016 von der Band unterstützt wird. Dabei geht es darum, rechtsaffine Jugendliche für eine demokratische Haltung zu gewinnen. SILBERMOND haben unter anderem einen Schulprojekttag und Begegnungsworkshops unterstützt und auch selbst daran teilgenommen. Außerdem haben sie sich für den Erhalt eines Inklusions-Cafés starkgemacht und zahlreiche Benefiz-Konzerte gespielt – etwa für notleidende Kinder oder zugunsten der Opfer des Erdbebens in Haiti.

Den zweiten Platz in der Kategorie Medien teilen sich Hanna Möllers sowie Claudia Scholz und Heike Zeigler von Radio Bremen für ihre Beiträge „Das Märchen von der Inklusion“ und „Verschieden sein, gemeinsam leben“. Für ihren Zeitungsartikel „Ein Blinder unter lauter Sehenden“ erhielt die Lüneburger Journalistin Anna Petersen den dritten Preis. 

In der Kategorie Ehrenamt folgt auf dem zweiten Platz der Verein „Lebensweisen“ aus Schortens, der sich insbesondere für die Inklusion in Freizeit und Kultur einsetzt. Bronze geht an Ulrich Oestmann, der sich in Hannover besonders für Barrierefreiheit in Bus und Bahn starkmacht.

„Mit dem Inklusionspreis Niedersachsen engagieren wir uns gemeinsam dafür, dass alle Menschen überall dabei sein können – egal ob mit oder ohne Behinderung“, so Rawe. „Mit unserer Auszeichnung möchten wir einige herausragende Beispiele ehren und vor allem sichtbar machen. Damit rücken wir die Inklusion stärker in den Fokus von Gesellschaft, Politik und Öffentlichkeit“, ergänzt Bauer.

Der Inklusionspreis Niedersachsen ist mit insgesamt 19.000 Euro dotiert. Schirmherr ist der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil.

Weitere Informationen zum Inklusionspreis, den Preisträgerinnen und Preisträgern sowie den Jurys gibt es unter www.inklusionspreis-niedersachsen.de.

(Quelle: LSB Niedersachsen)


  • Foto: LSB Niedersachsen
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    Die für ihre Inklusionsarbeit geehrten Sportvereine „Braunschweiger Männer-Turnverein von 1847“, „TuSG Rolfshagen 1911“ und „Schützengesellschaft Zellerfeld von 1539“

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