IOC-Präsident Rogge fordert die Olympische Bewegung zu einer intensiveren Jugendarbeit auf

IOC-Präsident Dr. Jacques Rogge. Copyright picture-alliance
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Die Olympische Bewegung ist vor allem eine erzieherische Bewegung, sagte IOC-Präsident Dr. Jacques Rogge zur Eröffnung des 5. Weltforums zu Fragen von Sport, Erziehung und Kultur am Sonntag (22.10.2006) in Peking. „Sportveranstaltungen wie die kommenden Spiele der XXIX Olympiade sind eine ideale Plattform für Information und Olympische Erziehung. Sie haben eine allgemein-bildende Bedeutung für die Bevölkerung, wir können sie nutzen um mehr über einander zu erfahren und uns besser kennen zu lernen“, ergänzte Rogge unter Bezugnahme auf das Motto von Peking 2008 „Eine Welt -  ein Traum“.

Der IOC-Präsident betonte die unterschiedlichen Aktivitäten im Feld von Bildung und Olympischer Erziehung, die vom IOC, vom Olympischen Museum, den Olympischen Akademien und Universitäten unternommen werden. Das Organisationskomitee (OK) für die Olympischen Spiele nehme dabei eine Schlüsselfunktion ein, erklärte er. Seit den Olympischen Winterspielen in Calgary im Jahr 1988 habe jedes OK eigene Instrumente entwickelt um die Schulen im Gastgeberland zu erreichen. „Ich bin stolz auf die Anstrengungen, die in China fortgesetzt werden, um Millionen junger Menschen die Auseinandersetzung mit der Bedeutung und der Kraft Olympischer Werte, wie Freundschaft, Exzellenz und Respekt zu ermöglichen“, erklärte Rogge.

Die jungen Menschen seien die Zukunft der Olympischen Bewegung, „wir müssen uns auf diese Altersgruppe, die sich in der heutigen Zeit immer häufiger anderen Aktivitäten wie der Musik, Video Games, dem Internet oder Filmen zuwendet, konzentrieren. Wir müssen ernsthafte Anstrengungen unternehmen, um ihr Interesse an Sport und körperlicher Bewegung zu wecken“, sagte Rogge.

Der IOC-Präsident erläuterte, wie das IOC und die Olympische Bewegung Erziehung und Kultur durch einen Wissenstransfer von Organisationskomitee zu Organisationskomitee in vielfältiger Weise in das Rahmenprogramm Olympischer Spiele integriert habe, z.B. in Form von Projekten zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit, in der medizinischen Vorsorge oder zur Bekämpfung von sexuellem Missbrauch.

Der Erziehungsauftrag beziehe sich sowohl auf den Leistungs- als auch auf den Breitensport und beinhalte Aufklärungsarbeit zu den verheerenden gesundheitlichen Konsequenzen des Dopings. „Wissenschaftler und Ärzte, die durch ihr Tun zum Missbrauch von Arzneimitteln beitragen, müssen stigmatisiert werden“, forderte Rogge.

Das 5. Weltforum zu Fragen von Sport, Erziehung und Kultur, das vom IOC in enger Partnerschaft zum Organisationskomitee der Olympischen Spiele Peking 2008 (BOCOG) und der UNESCO organisiert wird, trägt den Titel „Der Sport in einer friedlichen Welt: Die Rolle der Olympischen Erziehung und der Kultur“. Zwei Jahre zuvor war die Veranstaltung mit großem Erfolg in Barcelona durchgeführt worden. „Sport: ein universeller Dialog“, hieß damals der Titel. Das diesjährige Forum dient auch der Bilanzierung von Fortschritten im Feld von Bildung, Kultur und Olympischer Erziehung.

 


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