Lawinenbilanz: Weniger Lawinenopfer

Im Winter 2018/19 gab es im deutschsprachigen Alpenraum überdurchschnittlich viele Lawinen, allerdings mit weniger Lawinenopfern als in den vergangenen Jahren.

Zahlreiche Pisten wurden in diesem Winter aufgrund hoher Schneemassen gesperrt. Foto: picture-alliance
Zahlreiche Pisten wurden in diesem Winter aufgrund hoher Schneemassen gesperrt. Foto: picture-alliance

Nach dem Winter 2017/18 war auch der Winter 2018/19 ein schneereicher und langer Winter, in dem es viele Wintersporttage bei besten Bedingungen gab. Vor allem im Januar fiel so viel Schnee, dass an einigen Messstationen im bayerischen Alpenraum neue Maximalwerte gemessen wurden. Teilweise waren die Schneehöhen so hoch wie in den letzten 30 Jahren nicht, dies gab jetzt DSV aktiv in seiner Wintersportbilanz bekannt.

In diesem Winter wurden im bayerischen Alpenraum insgesamt 140 Sperrempfehlungen von Kommissionen ausgesprochen, das sind mehr als die letzten 20 Jahre. Die Gefahrenstufe 4 (groß) wurde durch die Lawinenwarnzentrale Bayern im Winter 2018/19 14-mal ausgegeben. Im Gegensatz dazu waren es 2017/18 nur viermal und im Winter 2016/17 lediglich einmal. Im Durchschnitt wurde die Gefahrenstufe 4 in den letzten 10 Jahren sechsmal ausgerufen. Obwohl es extrem viel Neuschnee und damit eine große Lawinengefahr gab wurde die Gefahrenstufe 5 (sehr groß) nicht ausgeben. Zuletzt wurde die Gefahrenstufe 5 am 18. März 2000 ausgegeben.

Lawinenunglücke Alpenraum

In der Wintersaison 2018/2019 ereigneten sich in den Bergregionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz insgesamt 36 tödliche Lawinenunfälle. In Deutschland starben wie im Jahr zuvor drei Personen in Lawinen. Die Zahl der Lawinentoten in Österreich liegt bei 18 Personen und damit bei einem Lawinenopfer mehr als im letzten Jahr. In der Schweiz gab es 15 Lawinenopfer. Im Jahr zuvor waren es noch 26 Personen, die in Lawinen ums Leben kamen.

Trotz der immer größer werdenden Zahl von Ski- und Schneeschuhtourengehern und Variantenfahrern bleibt die Zahl der bei Lawinenunfällen ums Leben gekommenen Personen damit stabil auf dem Niveau des langjährigen Durchschnitts. Laut Statistik gibt es in den Alpen deutlich weniger tödliche Lawinenunfälle als andere tödliche Bergunfälle. Relativ betrachtet ereignen sich zudem weniger Lawinenunfälle als noch etwa vor 20 Jahren. Grund dafür könnte der immer besser werdende und leichter abzurufende Wetter- und Lawinenlagebericht sein. Auch die jahrelange Aufklärungs- und Präventionsarbeit sowie vielfältige Ausbildungsangebote zeigen scheinbar Wirkung. 

Der Lagebericht wurde auf der Internetseite www.lawinenwarndienst-bayern.de so häufig wie nie zuvor abgerufen. Im Winter 2018/19 wurden mehr als 4 Millionen Klicks, das sind so viele Klicks wie in den letzten fünf Jahren zusammengenommen, verzeichnet.

(Quelle: DSV aktiv)


  • Zahlreiche Pisten wurden in diesem Winter aufgrund hoher Schneemassen gesperrt. Foto: picture-alliance
    Zahlreiche Pisten wurden in diesem Winter aufgrund hoher Schneemassen gesperrt. Foto: picture-alliance

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