Kein Platz für Rassismus im Fußball

Zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 15. bis 28. März verstärken die Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS), der DFB und die Deutsche Fußball-Liga ihre Präventionsarbeit.

Die Fans im Stadion von Mainz 05 zeigen, was Sie von dumpfen Rassismus-Sprüchen halten. Foto: KOS
Die Fans im Stadion von Mainz 05 zeigen, was Sie von dumpfen Rassismus-Sprüchen halten. Foto: KOS

Mehr als 20 Fanprojekte von Fußballvereinen der 1., 2. und 3 Bundesliga sowie von Amateurvereinen, und die Regionalverbände des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) beteiligen sich an den Aktionswochen.

„Das gemeinsame Engagement zeigt, dass Fans und Vereine ihre gesellschaftliche Verantwortung ernst nehmen und dem Rassismus auf und neben dem Fußballplatz eine klare Absage erteilen“, erklärte Britta Graupner, die Referentin für die Internationalen Wochen gegen Rassismus beim Interkulturellen Rat, anlässlich der Veröffentlichung der Broschüre „Unsre Kurve - kein Platz für Rassismus" in Frankfurt am Main.

In der vom Interkulturellen Rat, der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte (BAG) herausgegebenen Broschüre stellen Fanprojekte ihre Arbeit gegen Rassismus und Diskriminierung vor. Michael Gabriel, der Leiter der KOS führt anlässlich der Veröffentlichung aus: „Die Fankurve ist mehr als nur eine Problemzone. Sie bietet vielfältige Möglichkeiten für positives Engagement, Kreativität und Solidarität. Diese Möglichkeiten zu gestalten ist ein wesentlicher Teil der Präventionsarbeit, die wir mit der Fanprojektbroschüre anschaulich verdeutlichen wollen.“

In seinem Grußwort betont Helmut Spahn, der Sicherheitsbeauftragte des Deutschen Fußball-Bundes, die nachhaltige Strategie in der Arbeit gegen Rassismus im Fußballsport und den Stellenwert des Dialogs: „Der Abbau menschenfeindlicher Einstellungen bei jugendlichen Fußballfans und die Vermittlung und Förderung demokratischer Werte sind zentrale Ziele in der Arbeit der Fanprojekte. Der Weg, den wir in Deutschland mit dem einzigartigen Modell der Fanbetreuung eingeschlagen haben, beruht auf der Einsicht, dass Veränderung nur im Dialog möglich ist."

Britta Graupner wies abschließend darauf hin, dass über die Broschüre hinaus zahlreiche Fanprojekte, Regional- und Landesverbände des Deutschen Fußball Bundes sowie Amateur- und Profivereine sich mit eigenen Aktionen wie Ausstellungen, Diskussionsveranstaltungen an den Internationalen Wochen gegen Rassismus beteiligen und in Stadionsansagen oder Hinweisen und Artikeln in Mitglieder- und Stadionzeitungen zur Mitwirkung auffordern. Zudem unterstützen die DFB-Kulturstiftung und Bundesliga-Stiftung der Deutschen Fußball Liga die Internationalen Wochen gegen Rassismus auch finanziell.

 

Tagung über Rassismus und Diskriminierung im Sport

Vom 18. bis 19. Februar 2010 hat die Europäische Menschenrechtsagentur eine Tagung über Rassismus und Diskriminierung im Sport veranstaltet. Im Mittelpunkt stand die Veröffentlichung eines Studienberichts über Rassismus und ethnische Diskriminierung im Sport.

Zu dem Treffen waren Vertreter des Sports (z.B. Europäische Fußball-Union, Europäischer Basketballverband, Europäischer Leichtathletikverband) sowie der EU-Institutionen (EU-Sportreferat) und des Europarats eingeladen. Auch ein Vertreter des EOC EU-Büros nahm an der Sitzung teil.

Die Teilnehmer diskutierten die Empfehlungen des Berichts und welche Prioritäten bei seiner Implementierung gesetzt werden sollten. Der Bericht „Rassismus und ethnische Diskriminierung im Sport und positive Maßnahmen dagegen anzukämpfen“ wird im Laufe dieses Jahres durch die EU-Menschenrechtsagentur veröffentlicht. Neben dem Bericht soll auch ein Handbuch, das bewährte Verfahren im Bereich Anti-Rassismus und ethnische Diskriminierung beinhaltet, publiziert werden.


  • Die Fans im Stadion von Mainz 05 zeigen, was Sie von dumpfen Rassismus-Sprüchen halten. Foto: KOS
    Die Fans im Stadion von Mainz 05 zeigen, was Sie von dumpfen Rassismus-Sprüchen halten. Foto: KOS

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